Fakten und Hintergründe zum Film "The Guard - Ein Ire sieht schwarz"

Kino.de Redaktion |

The Guard - Ein Ire sieht schwarz Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Der Regiesseur über den Film

THE GUARD - EIN IRE SIEHT SCHWARZ ist ein Western. In diesem Fall liegt der Wilde Westen freilich im Westen Irlands. In einer isolierten Grenzstadt ist der amtierende Gesetzeshüter ein Exzentriker mit einer sterbenden Mutter, einer Schwäche für Prostituierte und einem gesteigerten Sinn für das Absurde.

Garda Gerry Boyle nimmt Nichts und Niemand ernst. Als jedoch ein Kollege des Polizisten verschwindet und die Kleinstadt zu einem wichtigen Schauplatz eines Komplotts wird, muss Boyle dem humorlosen FBI-Agenten Everett gegenüber, der in diesem Fall ermittelt, zumindest Interesse vorheucheln.

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Was haben wir hier also? – Eine originelle Hauptfigur mit einer zynisch-melancholischen Weltanschauung, drei unberechenbare Ganoven, sowie einem überforderten Kollegen, der keine Ahnung hat, was zum Teufel hier eigentlich los ist. Wir haben Action und einen fremdartigen, ungewöhnlichen Schauplatz – Connemara mit seiner Landschaft, die sich für grandiose Epen eignen würde.

Alles in allem haben wir die Bausteine für einen visuell stilisierten, poetischen Breitwand-Film mit mythischer Grundstimmung und schwarzem Humor – in der klassischen Tradition eines John Ford und eines Preston Sturges.

Die ebenso aufregenden wie originellen Filme des US-Kinos der 70er gaben dafür das Vorbild ab. Das waren Filme (ob Dramen, Komödien oder Thriller) mit einem melancholischen Unterton und einer Stimmung der Vergänglichkeit, die ich durchweg einzufangen versuchte. Hinzu kam eine schwarze Komödie, die ganz entschieden auf Überraschungsmomente und den Reiz des Schrulligen setzt, sowie ein Szenenbild und Kostümdesign, die in ihrer Stilisierung geradezu frech anmuten. So ist THE GUARD - EIN IRE SIEHT SCHWARZ überraschend anders als die meisten irischen und englischen Filme und Lichtjahre entfernt von allen aktuellen depressiven Trends.

Über die Produktion

Vor elf Jahren gab John Michael McDonagh mit dem von ihm geschriebenen The Second Death sein Regiedebüt. Dabei führte er in einer kleinen Rolle einen jungen Polizisten namens Gerry ein, der von Gary Lydon, dem Darsteller des Inspector Stanton in THE GUARD - EIN IRE SIEHT SCHWARZ, gespielt wurde. „Er ist eine komische Figur – er macht absichtlich Sachen, um die Leute zu entnerven,” so McDonagh. „Ich hatte immer den Plan, irgendwann etwas mit ihm anzustellen.”

Ein paar Jahre später begann er mit einem Drehbuch zu einem weiteren Kurzfilm über diese Figur, legte es jedoch beiseite, als er sich auf andere Arbeiten konzentrierte, darunter sein für verschiedene Preise nominiertes Drehbuch für Working Titles erstes australisches Projekt, NED KELLY (Gesetzlos – Die Geschichte des Ned Kelly, 2003) mit Heath Ledger. Nach dessen Fertigstellung schrieb er eine ganze Reihe von Drehbüchern – von aufwendigen Projekten, die andere Regisseure auf die Leinwand bringen sollten, bis zu Filmen mit Budgets unter $ 10 Millionen, bei denen er sich selbst die Regie zutraute. Wenn er letztere nicht persönlich realisieren würde, dann sollten sie gar nicht gemacht werden – so sein fester Entschluss. Dann kam ein geplantes Regieprojekt nicht zustande und er entschloss sich, nochmals einen Blick auf das unvollendete Kurzfilmdrehbuch zu werfen. Aus dessen zehn Seiten wurde die Anfangsszene von THE GUARD - EIN IRE SIEHT SCHWARZ, in der Gerry Boyle die männliche Leiche im Landhaus untersucht.

„Diese Szene war der Kern, von dem wir uns aus bewegten. Danach lief alles praktisch nach dem Motto ‘Peng, peng, peng’. Ich schrieb nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern ich hatte eine Idee, die ich ans Ende des Skripts stellte. Ich dachte mir ‘Jetzt müssen wir dahin kommen’ und so fügte ich einfach weiteres Material ein. Wenn du so etwas machst, musst du normalerweise nochmal darüber gehen, denn du sagst dir ‘Dieses ergibt im Bezug auf Jenes keinen Sinn.’ Aber das war nicht der Fall. Alles floss irgendwie zusammen. Ich schrieb also, sah es mir an und dann hieß es ‘Okay, mach weiter, mach weiter.’ Nach 13 Arbeitstagen in einem Zeitraum von drei Wochen war alles fertig.”

McDonagh und seine Kollegen bei Reprisal Films, Chris Clark und Flora Fernandez Marengo, die schon seinen Kurzfilm The Second Death produziert hatten, taten sich mit Ed Guiney und Andrew Lowe von Element Pictures, einer führenden unabhängigen irischen Film- und Fernsehproduktionsfirma, zusammen und so begann man mit der Vorproduktion und dem Besetzungsprozess.

„Als uns Flora das Drehbuch schickte, war es schon sehr durchentwickelt, was ziemlich ungewöhnlich ist”, erinnert sich Andrew Lowe. „John ist ein bemerkenswerter Autor und ich fand es sofort urkomisch – ich liebte seinen schwarzen Humor.” Ed Guiney kann dem nur beipflichten: „Es war eines dieser Drehbücher, das praktisch perfekt war. Wenn du so etwas bekommst, ist es so, als würdest du Goldstaub finden.” Die Produzenten waren selbst überrascht, wie schnell es ihnen mit dem Drehbuch in der Hand gelang, den Film auf die Beine zu stellen: „Ich las das Skript Mitte Januar,” so Chris Clark. „Und von Mitte bis Ende Oktober drehten wir – so etwas kommt meiner Erfahrung nach ziemlich selten vor!”

„THE GUARD - EIN IRE SIEHT SCHWARZ wurde in der Zeitspanne von zwölf Monaten geschrieben und gedreht. Obwohl man sagen könnte, dass ich zehn Jahre auf dieser Figur gesessen bin, so zirkulierte sie einfach nur in meiner Fantasie”, so McDonagh. „Es ist großartig, wenn du einen Charakter konzipieren kannst, der alles Vorstellbare tun oder sagen darf. Du denkst dir ‘Was ist das Schlimmste, was jemand in so einer Situation von sich geben könnte?’. Und er macht einfach weiter. Er ist am Rande der Verzweiflung und ist daher in dem Moment bereit, alles zu sagen. Genau den Zustand hatte ich im Filmgeschäft erreicht – ich war so angepisst und wütend, dass ich das alles in sublimierter Form herausbrachte. Wenn Sie sich fragen, ob ich je einen Polizisten wie Gerry Boyle getroffen habe – Ich bin Gerry Boyle!”

Produktion: Die Besetzung

Der Besetzungsprozess

„Ich habe die Rolle nicht für Brendan Gleeson geschrieben,” erklärt McDonagh. „Aber es wurde mir klar, dass man die Rolle völlig anders spielen musste, wenn er sie nicht wollte. Bei einem jüngeren Schauspieler gäbe es nicht diese Stimmung der Melancholie. So wäre wohl alles zum Stillstand gekommen, wenn er abgelehnt hätte. Aber Gleeson, der gerade mit IN BRUGES (Brügge sehen… und sterben?, 2009), einer Regiearbeit von Johns Bruder Martin McDonagh, einen großen Erfolg gefeiert hatte, sagte bald nach Lektüre des Drehbuchs zu.

„Den Ausschlag gaben der Schreibstil und die fantastische Rolle,” gibt Gleeson zu. „Wer sie abgelehnt hätte, hätte sich in einem kleinen Zimmer einsperren und eine Kugel in den Kopf jagen sollen. Natürlich ist dieser Film irrsinnig komisch, aber die menschliche Seite dieses Mannes und seine Mission sind auch sehr interessant. Er bietet eine neue Variante des Konzepts, dass es möglich ist, ein Held zu sein und nötigenfalls mächtigere Umstände zu überwinden. Auf diese Weise erinnert das Ganze sehr an einen alten Western.”

Don Cheadle, McDonaghs erste Wahl für die Rolle des FBI-Agenten, war sofort von der Qualität des Drehbuchs beeindruckt. „Es ist wirklich sehr selten, dass du ein so voll durchentwickeltes Drehbuch siehst, in dem die Geschichte komplett durchdacht ist. Die Charaktere sind so vielschichtig und reich. Ich wurde darauf aufmerksam und wusste, dass John Brendans Interesse geweckt hatte und ich liebe Brendan als Schauspieler. Nachdem das Projekt noch nirgendwo untergebracht war, wollten meine Firmenpartner und ich einsteigen und helfen, das Ganze zu realisieren.” So stieß Cheadle als Kodarsteller und mitausführender Produzent zu dem Film.

„Ab diesem Punkt konnten wir mit einem Drehbuch, einem Regisseur und zwei großartigen Hauptdarstellern auf den Filmmarkt von Cannes gehen,” erinnert sich Produzent Clark. „Als wir sahen, dass wir eine Finanzierung bekamen, war es uns möglich, die anderen Rollen zu besetzen. Wir hätten nicht glücklicher sein können.”

Für die Rolle des Drogenschmuggler-Bösewichts schlug Casterin Jina Jay dem Regisseur den ebenso viel beschäftigten wie vielseitigen Mark Strong vor. Liam Cunningham und David Wilmot wiederum hatten schon mit McDonagh gearbeitet und er hatte die Rollen speziell für sie geschrieben (Cunningham beschreibt McDonaghs Schreibstil liebevoll als „poetischen Wahnsinn auf Papier”).

Der Bühnendarsteller und Synchronsprecher Rory Keenan, der ein Theaterstudium am Trinity College abgeschlossen und zuletzt in John Carneys ZONAD (2009) gespielt hatte, übernahm die Rolle des jungen und übereifrigen Polizisten Aidan McBride, der gerade von Dublin an die wilde Westküste gekommen ist, wo er ganz andere Verhältnisse als gewohnt vorfindet.

Fionnula Flanagan hatte mit einer ganzen Bandbreite von Regisseuren wie Robert Zemeckis, Ricky Gervais und Anthony Hopkins gearbeitet. Als eine der renommiertesten Schauspielerinnen Irlands war sie die Idealbesetzung für die temperamentvolle Mutter des Helden, die tapfer ihrem Tod entgegensieht.

Dominique McElligott, die unlängst Sam Rockwells Frau in dem viel gepriesenen MOON (Moon, 2009) gespielt hatte, übernahm gemeinsam mit Sarah Jones die Rolle zweier lebhafter Prostituierter aus Dublin. Der irische Top-Komiker, Schauspieler und Allround-Entertainer Pat Shortt ist in einer Szene als schillernder IRA-Waffenspezialist zu sehen.

Die slowenische Schauspielerin, Model und TV-Persönlichkeit Katarina Cas gab ihr internationales Filmdebüt. „Sie kam tatsächlich aus dem Nichts,” so McDonagh. „Und jetzt tut sie sich in ihrer Heimat schwer, die Leute davon zu überzeugen, dass sie die weibliche Hauptrolle in einem englischsprachigen Film mit Brendan Gleeson spielt!”

„John Michael McDonaghs Erfolg als Regisseur kommt nicht zuletzt von seiner Affinität für seine Besetzung. „Er ist eine starke Persönlichkeit mit starken Überzeugungen. Er denkt sehr visuell und und weiß genau, was er mit seinen Bildern erreichen will,” erklärt Chris Clark. „Daher vermag er brilliant zu kommunizieren, was eine Figur in einer spezifischen Szene tun soll und was ihre übergeordneten Eigenschaften sind. Dadurch gelingt es ihm, starke Figuren zu schaffen, wie Sie in diesem Film sehen können - und das ist ein echtes Talent.”

Produktion: Der Stab

Laut Andrew Lowe hatte McDonagh eine genauso klare Vorstellung von der Crew, mit der er arbeiten wollte: „Er machte klar, dass wir die besten Leute holen sollten, die wir kriegen konnten. Viele Erstlingsregisseure wollen mit ihren Freunden aus der Filmhochschule drehen. Aber er war clever genug, sich mit Leuten zu umgeben, die mehr über ihr Spezialgebiet wussten als der Regisseur.”

McDonagh kannte keinen der einzelnen Abteilungs-Chefs persönlich, wenngleich er mit ihrer Arbeit vertraut war. „Ich freute mich darauf, mit Larry Smith zu arbeiten. Schließlich hatte er EYES WIDE SHUT (Eyes Wide Shut, 1999) und BRONSON (Bronson, 2008) fotografiert – also sowohl einen Film mit einem großen und einem mit einem Mini-Budget. Normalerweise macht diese Art von Kameraleuten entweder das eine oder das andere – sie wechseln nicht hin und her, sobald sie selbst etabliert sind. Ich habe mich mit ihm sehr gut verstanden – er ist ja auch ein Londoner. Viele Kameramänner mögen keine Storyboards – warum, weiß ich auch nicht. Das war mein erster Film und wir mussten für alles Storyboards machen, aber Larry hatte damit kein Problem. Wir standen alles gemeinsam durch und hatten eine großartige Beziehung. Und ich finde, dass der Film toll aussieht.”

„Szenenbildner John Paul Kelly und Kostümdesignerin Eimer Ni Mhaoldomhnaigh erklärte ich, dass wir nicht den spröd-dokumentarischen ‘Kitchen-Sink Realism’ des britischen Kinos anstrebten, sondern dass alles stilisiert sein musste – die Kleidung, die Szenenbilder. Wie sieht das Zimmer eines Polizisten im Westen Irlands aus? – Das entscheiden wir. – Was zieht er an? – Das entscheiden wir. Es muss nicht realistisch aussehen. Brendan fragte uns ständig, was das Poster des Sängers Daniel O’Donnell bedeuten sollte, das in seinem Zimmer hing. Zuguterletzt ließen wir uns die Erklärung einfallen, dass es Boyles Gewissen symbolisiert! “

„Die Designer warten nur auf eine solche Gelegenheit”, so McDonagh weiter. „Vielleicht haben sie früher Filme im naturalistischen ‘Kitchen Sink’-Stil gedreht, aber sie wollen darüber hinaus gehen und bei der Farbwahl alle Möglichkeiten ausreizen. Weil sie womöglich noch nie diese Chance hatten, sind sie sofort davon begeistert. Mein Lieblingsdesign ist das blaue Verhörzimmer, wo der kleine Billy in seinen blauen Adidas-Klamotten und die zwei Typen mit Hemden in unterschiedlichen Blauschattierungen auftreten. Ich mag Katarinas Kostüme – Ich bin ein großer Fan von Nicholas Ray, der diese Art Rot häufig benutzte – und das stilisierte Zimmer im G Hotel für die Szene mit Don und Gary Lydon. Wir wussten, was wir taten. Wir planten das Ganze durch und spazierten nicht einfach in ein Hotel, um dort zu drehen.”

Kinogänger mit scharfem Blick und Kenntnis der irischen Polizei bzw. Garda mögen erkennen, dass, obwohl der Film in den isoliertesten Teilen Irlands spielt, die Besetzung deren neueste Uniformen trägt – die während der Drehzeit nicht einmal den realen Polizisten zur Verfügung standen.

Ebenso wie das Design sollte auch die Musik des Films stilisiert sein und McDonagh fand dafür eine Indie-Band aus Tucson, Arizona. „Ich nahm Calexico, weil ich keine irische Dideldei-Musik wollte; ich suchte einen Ennio Morricone-Stil. Ich hörte einige ihrer Alben und immer wieder kam ein Song oder ein Instrumentalstück, das mir total filmisch erschien. Aber wie konnte ich sie bekommen? Ich sagte mir ständig: ‘Nein, die werden das nicht machen’. Aber dann fragte ich doch und sie wollten das Drehbuch sehen. Dann sagten sie mir, wie sehr sie es mochten. Ich bat sie ‘einen auf Morricone zu machen’ und sie stimmten zu.“

Produktion: Die Dreharbeiten

„Bei der Suche nach den Drehmotiven hatten wir eine sehr eindeutige Zielsetzung,” so Ed Guiney. „Da John über einen Teil der Welt geschrieben hatte, den er unglaublich gut kennt, war alles schon im Drehbuch angelegt.” McDonagh war mit den Schauplätzen sehr vertraut, da seine Eltern aus London nach Spiddal im County Galway gezogen waren, das er mehrmals pro Jahr besucht. „Beim Schreiben hatte ich die Orte vor meinem geistigen Auge,” gibt er zu. „Manchmal findest du etwas, was an das Gesuchte annähernd heranreicht, aber manchmal bekommst du den exakten Ort.” Die Drehmotive reichten vom ausgefallenen Glamour des G Hotel in Galway, wo sich Boyle mit seinen Gespielinnen vergnügt, bis zur einsamen Schönheit der Küsten und des offenen Moorlands.

Trotz einiger der heftigsten Regenfälle in der jüngeren Vergangenheit, gelang es der Produktion, den schlimmsten Wetterkapriolen auszuweichen und die Dreharbeiten pünktlich abzuschließen. „Offenbar war es das furchtbarste Wetter der letzten 300 Jahre, aber jedes Mal, wenn wir draußen filmen mussten, hörte der Regen auf. Und wenn es wie aus Kübeln goss, waren wir drinnen. Wir sind noch einmal davon gekommen. Brendan meinte, wir hätten unsere Seelen dem Teufel verkauft!,” lacht McDonagh. „Am Hafen von Wicklow verloren wir wegen des Regens eine Nacht, aber die Behörden vor Ort planten das Ganze noch einmal neu für uns und wir konnten die Schauspieler zurückbringen.”

Mark Strong, der den Bösewicht Clive Cornell spielt, erinnert sich, wie er eine besonders dramatische Szene bei noch dramatischeren Wettbedingungen zu spielen versuchte: „Wir wurden einfach nicht fertig. Wir waren mitten in der Walachei und ich hatte nie zuvor horizontalen Regen gesehen. Sobald ich aus dem Auto stieg, war ich bis auf die Haut durchnässt. Auf dem Nachhauseweg begriff ich im Nachhinein, dass ich eine Szene gedreht hatte, während mir ein gewaltiger Atlantiksturm ins Gesicht peitschte. Das Material war unbrauchbar. Was ist mit Cornell bloß los? Ist er verrückt? Merkt er nicht, dass es regnet?” Sein Regisseur musste sich zu guter Letzt geschlagen geben: „Die letzte Stunde des Tages verloren wir wegen des Regens. Daher wurde die Szene in zwei diametral entgegengesetzten Landesteilen gedreht – Connemara und Wicklow!”

„Die Sequenz am Hafenpier war ein Teil des Films, der nicht an dem Ort gefilmt wurde, für den sie geschrieben war,” so Guiney. „Dafür brauchten wir eine enorme Menge an Feuerkraft – Elektriker, Spezialeffekte, Waffen, Stunts etc. – das war ein großes Ding. Wenn wir versucht hätten, das in Spiddal zu drehen, wäre es logistisch sehr schwierig geworden und wir hätten nicht das erreicht, was John beabsichtigt hatte.”Für diese spektakulären Szenen ging die Produktion nach Wicklow, aber selbst hier entging sie nicht dem Wetter, wie sich Guiney erinnert. „Auf dem Pier erlebten wir eine Bauchlandung. So durften wir eine Nacht abschreiben. Aber letztlich lief es außerordentlich gut. Das ist ein würdiges Finale für diesen Film, das alle unsere Absichten und Hoffnungen erfüllte.”

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