The Good German

  1. Ø 3
   2006
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Filmhandlung und Hintergrund

The Good German: Romantischer Thriller aus dem Nachkriegsberlin, in dem ein amerikanischer Kriegskorrespondent und seine ehemalige Geliebte in einen Mordfall verwickelt werden.

Kurz nach Kriegsende 1945 soll der amerikanische Militärkorrespondent Jake Geismer (George Clooney) über die Potsdamer Konferenz in Berlin berichten. Mit Fahrer Tully (Tobey Maguire) im Schlepptau sucht er aber auch nach seiner Ex-Geliebten Lena Brandt (Cate Blanchett), deren untergetauchter Mann Emil (Christian Oliver) von den Besatzungsmächten gesucht wird. Ein Mordfall bringt alle Beteiligten schnell in Lebensgefahr. Denn Colonel Muller (Beau Bridges) und andere Alliierte wollen das Verbrechen vertuschen.

In Schwarzweiß gedrehter romantischer Thriller im ausgebombten Berlin, mit dem Steven Soderbergh („Ocean’s Eleven„) Graham-Greene-Terrain betritt. Sein Lieblingsstar George Clooney gerät zwischen Schwarzmarkt, Mordmystery und Spionage in die Schusslinie.

Im Berlin der Nachkriegszeit soll der US-Kriegskorrespondent Jake Geismar über die Potsdamer Konferenz berichten. Tatsächlich will er aber Kontakt mit seiner ehemaligen Geliebten Lena Brandt aufnehmen, deren untergetauchter Ehemann von der amerikanischen und der russischen Armee gesucht wird. Schnell wird Geismar jedoch in einen Mordfall verwickelt, den die Alliierten zu vertuschen versuchen und der alle Beteiligten in Lebensgefahr bringt.

Der US-Kriegsreporter Jake Geismar kehrt nach Berlin zurück, um von der Potsdamer Konferenz zu berichten. Mit Hilfe seines zwielichtigen Chauffeurs nimmt er Kontakt zu seiner Ex-Geliebten Lena auf, deren untergetauchter Ehemann sowohl von den amerikanischen als auch den sowjetischen Militärs gesucht wird. Da wird sein Fahrer tot aus dem Wasser gefischt, und Geismar steckt mittendrin in einem rätselhaften Komplott, das alle Beteiligten krampfhaft zu vertuschen suchen.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Berlin ist überall - auch heute noch, und die Geschichte hat verblüffend moderne Parallelen. In stimmigem Schwarzweiß, lakonisch erzählt und ganz im Look und Feeling der existentialistischen, desillusionierten Noirs der 50er Jahre gehalten, erzählt Stilist Soderbergh vom Verdrängen, Vergessen, Überleben. Brillante Schärfe im stets knapp gehaltenen Dialog, eine exzellente Kameraführung, perfekte Montage und eine erfrischend altmodische Musik runden die Zeitreise ab. Berlin ist überall.

    Jurybegründung:

    Berlin ist überall - auch heute noch! Diesen Eindruck erweckt der absolut perfekt gemachte und in Schwarz-weiß gehaltene Film von Steven Soderbergh. Angesiedelt in Berlin unmittelbar nach Kriegsende, gelingt es ihm, den Kampf der Deutschen mit dem eigenen Verdrängen, Vergessen und Überleben in eindrucksvollen, aber nie überzeichneten Situationen aufzuzeigen. Deutlich tritt aber auch zutage, welches wirtschaftlich geprägte Spiel das Verhalten der Besatzungsmächte Deutschlands prägte. Deutliche Assoziationen zu heutigen Kriegsschauplätzen drängen sich regelrecht auf.

    Cate Blanchett geht in ihrer Rolle als Geliebte des amerikanischen Kriegskorrespondenten Jake Geismer (George Clooney) vor den rauen und kompromisslosen Kulissen der zerstörten Reichshauptstadt regelrecht auf. Das Duett Blanchett-Clooney versteht trefflich, in der Mischung aus gesuchter Nähe und gewollter Distanz das Lebensgefühl vieler Sieger und Besiegter im gerade beginnenden Nachkriegsdeutschland zu charakterisieren und widerzuspiegeln.

    Die perfekte Einfügung von Archivaufnahmen, hauptsächlich des in Ruinen liegenden Berlin, rundet diesen Eindruck noch perfekt ab und serviert dem Zuschauer ein stimmiges Zeitgemälde. Der Look und das Gefühl des Film Noir wird manchmal nachgerade verblüffend getroffen.

    Brillante Schärfe im stets knapp gehaltenen Dialog, ein blendender Schnitt und eine exzellente Kameraführung in Verbindung mit der dezent, aber stets wohl dosiert eingesetzten Musik lassen die Produktion wie aus einem Guss erscheinen.

    Und trotz aller eindeutigen Zweideutigkeit menschlichen Verhaltens bleibt der Nachkriegszuschauer ratlos zurück, wenn er sich die Frage stellt, was die Menschen seit 1945 aus der Geschichte gelernt haben.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Regisseur Steven Soderberghs Film spielt in den 40er Jahren, und so soll er auch aussehen. Den Schauspielern wurden ebensolche Beschränkungen auferlegt wie Kameraleuten und Set Designern. Theatralisch wirkt das Schauspiel und das zerstörte Berlin entspringt nicht etwa dem Computer, sondern aufwendigen Studiobauten.

    Die eigenen Ansprüche erfüllt “The Good German” problemlos – doch eine Frage drängt sich spätestens nach einer halben Stunde auf: Wozu dieser ganze Aufwand? Was ist die Relevanz eines Filmes, der sich zurückwendet statt sich auf die Suche nach neuen Formen zu machen? Um eines schlechten Verweises auf “Casablanca” willen? Um zu zeigen, wie gut die Filmcrew ihr Handwerk beherrscht? Das tut sie zweifellos – mehr aber auch nicht.

    Das Spiel von Cate Blanchett, George Clooney und Tobey Maguire erscheint dabei weniger geschichtsbewusst als schlicht aufgesetzt, auch die Notwendigkeit, einen Film über die 40er Jahre im Stil der 40er Jahre zu drehen, erschließt sich dem Betrachter nicht. Subversives Potential erwächst daraus jeden Falls nicht, genauso wenig wie ein neuer Blick auf die Zeit. Zu oft schon hat man hat man ähnliche Geschichten gehört, und bei aller Liebe für die Filme der 40er Jahre: das Original ist in den meisten Fällen besser als ein noch so gut gemachter Abklatsch.

    Fazit: "The Good German" ist ein Film im Stil der 40er Jahre, der trotz - oder gerade wegen - handwerklicher Perfektion nicht mehr ist als eine Fingerübung.
  • Vor „Ocean’s Thirteen“ wartet Steven Soderbergh gewohnt experimentierfreudig mit einer „Casablanca“/“Der dritte Mann“-angehauchten Hommage an den Film noir der 40er-Jahre auf.

    Bereits zum fünften Mal arbeitet er mit seinem „Ocean“-Star George Clooney, der fotogen in der Bogart-Rolle des in schwarz-weiß gefilmten Nachkriegsthriller auftritt. Die undurchsichtige Story um ein tragisches Liebesdreieck vor dem Hintergrund internationaler Intrige wurde vom „Quiz Show“-Skripter Paul Attanasio anhand von Joseph Kanons Bestseller „In den Ruinen von Berlin“ adaptiert. Der dabei angeschlagene Erzählton mutet ebenso wie der wuchtige Score von Thomas Newman gezielt genretypisch melodramatisch an. Klassisch ist auch der stillvoll schattenreiche Look, den der kameraführende Soderbergh (erneut unter dem Pseudonym Peter Andrews) mit typischen Techniken der inspirierenden Originale wie Hintergrund-Projektionen und dem Verwenden von Linsen der damaligen Ära erzielt. Entschieden von der Tradition der Klassiker weicht der Film mit der expliziten Darstellung von Sex und Gewalt ab, womit eine moderne Komponente in die strikt nostalgische Retro-Übung eingebracht wird.

    Der amerikanische Korrespondent Jake Geismar befindet sich 1945 in Berlin zur Berichterstattung über die Potsdamer Konferenz. Sein Armeefahrer Tully (ein gegen den Strich besetzter Tobey Maguire) erweist sich als sadistischer Schwarzmarkthändler, der Jake ein Schäferstündchen mit seiner ehemaligen Flamme vor Kriegsanbruch anbietet. Lenas (Cate Blanchett) Schicksal als Kriegsgeschändete und Prostituierte nimmt Jake schwer mit und er will ihr helfen, Berlin zu verlassen. Doch ein brutaler Mord, verdeckte Machenschaften der Alliierten, die die Top-Wissenschaftler des Nazi-Regimes anwerben, und die Suche nach Lenas angeblich totem Ehemann, der eine Schlüsselrolle spielt, komplizieren Jakes noble Absichten.

    Blanchett fasziniert als mysteriöse Figur, die ebenso schön wie geheimnisvoll ist, und somit Erinnerungen an die Filmikonen Marlene Dietrich und Greta Garbo wachruft. Allerdings werden die traumatischen Erlebnisse von Blanchetts Figur in diesem Neo-Noir nicht nur angedeutet, sondern schonungslos in Szene gesetzt. Ausgezeichnet zur Atmosphäre tragen die Schauwerte der eleganten Kostüme und Ausstattung bei. In Abwandlung von „Casablanca“ wird das Team Soderbergh und Clooney mit diesem „Play It Again“ nun für immer Berlin ihren Stempel aufgedrückt haben. ara.

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