The Glass House

   Kinostart: 29.11.2001
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Filmhandlung und Hintergrund

Psychothriller, in dem Jungstar Leelee Sobieski einen diabolischen Ersatzvater in die Hölle zurückschickt.

Als die Eltern von Ruby und ihrem jüngeren Bruder durch einen Autounfall aus dem Leben gerissen werden, übernehmen Erin und Terry Glass, die besten Freunde des Paares, die Vormundschaft. Doch den selbstlosen Akt der Menschlichkeit enttarnt Ruby schnell als diabolischen Plan Terrys, der, von Schulden geplagt, skrupellos an das Erbe der Kinder will.

Nach einem romantischen Abend verunglücken die Eltern von Ruby und ihrem kleinen Bruder Rhett. Daraufhin werden die zukünftigen Erben eines beträchlichen Treuhandfonds von Erin und Terry Glass in deren verglaste Designer-Villa nahe Malibu aufgenommen. Während sich Rhett von teuren Geschenken blenden lässt, zweifelt Ruby an der Lauterkeit der Motive ihrer Neo-Eltern. Spielt nur die Fantasie eines überspannten Teenagers verrückt? Oder birgt das oberflächlich transparente Glas(s)haus tatsächlich düstere Geheimnisse?

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Glass House: Psychothriller, in dem Jungstar Leelee Sobieski einen diabolischen Ersatzvater in die Hölle zurückschickt.

    Das jüngste Produkt aus der Thrillerfabrik von Produzent Neal H. Moritz („The Fast and the Furious“) konfrontiert Jungstar Leelee Sobieski mit dem Schock, dass die als Vormund eingesetzten besten Freunde ihrer verstorbenen vermögenden Eltern Geld doch mehr lieben als Kinder. Diese Erfahrung mag vor allem bei einem jugendlichen Publikum Gänsehaut erzeugen, das nun im Kino über die pädagogische Botschaft, die eigenen Eltern mehr zu schätzen, frösteln darf.

    Autor Wesley Strick, im Thriller-Genre mit „Kap der Angst“ oder „Eiskalte Leidenschaft“ längst ein Veteran, verkauft vertraute Plotmuster mit dem für Schulterschluss sorgenden Ohnmachtgefühl von Minderjährigen und einem zentralen Designsymbol, das Oberfläche mehr Tiefe geben soll. Glas, das transparente Medium, das schützt, aber auch verletzten kann, steht hier für Gefühlsarmut und Kälte zweier Erwachsener und vermittelt mit seiner Durchsichtigkeit den ironischen Kontrast zu deren verborgenen Intentionen. Glass lautet konsequenterweise auch der Familienname von Erin und Terry (Diane Lane und Stellan Skarsgard), die nach dem Unfalltod ihrer besten Freunde die Vormundschaft für deren Kinder übernommen haben. So ziehen Ruby (Leelee Sobieski) und ihr offensichtlich nur von Videospielen am Leben gehaltener jüngerer Bruder in das topmoderne, innen und außen verglaste Designerhaus ihrer Wohltäter ein, die hoch am Berg mit Pazifikblick einsam in ihrem Reichtum thronen. Der Schein trügt natürlich, denn die sympathischen Samariter erweisen sich bald als Menschen mit Fehlern und Persönlichkeitsschäden, die, von Schulden geplagt, an das Geld der Kinder wollen. Regiedebütant Daniel Sackheim wird vom Drehbuch wenig Gelegenheit gegeben, größere Zweifel zu säen, ob das Misstrauen Sobieskis gegen ihre Gönner wirklich begründet ist. So fehlt ein echtes Überraschungsmoment, wenn die Skepsis des Teens über das nicht immer väterliche Verhalten Terrys schließlich in totale Konfrontation mündet, in der es nur noch ums Überleben geht. Die Tragödie des Unfalltods und die daraus resultierende Verunsicherung gegenüber der Welt hätte als dramatisches Element, als Auslöser für Paranoia und Einbildung, noch stärker ausgespielt werden können. So aber entscheidet sich „Das Glashaus“ für geradlinigeres Thrillerkino, in dem die Figur Diane Lanes in Ansätzen selbst als Opfer erscheint, Skarsgard aber konsequent den Weg allen Bösen geht - sowohl in seinen Motiven, der graduellen Verdüsterung seines Verhaltens wie auch seiner finalen Bestrafung. Während die Ersatzeltern aus der Vorhölle bei den Kids für eine Mauer der Ablehnung sorgen werden, muss, nach dem Totalausfall des kleinen Filmbruders als Sympathieträger, Leelee Sobieski die Bürde einer Identifikationsfigur im Alleingang tragen. kob.

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