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Fakten und Hintergründe zum Film "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"

Kino.de Redaktion |

The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Matt King, gespielt von George Clooney, ist wie die Figuren aus Alexander Paynes früheren Filmen ein Mensch mit Fehlern, der in einer verrückten Welt seinen Weg zu finden versucht. Er ist weder ein Held noch ein Antiheld. Er ist nicht der Mann, der er eigentlich sein möchte, in diesem Punkt gleicht er dem missgünstigen Lehrer, den Matthew Broderick in ELECTION („Election“, 1999) spielt, Jack Nicholsons Rentner in ABOUT SCHMIDT („About Schmidt“, 2002), für den das Glas immer halbleer ist, und dem verwirrten, durchs kalifornische Napa Valley fahrenden Weintouristen, den Paul Giamatti in SIDEWAYS („Sideways“, 2004) darstellt. Seine gewieften und gewitzten Töchter vertrauen ihm nicht, seine ins Koma gefallene Frau hat ihn betrogen und seine Cousins, die pleite sind, sehen in ihm und dem Land, das er treuhänderisch verwaltet, ein Sparschwein. Um das Ganze noch schlimmer zu machen, ist Matt King von einer üppigen, fruchtbaren und verblüffend schönen Landschaft umgeben, die so gar nicht zu seinem Gefühlschaos zu passen scheint. All das löst in Matt ein Gefühlschaos aus, das zu manchmal peinlichen und absurden, manchmal aber auch nur zu komischen Situationen führt. Letztendlich ändert sich Matts Sicht auf die Liebe und das Leben und dies bringt ihn dazu, neu zu definieren, was es heißt, ein Vater und ein Mann zu sein.

Alexander Payne fühlte sich schon immer von diesen merkwürdigen Situationen im Alltag angezogen, die man im gleichen Atemzug als komisch, niederschmetternd und aufschlussreich erleben kann. Als er „The Descendants“ („Mit deinen Augen“), den gefeierten Debütroman von Kaui Hart Hemmings, las, zogen ihn die starken Kontraste des Buchs sofort an. Es ist das Porträt eines Mannes, der sich mit einigen der schlimmsten Nachrichten, schwierigsten Menschen und problematischsten Entscheidungen seines Lebens auseinandersetzen muss.

„Der Roman sprach mich an, weil er eine sehr emotionale Geschichte an einem exotischen Schauplatz entfaltet“, erklärt Alexander Payne. „Man hätte diese Geschichte vielleicht auch an einem anderen Ort erzählen können, aber genau dieser ungewöhnliche Schauplatz in Hawaii mit seiner Oberschicht von Grundbesitzern machte für mich den Reiz dieses Buchs aus. Diese sozialen Strukturen sind typisch für Hawaii, gleichzeitig aber auch von allgemeiner Gültigkeit.“

„Vom Standpunkt des Filmemachers aus betrachtet, war dieser Schauplatz für mich sehr interessant“, setzt Payne seine Ausführungen fort. „Denn Honolulu habe ich auf der Leinwand noch nicht gesehen. Filme führen uns nach New York, Chicago, Los Angeles, Miami oder Seattle, nicht aber nach Hawaii. Das Leben und die sozialen Strukturen sind unverwechselbar auf den Inseln und das hat mich fasziniert. Ich liebe Filme, die ein ausgeprägtes Gefühl für den Schauplatz vermitteln. Ich habe mit dem Filmemachen in Omaha begonnen, drehte dann in Santa Barbara und bin jetzt auf Hawaii gelandet.“

Kaui Hart Hemmings verflocht in ihrem Roman die hawaiianische Kultur mit der Geschichte eines verunsicherten und bestürzten Mannes, der auf seine Erlösung hofft. Das gelang ihr so gut, weil sie als Stieftochter von Fred Hemmings Jr, eines bekannten Surfchampions und Lokalpolitikers, selbst nicht gerade in einer konventionellen hawaiianischen Familie aufwuchs. Als sie ihre ersten Kurzgeschichten zu schreiben begann, verschmolz sie darin bestimmte Themen, erzählte von Familie, Heimat, von Geschichte und Erbe. Der Roman „The Descendants“ („Mit deinen Augen“) nahm seinen Anfang mit einer Kurzgeschichte, die unter dem Titel „The Minor Wars“ veröffentlicht wurde. Ursprünglich gehörte die Erzählerstimme der jüngsten Tochter Scottie, dann aber entschied sich Hemmings für einen kreativen Sprung, der für eine junge Autorin sehr gewagt war: Sie übernahm einen männlichen Blickwinkel und erzählte die Geschichte aus der Perspektive von Matt King, einem Mann mittleren Alters.

Das änderte alles. Die Kurzgeschichte und schließlich auch der Roman drehten sich nun nicht mehr nur um einen Familienclan aus eingefleischten Individualisten, die nur ihren Weg gingen, sondern auch um einen Vater, der lernte, an seiner Familie festzuhalten. „Sobald ich Matt zum Erzähler gemacht hatte, fand die Geschichte ihren Rhythmus“, erinnert sich Hemmings. „Für ihn steht so viel auf dem Spiel, sein Einsatz ist am höchsten.“

Dieser Einsatz verleiht dem englischen Originaltitel des Romans eine doppelte Bedeutung, bezieht er sich doch nicht nur auf Kings komischen Abstieg, sondern auch auf seine Entdeckung, was es wirklich heißt, ein Nachkomme hawaiianischer Vorfahren zu sein und darauf, was seine eigenen Nachkommen ihm bedeuten. Hemmings erschuf diese Figur, um mit ihr auf eine markante Untergruppe der hawaiianischen Bevölkerung verweisen zu können. Auf eine Generation, die ihre Wurzeln auf die Misch-Ehen zwischen Mitgliedern des hawaiianischen Königshauses und weißen Missionaren und Grundbesitzern und ihren Reichtum auf die Ausbeutung durch das koloniale Plantagensystem auf Hawaii zurückführen kann. Matt King selbst erklärt in der Geschichte, dass seine Ur-Urgroßmutter Prinzessin Margaret Ke’alohilani eine der letzten direkten Nachkommen von König Kamehameha war. Sie verliebte sich in „ihren“ Bankier Edward King, einen haole (hawaiianisch für weiß oder fremd). Daraus entwickelte sich schließlich über Generationen Matts Leben als Anwalt in Honolulu, der mit den Inseln, ihrer Kultur und Geschichte tief verwurzelt ist. Wie viele Hawaiianer ist er ein hapa-haole, ein Mischling aus Einheimischen und Weißen, der nie wirklich mit seiner kulturellen Identität klargekommen ist.

Durch diesen Aspekt wurde Hemmings Roman noch vielschichtiger. Denn so macht sich Matt nicht nur Gedanken, was seine Frau hinter seinem Rücken getan hat oder wie er seine Töchter allein großziehen soll, sondern auch darüber, wie sein Leben vielleicht von seinen hawaiianischen Vorfahren oder seinen eigenen Nachkommen gesehen und beurteilt werden könnte. Als das Buch 2009 veröffentlicht wurde, wurde es von der Kritik auf Anhieb gefeiert. Das ehrwürdige Wochenmagazin The New Yorker schwärmte davon, wie „virtuos Hemmings die Stimme ihres verwirrten Helden mittleren Alters fand und steuerte, wenn er zwischen Verbitterung und Sentimentalität schwankte und sich auf dem Weg nach Erlösung sogar über sich selbst lustig machte.“

Als Hemming hörte, dass Alexander Payne Interesse daran zeigte, ihren Roman zu adaptieren, konnte sie es kaum glauben. „Ich bin vor Aufregung fast gestorben“, erinnert sie sich mit einem Lachen. „Was soll ich sagen, er ist mein Lieblingsregisseur, ich liebe die Filme, die er dreht.“

Nachdem sie für die Adaption von Kaui Hart Hemmings’ Roman mit vielen Drehbuchautoren gesprochen hatten, entschieden sich die Produzenten der Produktionsgesellschaft Ad Hominem Enterprises für das Autorenduo Nat Faxon und Jim Rash. Faxon und Rash, wunderbare Schauspieler, die zum festen Inventar des Groundling Theater gehören, hatten mit THE WAY BACK ein vielbewundertes Drehbuch geschrieben. Dieses Skript deutete bereits an, dass sie mit wechselnden Erzähltönen zwischen Humor und Pathos umgehen konnten. Und das war die Voraussetzung für die Adaption von „The Descendants“.

Jeder, der ihre elegante Adaption gelesen hatte, bewundert sie. Als sich aber Alexander Payne entschloss, bei diesem Projekt Regie zu führen, entschloss er sich, selbst das Drehbuch zu verfassen. Denn das war für ihn der beste Weg, einen persönlichen Zugang zu dem Stoff zu finden.

In seiner Fassung fokussierte sich Payne auf zwei Reisen, die sich nahtlos ineinanderfügten – auf die Reise der King-Familie nach Kauai, wo sie sich auf die Suche nach Elizabeth Kings ahnungslosem Liebhaber begeben, und auf die Wallfahrt verschiedener Freunde und Verwandter ans Krankenbett von Elizabeth. Die im Koma liegende Elizabeth fungiert dort quasi als Auslöser großer Beichten, es kommen Geheimnisse und unterdrückte Gefühle an die Oberfläche, die sonst vielleicht nie enthüllt und gezeigt worden wären.

„Zu den vielen Dingen, die wir auf Hawaii gelernt haben, gehört auch die Tatsache, dass die Menschen ihre Wurzeln hier besser kennen, als an anderen Orten“, erklärt Produzent Jim Burke. „Jeder weiß hier genau, wann seine Familie zum ersten Mal den Fuß auf hawaiianischen Boden setzte, manchmal reichen die Wurzeln bis zu sechs oder sieben Generationen zurück. Deshalb fühlen sie sich diesem Ort sehr eng verbunden. Das alles haben wir aus unseren Begegnungen mit echten Nachfahren dieser Urankömmlinge erfahren, viele von ihnen haben Land auf die gleiche Weise geerbt wie Matt.“

Kaui Hart Hemmings war von der Adaption ihres Romans beeindruckt: „Ich machte mir über Alexanders kleine Änderungen keine Gedanken, denn den Ton meines Buchs hat er exakt getroffen, und genau das war mir wichtig. Er verstand genau, dass die Geschichte gleichzeitig komisch und traurig war. Mir gefiel es auch sehr, dass er so viel Zeit investierte, Hawaii wirklich kennenzulernen.“

Von Beginn an hielten es Payne und sein Produktionsteam für unverzichtbar, sich weit von den Wegen zu entfernen, die Touristen üblicherweise einschlagen und das authentische Hawaii kennenzulernen, wie es nur die Einheimischen zu Gesicht bekommen. Als sie das schließlich taten, entwickelten sie ein feineres Verständnis dafür, welche Bedeutung der Begriff „Nachkomme“ auf einer Insel hat, auf der Vorfahren schon immer ein wichtiges Bindeglied in die Gegenwartsgeschichte waren. Mit diesem Verständnis fiel es dann auch leicht, Matts Entwicklung in den Fokus zu rücken. Matt King erkennt, dass er die emotionale Verbindung zu sich selbst, seinen Wurzeln, zum Land seiner Vorfahren, seiner Vergangenheit aber auch zu seiner Zukunft verloren hat.

Hemmings verschaffte Payne auch einfühlsam Einblicke in die faszinierende Mischung aus amerikanischer und hawaiianischer Kultur, die das Leben auf den Inseln so durchdringt und inspiriert – von der Politik über die Traditionen bis hin zu Beziehungen. „Als wir für den Film auf die Inseln kamen“, erinnert sich Produzent Burke, „wurde Hemmings zu einem sehr wichtigen Ansprechpartner für alle Fragen, denn das ist ihre Heimat, sie kennt diese Menschen. Sie stellte sicher, dass alles authentisch war. Gleichzeitig konnte Alexander jede seiner Ideen Kaui vorlegen, um sich zu versichern, dass sie zu diesen Figuren auch passten. Wir wollten ihre Geschichte unbedingt schützen, schließlich glaubten wir an sie.“

„Wie Alexander Geschichten erzählt, ist absolut einzigartig“, fährt Burke fort, der zusammen mit Jim Taylor bereits den fünften Film Paynes produziert. „Man muss nicht darauf aufmerksam gemacht werden, dass man gerade einen Film von Alexander Payne sieht. Trotzdem aber unterscheidet sich jeder seiner Filme voneinander. Meiner Ansicht nach entfernt sich THE DESCENDANTS am weitesten von seinen bisherigen Arbeiten. Klar, erzählt wird eine großartige Geschichte mit großartigen Charakteren. Was aber diesen Film von seinen anderen unterscheidet, ist der große Interpretationsspielraum, den er lässt. Keine der Figuren macht oder sagt das absolut Richtige oder Falsche. Diesen Film wird nicht jeder Zuschauer auf die gleiche Weise betrachten und beurteilen. Dieser Film erlaubt es dem Zuschauer, sich auf seine ganz individuelle Art einzubringen und Zugang zu der Geschichte zu finden.“

Produktion: Die Besetzung

Als Kaui Hart Hemmings die Figur von Matt King entwickelte, den verstörten Ehemann, unerfahrenen Vater und hawaiianischen Großgrundbesitzer wider Willen, wagte sie bereits davon zu träumen, wer King denn wohl auf der großen Leinwand spielen würde. Schon damals dachte sie an George Clooney, den Oscar®-gekrönten Schauspieler und Regisseur, der für Darstellungen bekannt ist, die oft witzig mit dunklen Untertönen, gleichermaßen aber auch fühlbar menschlich sind.

Clooney gehört zu den ganz großen Stars des Gegenwartskinos, doch mit seiner Rolle als Ehemann und Vater in THE DESCENDANTS bot sich ihm die Chance, einmal etwas anderes als seine gewohnten Figuren zu spielen. Dazu gehören der Sträfling, der sich in O BROTHER, WHERE ART THOU? („O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee“, 2000), der versponnenen musikalischen Komödie der Coen-Brüder, bei jedem einschmeicheln konnte. Außerdem der Profidieb in OCEAN’S ELEVEN („Ocean’s Eleven“, 2001) und den beiden Fortsetzungen, der CIA-Agent in Stephen Gaghans Drama SYRIANA („Syriana“, 2005), eine Rolle, die ihm als „Bester Nebendarsteller“ einen Oscar® einbrachte. Weitere Nominierungen für den wichtigsten Filmpreis erhielt er für seine Haupt- und Titelrolle in Tony Gilroys Thriller MICHAEL CLAYTON („Michael Clayton“, 2007), in dem er für seine Anwaltsfirma die schmutzigen Arbeiten erledigte, sowie für seinen Workaholic in Jason Reitmans Hit UP IN THE AIR („Up in the Air“, 2009), der Flugmeilen sammelte, während er für Firmen deren Angestellte feuerte. Darüber hinaus etablierte er sich auch als Autor und Regisseur, wurde als Regisseur und Drehbuchautor für GOOD NIGHT, AND GOOD LUCK („Good Night, And Good Luck“, 2005) jeweils für den Oscar® vorgeschlagen. Auch bei seiner aktuellen Regiearbeit, dem Politdrama THE IDES OF MARCH („The Ides of March - Tage des Verrats“), das am 22. Dezember dieses Jahres in die deutschen Kinos kommen soll, schrieb er am Drehbuch mit.

Alexander Payne und George Clooney arbeiteten bei THE DESCENDANTS erstmals zusammen - und das erwies sich als faszinierende und passende Paarung, wie Koproduzent George Parra ausführt: „Sie sind beide unglaublich talentiert und werden nach diesem Film, da bin ich sicher, für immer Freunde bleiben. Sie kamen von Beginn an blendend miteinander aus. Alexander ist der ultimative Profi, ist sehr ernst, höflich und manchmal auch witzig. Grundsätzlich aber ist er bei der Arbeit sehr ernst. George dagegen ist der ultimative Spaßvogel, der für jeden Unsinn zu haben ist. Er liebt es zu lachen und ist einfach urkomisch. Im Aufeinandertreffen dieser beiden Persönlichkeiten entwickelte sich am Set eine tolle Energie. Beide ließen der Kreativität großen Spielraum und den Film sich einfach entwickeln.“

Sobald Clooney für die Hauptrolle besetzt war, musste um ihn als Mittelpunkt der Rest der King-Familie aufgebaut werden – und das war für die Filmemacher eine Herausforderung. Payne ließ schnell eine Reihe von Kandidaten vorsprechen, um diese schwierige Chemie in einer Familie zu finden, die sich nahezu gleichwertig aus Liebe, Zorn, Miss- und Unverständnis entwickelt. Dabei arbeitete er eng mit Besetzungschef John Jackson zusammen, der seit Paynes Regiedebüt CITIZEN RUTH („Citizen Ruth - Baby Business“, 1996) zum Stammpersonal seiner Filme gehört.

Für den Regisseur ist das Vorsprechen ein wichtiger Bestandteil des kreativen Prozesses: „Wir haben für jede Rolle unzählige Schauspieler vorsprechen lassen, selbst wenn diese Rolle nur eine Dialogzeile beinhaltete. Ich finde das Vorsprechen gut, ich mag es, wenn Schauspieler hereinkommen und Text vortragen.“

Ganz besonders wichtig war es, zwei junge Darstellerinen zu finden, die sich in den Rollen von Alexandra und Scottie, als seine eigensinnigen und trotzigen Töchter also, gegenüber Clooney behaupten würden können. Die Mädchen nehmen es Matt übel, das er bis jetzt nie ein engagierter und involvierter Vater gewesen ist. Als Alexandra, den temperamentvollen Freigeist, der sich Sorgen macht, vielleicht der Mutter, auf die sie böse ist, zu ähnlich zu werden, besetzte Payne schließlich Shailene Woodley, die vor allem amerikanischen Zuschauern aus der bald auch in Deutschland ausgestrahlten Serie „The Secret Life of the American Teenager“ („The Secret Life of the American Teenager“) bestens bekannt ist.

In ihrer ersten großen Filmrolle überzeugte Woodley ihren Regisseur auf Anhieb davon, dass sie bereit für die emotionalen Herausforderungen und Beanspruchungen einer Rolle war, in der sie sich von einer Internatsschülerin, einem klassischen 'Bad Girl', zu einer jungen Frau entwickelt, die versuchte, ihre zerrüttete Familie wieder zueinander zu führen. „Beim Vorsprechen war sie die Beste, und bei den anderen besetzten Darstellern war das genauso“, erzählt Payne. „So einfach war das.“

Woodley war natürlich begeistert, denn schon zum Zeitpunkt ihres Vorsprechens hatte sie sich in die Geschichte verliebt. „Es ist eine herzzerreißende Geschichte über das Erwachsenwerden und eine Geschichte über die Weiterentwicklung von Menschen“, erklärt die junge Schauspielerin. „Ich liebe es, wie jede Figur in dieser Geschichte wächst – in ihrer Fähigkeit zu lieben, in ihrer Reife, in der Fähigkeit, die eigene Individualität und sich selbst als Teil einer Familie zu erkennen.“

Bei ihrer Rolle gefiel Woodley die Vorstellung, Alexandra von einer wilden, ständig reizbaren Rebellin zu einer jungen Frau reifen lassen zu können, die bereit ist, für die Menschen, die sie liebt, zu kämpfen. „Zu Beginn ist sie ein Teenager, der sich als Opfer fühlt“, erklärt Woodley. „Sie empfindet ihr Leben als schrecklich, und die Gründe dafür sucht sie bei ihren Eltern, weil sie dieses oder jenes taten. Im Verlauf der Handlung aber beginnt sie zu erkennen, dass sie selbst und nicht ihre Eltern für ihr Glück verantwortlich ist. Es macht Spaß, sie bei diesem Reifungsprozess zu beobachten. Sie war schon immer ein wenig manipulativ, aber jetzt versucht sie mit allen Mitteln ihrem Vater im Kampf gegen seine eigenen Dämonen zu helfen.“

Woodley glaubt, dass viele Kids aufgrund eigener Erfahrungen Alexandras Beziehung zu Matt nachempfinden können: „Ich glaube, sie liebt ihren Vater wirklich, aber irgendwie ist er für sie in dieser Beziehung das Kind, während sie immer das Gefühl hatte, ihm gegenüber die Elternrolle übernehmen zu müssen. Sie kann ihren Vater erst spät wirklich auch einen Vater sein lassen und ihm seine Rechte und seine Rolle zugestehen.“

Eine weitere große Herausforderung war es für Woodley, die vielen Schattierungen der gemischten Gefühle gegenüber ihrer Mutter herauszuarbeiten - ein Trommelfeuer aus Emotionen, gleichzeitig ungläubig, zornig, besorgt, traurig und völlig ausgeflippt. Dabei musste Woodley nicht nur emotional tief eintauchen, wenn dieser Gefühlssturm in einer entscheidenden Szene ausbricht. Dann nämlich, wenn ihr Vater ihr erzählt, dass sich ihre Mutter nie mehr erholen wird, während Alexandra gerade im Familienpool badet.

„Sie tritt Wasser im Pool und hat keine Ahnung, wie sie auf diese schlimmen Nachrichten reagieren soll“, erklärt Woodley. „Sie hat das Gefühl, in der Falle zu sitzen, und taucht deshalb unter die Oberfläche ab. Nur hier kann sie lauthals schreien und sich nicht verletzlich fühlen. Es war emotional eine so große Befreiung, unterzutauchen, loszuschreien und hysterisch zu weinen. Es zerriss mir das Herz, das zu tun, gab mir aber auch große Stärke.“

Als Alexandra später ihre früher extrem lebenslustige und dynamische Mutter im Krankenhaus liegen sieht und sie auf nichts mehr reagiert, brechen ihre unverstellten Gefühle aus ihr heraus. „In dieser Szene hasst ein Teil von Alexandra ihre Mutter, während der andere nur von ihrer Mutter gehalten werden und stundenlang in ihren Armen weinen möchte. „Das ist alles sehr emotional“, erklärt Woodley. „Ich glaube, das kleine Mädchen, das noch in Alexandra steckt, sehnt sich nur nach der Mutter, die es sich immer wünschte, aber nie hatte. Aber die junge Frau in Alexandra beginnt zu akzeptieren, dass sich dieser Wunsch niemals erfüllen wird.“

Woodley ist Regisseur Alexander Payne sehr dankbar, weil er ihr Vertrauen und Unterstützung entgegenbrachte, damit sie dieses holprige Terrain, diese Verschmelzung von unvorstellbaren Situationen und intensiven echten Gefühlen, auch bewältigen konnte, erzählt der Jungstar selbst: „Alexander gehört zu den wenigen ganz wichtigen Menschen in meinem Leben. Er hat ein großes Herz, und ich habe viel von ihm gelernt – als Regisseur und als Mensch. Wenn er von etwas begeistert ist, unterdrückt er diese Gefühle nicht. Er springt buchstäblich in die Luft und herum, spricht in seiner flippig-merkwürdigen Stimmlage und umarmt die Leute. Wenn man in seiner Nähe ist, muss man einfach vom Leben begeistert sein. Er besitzt große Energie und zeigt sie anderen auch. Als Regisseur hat er mir dabei geholfen, Dinge über mich selbst zu erfahren, von denen ich gar nicht ahnte, dass ich sie in mir habe.“

Paynes oberste Maxime, so erinnert sich Woodley, war Natürlichkeit. „Es konnte sein, dass er sagte, Shai, ich glaube nicht, dass das wirklich natürlich ist, im wahren Leben würdest Du das nie tun.’ Und so schafft er es, das Beste aus den Menschen herauszuholen.“

Dieser realistisch-naturalistische Ansatz erwies sich für Woodley leichter umzusetzen als erwartet, als sie ihre Rolle an der Seite von George Clooney zu spielen begann. Denn Clooney ließ es von Beginn an nicht zu, dass jemand von ihm eingeschüchtert werden könnte. „Er war einfach völlig normal“, erklärt die junge Darstellerin. „Er ist so eine Art Spaßvogel, macht immer irgendetwas Albernes und sorgt damit für eine entspannte Stimmung am Set. Ich habe es als Privileg empfunden, ihn kennen zu lernen, mit ihm arbeiten zu können.“

Obwohl Matt King versucht, seinen Kindern wieder näherzukommen, bleibt seine jüngste Tochter Scottie für ihn völlig rätselhaft. Sie wirkt auf ihn fast wie ein außerirdisches Wesen, bei dem es zweifelhaft ist, ob Kommunikation mit ihm überhaupt möglich ist. Um eine junge Darstellerin zu finden, die die komödiantischen, aber auch emotionalen Anforderungen dieser Rolle einer kindlichen Exzentrikerin erfüllen konnte, ließ Payne mehr als 300 Mädchen aus dem ganzen Land vorsprechen – und hatte bis kurz vor Drehbeginn trotzdem keine passende Darstellerin gefunden.

Dann aber machte er Bekanntschaft mit Amara Miller, einer vielversprechenden Newcomerin aus dem kalifornischen Küstenstädtchen Pacific Grove. Er erinnert sich, wie er eine E-Mail mit einer Videodatei von ihrem Vorsprechen erhielt und „nach nur einer Minute Laufzeit sagte ‚Wir haben sie gefunden’. Ich musste sie persönlich gar nicht sehen, wusste einfach, dass sie die Richtige war und das auch beweisen würde. Und, wie das so häufig im Leben ist, trat das genau auch ein, wenn auch völlig anders, als ich es erwartet hatte.“

„Amara erschien auf dem Set wie ein alter Profi“, fügt Produzent Jim Burke hinzu. „Sie ist ein Naturtalent, hatte zwar überhaupt keine Filmerfahrung, war aber einfach erstaunlich.“

Obwohl sie als Darstellerin noch völlig unerfahren war (abgesehen von einer dialogfreien Rolle in einer Theateraufführung in der Grundschule), schien Miller ein instinktives Gefühl für Scotties Schrulligkeit und Scotties Rolle bei diesem Familienabenteuer zu haben, die von absoluter Ahnungslosigkeit geprägt ist. „Scottie weiß als Einzige nicht, was in ihrer Familie vor sich geht“, erklärt Amara Miller. „Sie hat keine Ahnung, dass ihre Mutter im Sterben liegt und eine Affäre mit einem anderen Mann hatte. Sie hält es für eine Urlaubsreise, als sie sich nach Kauai aufmachen, um diesen Mann zu finden. Sie ist einfach sie selbst, macht was sie will, unabhängig von all diesen Ereignissen.“

Da sie von ihrer Familie kaum Führung vermittelt bekam, hat Scottie eine große Unabhängigkeit entwickelt, sodass man sie fast schon als wild und ungezähmt bezeichnen kann. „Sie macht einfach Ärger“, erklärt Miller lachend. „Sie gehört zu diesen jungen Mädchen, denen es völlig egal ist, ob sie in Schwierigkeiten geraten. Selbst wenn sie es tut, wird sie weiter wild bleiben und Dinge tun, die ihr Spaß machen. Sie ist frech und holt sich einfach, was sie braucht.“

Dazu gehört vielleicht auch, dass ihr jemand Zeit und Aufmerksamkeit schenkt. Um genau das zu bekommen, wird sie alles tun – und das führt schließlich zu einigen von Millers faszinierendsten Szenen. „Ich darf George Clooney den Stinkefinger zeigen“, erklärt Miller lachend. „Und er hat den Fassungslosen gemimt. Sein Gesichtsausdruck dabei war einfach urkomisch.“

Für Payne war die Zusammenarbeit mit Miller, bei der er erstmals ein Kind in einer größeren Rolle inszenieren durfte, nicht anders als mit ihren erwachsenen Kollegen und Kolleginnen: „Großartig an der Zusammenarbeit mit Amara war, dass ich sie nicht als kleines Mädchen behandeln musste. Ich wusste einfach, dass sie sich als Schauspielerin ganz instinktiv verhalten würde. Ich brauchte bloß zu sagen, ‚Nicht so, mach’ es lieber auf diese Art’ oder auch ‚Lass’ zwischen diesen beiden Dialogzeilen einfach eine kleine Pause’. Wenn man mit anderen Menschen umgeht, und das trifft besonders auch auf Schauspieler zu, erzählt man ihnen die Wahrheit“, fasst Alexander Payne zusammen. „Und das konnte ich mit Amara tun.“

Produktion: Die Nebendarsteller

Wenn Matt King versucht, seinen Töchtern Alexandra und Scottie wieder ein Vater zu sein, ist er von Freunden, Feinden und Verwandten umgeben, die ihn immer wieder vom Kurs abbringen. Auf ihrer Reise in Richtung Wiederversöhnung begegnen die drei Mitglieder der King-Familie verschiedensten Persönlichkeiten. Deren Darsteller, ausgewählt von Alexander Payne, komplettieren das Ensemble versierter Schauspieler.

„Die richtigen Darsteller für diesen Film zu finden, war für John Jackson und mich eine neue und sehr interessante Herausforderung“, gibt Payne zu. „Es ging ja nicht nur darum, eine glaubwürdige Kernfamilie zusammenzubringen, sondern auch einen erweiterten Kreis aus Verwandten und Freunden, die sich im Hinblick auf ihre soziale und ethnologische Herkunft nicht sehr unterscheiden.“

Für die Rolle von Brian Speer, den mysteriösen Immobilienmakler, der als Katalysator in der Geschichte fungiert und dem Matt King einen Großteil des Films hinterherjagt, wählte Payne Matthew Lillard aus, den großgewachsenen und vielseitigen Schauspieler, der wohl am besten für seine witzigen Darstellungen in der Hitkomödie SCOOBY-DOO („Scooby-Doo“, 2002) und deren Fortsetzung bekannt ist.

Als Lillard für diese Rolle vorsprach, war er überzeugt davon, als absoluter Außenseiter ins Rennen zu gehen: „Beim Casting sah ich fünf Typen, die großartig aussahen und auf ihr Vorsprechen warteten. Alle hatten das, was einen typischen Filmstar aus Kalifornien ausmacht: ausgeprägtes Kinn sowie eine starke Brust- und Armmuskulatur. Ich dachte nur, ‚Absolut aussichtslos. Dass ich den Liebhaber von George Clooneys Frau spielen dürfte, diese Chance war wirklich gering.“

Trotzdem gab Lillard sein Bestes und war schon zufrieden damit, dass Payne ihn für sein Vorsprechen gelobt hatte. Doch vier Monate später war er völlig verblüfft, als ihn Alexander Payne anrief und ihm mitteilte ‚Ich möchte, dass Sie bei unserem Film mitmachen.’ Payne erinnert sich, das Lillards zügiges Vorsprechen ausschlaggebend für seine Entscheidung war: „Ich mag es, wenn Schauspieler bei ihrem Job schnell sind. Später riet ich ihm, in Zukunft öfter vorzusprechen, während seine Kinder draußen im Auto blieben“, erzählt Payne.

Die Chance, die sich dem Schauspieler damit bot, betrachtet Lillard als einmalig: „Jeder Schauspieler sucht im Laufe seiner Karriere nach dieser Möglichkeit, an einer Erfahrung teilhaben zu können, die so etwas Besonderes ist. Ich glaube nicht, dass man bei dieser Rolle normalerweise auf mich gekommen wäre. Ich komme ja eher für unkonventionelle Rollen in Frage, aber genau das macht Alexander eben zu einem so großartigen Regisseur. Er trifft Entscheidungen, die seine Filme zu etwas Besonderem machen.“

„Er ist ein Mann der Tat“, beschreibt Lillard die Rolle des Brian, der völlig ahnungslos zum Erzfeind, vielleicht aber auch zum Erlöser von Matt King wird. „Er ist ein richtiger Familienmensch, der seine Frau und Kinder liebt, aber einen schweren Fehler begeht. Ursprünglich sah er in Matts Frau nur eine finanzielle Gelegenheit, dann aber ließ er sich zu schnell und emotional zu tief auf diese Beziehung ein und steckte plötzlich mitten in dieser unfassbaren Lage. Witzig daran ist, dass George Clooney Jagd auf meine Figur macht und sich während dieser Reise verändert. Und dann wird Brian für ihn zu einer Art Orakel, das ihn zurück zu seiner Familie schickt, um einen Lösungsweg zu finden.“

Auch Judy Greer, die zuletzt in der TV-Serie „Mad Love“ zu sehen war, kennt man vornehmlich aus komödiantischen Rollen. Sie wurde als Brian Speers betrogene Ehefrau besetzt, als scheinbar sanftmütige Julie, der Matt King an einem herrlichen Strand auf Kauai erstmals begegnet. Greer gefiel, wie überraschend und ganz und gar nicht erwartungsgemäß sich ihre Figur verhielt und sie viel mehr war als eine Rolle, die sich nur komödiantisch ausschlachten ließ: „Sie ist eine sehr moderne Mutter“, beschreibt Greer Julie Speer. „Sehr bodenständig, sensibel und immer bemüht, ihre Familie zusammenzuhalten, was immer auch passiert. Mir gefällt, dass Alexander einen eigentlich sehr ruhigen und vernünftigen Menschen mit dieser Situation konfrontierte.“

Als dann diese Situation trotzdem explosiv und chaotisch wird, ist Julie und nicht Brian plötzlich Mittelpunkt einer turbulenten Szene. Als sie ins Krankenhaus geht, um irgendwie Frieden mit Matts ins Koma gefallener Frau schließen zu können, explodiert sie mit einer Schimpftirade am Krankenbett. Ein schockierendes Verhalten, dessen Beweggründe Greer aber nachempfinden konnte: „Meines Erachtens ist Julie verwirrt und auch besorgt und besucht deshalb Elizabeth. Vielleicht will sie diese andere Frau nur einmal sehen. Wenn man herausfindet, dass man vom eigenen Ehemann betrogen wird, wird man von verschiedenen Gefühlen überwältigt, von Eifersucht, Minderwertigkeitsgefühlen, von Zorn und Traurigkeit. Vielleicht will sie nur einen Blick auf diese Frau werfen, die alles zerstörte, was sie zu haben geglaubt hatte. Julie hat auch großes Mitgefühl für Matts Situation. Das Schöne an dieser Szene und der Art und Weise, wie sie vom Drehbuch entwickelt wird, ist, dass sie all diese Dinge gleichzeitig vermittelt. Julie wird von dem überwältigt, was sie wirklich fühlt.“

Auch Matts Schwiegervater Scott Thorson wird von verwirrenden Emotionen beherrscht. Diese Rolle übernimmt Film- und TV-Veteran Robert Forster, bekannt aus Leinwanderfolgen wie JACKIE BROWN („Jackie Brown“, 1997) und MULHOLLAND DRIVE („Mulholland Drive“, 2001). Scott Thorson, ein pensionierter Soldat mit dem barsch-mürrischen Temperament eines alten Drill-Sergeants, muss sich bereits mit der Alzheimer-Erkrankung seiner Frau auseinandersetzen, als er erfährt, dass seine Tochter mit dem Tod ringt. Seine ganze Frustration leitet er dann an Matt ab, dem er für alles die Schuld gibt.

„Für Scott ist sein Schwiegersohn eine schwere Enttäuschung“, erklärt Forster. „Seiner Ansicht nach konnte Matt seiner Tochter nie das Wasser reichen, sie hatte einfach zu viel Power und Elan für diesen Mann. Matt hat viel Geld, aber keine große Antriebskraft. Aus diesem Grund konnte er Scotts Erwartungen, was einen richtigen Mann ausmacht, nie erfüllen. Sein ganzes Leben lang hat Scott Männer herumkommandiert, doch Matt hat seinen Anforderungen nie genügt.“

Auch in Matts Großfamilie läuft alles nicht unbedingt glatter, ganz besonders, als er sich gegen einen vereinbarten Deal zu sperren beginnt, den extrem wertvollen Landbesitz der Familie an einen Mann aus Hawaii zu verkaufen, der Golfplätze und Golf-Resorts baut. Durch diesen Widerstand gerät er in Konflikt mit seinem locker-lässigen Cousin Hugh, der vom zweifachen Golden-Globe®-Gewinner Beau Bridges dargestellt wird. Es gab mehrere Gründe, die Bridges an diesem Drehbuch besonders anziehend fand: „Zwei davon sind Alexander Payne und George Clooney“, bemerkt Bridges. „Diese beiden gehören auf ihrem Gebiet zu den Besten. Ich dachte einfach, das könnte eine ziemlich interessante Zusammenarbeit werden.“

Ein weiterer Anreiz für Bridges waren seine persönlichen Bindungen zu Hawaii – die Inseln sind wie eine zweite Heimat für ihn. Seit seiner Kindheit war er immer wieder hier und auch sein Studium absolvierte er hier, an der University of Hawaii. „An diesem Ort kann man zusehen, wie sich das Leben entwickelt“, schwärmt der Charakterdarsteller von den Inseln. „Einiges, was das einfache, normale Leben ausmacht, kann man auf Hawaii noch finden, während man woanders vergeblich danach sucht.“

Hughs Persönlichkeit spiegelt eine Lebensart, die Matt plötzlich zu hinterfragen beginnt: „Hugh ist ein interessanter Typ“, gibt Bridges zu bedenken. „Wie Matt ist er Nachfahre von weißen Missionaren und echten Hawaiianern, aber das von ihnen ererbte Land will er jetzt verkaufen. Diese Absichten rechtfertigt er mit seiner Begründung, dass das Land schließlich an einen Geschäftsmann aus Hawaii und nicht an einen Fremden verkauft werde, der darauf eine neue Wal-Mart-Filiale errichten wollte.“

Bridges’ Ansicht nach ist Hugh auch davon überzeugt, dass er aufpasst auf Matt, in einer Zeit, in der sein Schwager keinen klaren Gedanken fassen kann, selbst wenn Matt selbst das Gefühl hat, zum ersten Mal wirklich Durchblick zu haben. „Tief in seinem Herzen will Hugh wirklich nur das Beste für Matt, das glaube ich“, erklärt Bridges die Beweggründe seiner Figur. „Gleichzeitig aber will er nicht, dass sich Matt wie ein Narr verhält, und geht es nach Hugh, ist es einfach verrückt, dieses wertvolle Land nicht verkaufen zu wollen.“

Sid, Alexandras geradezu erdrückend kindischer und alberner bester Freund, hingebungsvoll gespielt vom aufstrebenden Teenstar Nick Krause, ist ein Eindringling in die King-Familie, der auf dem gemeinsamen Abenteuer on the road schließlich selbst seine Spuren hinterlässt. „Sid bringt Alexandra zum Lachen, deshalb hängen die beiden zusammen ab, besonders in Zeiten mit vielen Problemen“, erklärt Krause seine Figur. „Sid ist so locker und entspannt, dass er jede Normen im Umgang mit anderen völlig vergessen hat. Er weiß nie, was er oder wie er etwas taktvoll sagen soll. Obwohl er es immer gut meint, weiß er einfach nicht, wie er es ausdrücken soll.“

Dieser erschreckende Mangel an Taktgefühl bringt Sid oft in Schwierigkeiten - so auch, als Alexandras Großvater ihm völlig überraschend eine verpasst, nachdem er sich unpassender weise über dessen Frau lustig gemacht hat. Diese Szene wurde eine der Lieblingsszenen von Kaui Hart Hemmings, der Autorin der Romanvorlage. „Mir gefällt diese Szene, denn sie ist absurd und wirkt gleichzeitig auch sehr realistisch. Sie besteht fast ausschließlich aus Dialogen. Ich mag diese Momente in Filmen, in denen scheinbar nichts, eigentlich aber doch ganz viel passiert.“

Doch unabhängig davon, wie sehr Sid die Menschen in seinem Umfeld provoziert, entwickelt er sich doch unerwartet zu einer Kraft, die Menschen vereint. „Meiner Ansicht nach wird Sid zu einem echten Mitglied dieser Familie, während sie mit all diesen verrückten Situationen und Problemen fertig werden muss, die nacheinander auf sie einstürzen“, kommentiert der Jungstar. „Auch Sid begibt sich auf eine Reise, wird Mitglied einer neuen Familie. Am Anfang der Geschichte ist er dieser Kiffertyp, der den Vater einer Freundin kennenlernt. Am Ende aber verstehen er und Matt sich um vieles besser.“

Für Produzent Jim Burke ist Sid ein wichtiges Bindeglied in der Geschichte: „Am Ende ermöglicht er Matt, eine Beziehung zu seinen Töchtern auf einer Ebene aufzubauen, die er ohne Sid nie erreicht hätte. Zu diesem Zeitpunkt wird Matt klar, dass Sid vielleicht der Einzige ist, mit dem er reden muss. Sid wird so eine Art Beichtvater für ihn – allerdings ein sehr ungewöhnlicher.“

Wie Sid verändern auch Matts langjährige Freunde Mark und Kai die Dynamik der King-Familie, denn sie sind die Einzigen, die Bescheid wissen, mit wem seine Frau Matt betrogen hat. Diese beiden Figuren werden von Schauspielern dargestellt, die von der Komödie, aus der Welt des Humors, kommen – von Rob Huebel und Mary Birdsong.

Huebel war begeistert davon, in einer der dramatischsten Szenen des Films mitwirken zu können. Hier platzt Matt völlig überraschend in ihr Haus und fordert sofort alle Details über die Affäre seiner Frau, auch wenn diese gerade im Koma liegt und nur noch künstlich am Leben erhalten wird. Das Gleichgewicht zwischen Angst und Absurdität zu halten, war dabei für Huebel und Birdsong eine Gratwanderung: „Es ist eine schwierige Szene, sie ist ernst, muss aber gleichzeitig auch komisch sein“, weist Huebel in die Problematik ein. „Mark und Kai sind entsetzt, denn sie wussten die ganze Zeit, was vor sich ging, sind aber auch Matts beste Freunde. Wir versuchen einen Rückzieher zu machen, irgendwie aus der Sache herauszukommen, Matts Frau zu verteidigen, aber all das macht Matt nur noch wütender. Weil Mark seine Freundschaft mit Matt nicht riskieren will, sagt er ihm schließlich, mit wem seine Frau fremdging. Das würden meiner Ansicht auch die meisten Freunde machen.“

Wie Huebel erzählt, funktionierte die aufgeregt erhitzte, vielschichtige Szene vor allem wegen Paynes Fähigkeit, seine Schauspieler völlig entspannt arbeiten zu lassen. „Er ist schlicht und einfach der am präzise inszenierendste Regisseur, mit dem ich je zusammengearbeitet habe“, schwärmt Huebel. „Als wir die Szene zu drehen begannen, hatte er bereits jede Nuance und jede einzelne Geste in seinem Kopf festgelegt. Und so hat man wirklich das Gefühl ‚Alles wird gut werden, denn er sitzt am Steuer’“.

Für Birdsong befindet sich ihre Figur Kai in einer besonders heiklen Lage. Denn als Matt herausfindet, dass er betrogen wurde, ist sie emotional zerrissen, weiß nicht, wem gegenüber sie loyal bleiben soll. „Elizabeth, Matts Frau, war Kais beste Freundin“, erklärt Birdsong das Dilemma. „Jetzt weiß sie nicht, wie sie sich verhalten soll, ob sie Elizabeth weiter ergeben sein oder die Wahrheit sagen soll. Für sie war Elizabeth dieser unglaubliche Freigeist, den sie jetzt beschützen will.“

Wie Huebel rechnet auch Birdsong es Alexander Payne hoch an, dass er das Risiko einging und Darsteller mit den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen besetzte: „Er ist einfach ganz besonders und sehr originell und er arbeitet auf einzigartige Weise“, erklärt Birdsong. „Meiner Ansicht nach ist gerade auch die Besetzung des Films ein Beweis für seine besondere Sensibilität. Er hat in jedem von uns etwas gesehen, dass die Entwicklung der Geschichte unterstützen kann.“

Produktion: Das Design

Schon immer war es ein Markenzeichen von Alexander Paynes Filmen, dass sie ein starkes Gefühl für den Ort, an dem sie spielten, vermittelten. Bei THE DESCENDANTS wurde dies sogar noch wichtiger. Von Beginn an waren er und seine Crew von langjährigen Mitarbeitern sich völlig darüber im Klaren, dass sie bei diesem Film Orte besuchen und zeigen würden, wie das wenige Filmemacher vor ihnen getan hatten – allein durch ihr Vorhaben, ein intimes Familiendrama und seine Entwicklung bis hinein in die üppige Natur von Hawaii zu verfolgen. Alle Facetten der modernen Kultur Hawaiis, die nebeneinander existieren und doch im Widerspruch zueinander stehen, wie etwa das Moderne und das Alte, das Städtische und das wild Natürliche, das Wachstum und die Erhaltung, wurden vom Design des Films aufgenommen. Das reichte von Fotografien bis hin zum Bau und der Dekoration der Sets.

Hawaii ist der jüngste US-Staat, aber seine Geschichte führt 1.500 Jahre zurück, als polynesische Entdecker noch mit Hilfe der Sterne navigierten und erstmals mit ihren mit Segeln ausgestatteten Kanus die fruchtbaren Küsten dieser vulkanischen Inseln erreichten. Später folgten ihnen Siedler aus ganz Polynesien – aus Tahiti, Samoa und Tonga. Es entwickelte sich eine ausgeprägt matriarchalische Kultur mit eigener Sprache, eigenen Gebräuchen, Kunststilen und Legenden. 1810 vereinte King Kamehameha, bisher Häuptling von Big Island, alle Inseln und erschuf das Königreich Hawaii. Kurz danach tauchten die ersten christlichen Missionare auf, denen Siedler vom amerikanischen Festland folgten. 1893 machte eine Gruppe amerikanischer Geschäftsleute der Monarchie auf Hawaii ein Ende und bereitete damit den Weg für den Anschluss an die Staaten. Im Laufe dieser Zeit entwickelte sich die Kultur weiter, passte sich an und brachte bestimmte Elemente des amerikanischen Wertesystems mit dem der Einheimischen zusammen. Als Hawaii schließlich 1959 US-Bundesstaat wurde, nannte man es den „Aloha“-Staat und nahm damit Bezug auf das unübersetzbare hawaiianische Wort, das für eine offenherzige Seele steht, die tief in der Liebe zum Land verwurzelt ist.

Um die Inseln mit einer neuen Perspektive so zeigen zu können, wie sie sich heute darstellen - voll von Bauunternehmern und vorstädtischen Strukturen, aber auch relaxten Surfern und polynesischen Traditionen – griff Alexander Payne wieder auf Kameramann Phedon Papamichael zurück, mit dem er bereits bei SIDEWAYS („Sideways“, 2004) zusammengearbeitet hatte. Nach dem Lesen des Drehbuchs wusste Papamichael, dass dieses Projekt anders war. „Es war eine Geschichte, die von Dialogen geprägt und getragen wurde, was normalerweise bedeutet, dass das Optische eine untergeordnete Rolle spielt“, beginnt Papamichael seine Ausführungen. „In diesem Fall aber stellte sich das Gegenteil ein. Wegen der Art und Weise, wie die hawaiianischen Schauplätze den Problemen und Anstrengungen der King-Familie gegenübergestellt wird, fällt dem Visuellen hier eine große Bedeutung zu. Es war demnach von großer Wichtigkeit, die Schönheit der umgebenden Natur wirklich einzufangen, damit der Zuschauer auch Matts Gefühlskonflikt verstehen kann, als er das Land seiner Familie verkaufen soll.“

Papamichael unterteilte den Film in die zwei Gesichter Hawaiis: das hektischere, städtische Hawaii von Honolulu und die verblüffende Hanalei Bay auf Kauai – eine Art von der Natur geschaffenes Mekka, dass von üppig grünen tropischen Regenwäldern und dem saphirblauen Meer umschlossen ist. „Wir wollten wirklich ein Gefühl für das Leben in Honolulu vermitteln, aber eben auch die Schönheit der Küste zeigen“, erklärt Papamichael. „Denn der Zuschauer soll verstehen, was hier für immer verloren gehen könnte und auch die enge Verbindung mit der Geschichte Hawaiis erkennen, die man hier spürt. Aus diesem Grund entschieden wir uns auch für das Cinemascope-Format, das Alexander bisher nur bei einem seiner Filme eingesetzt hat, bei ELECTION („Election“, 1999). Wir glaubten, es würde ein großer Spaß sein, dieses große und epische Format zu benutzen, wenn wir die kleinen Menschen mit der majestätischen Natur konfrontierten.“

Gleichzeitig aber wollten beide Männer bei diesem Film Paynes ausgeprägt schnörkellosen Inszenierungsstil bewahren, den man fast als Anti-Stil bezeichnen könnte. „Bei meinen Filmen mag ich es, sie in einem fast dokumentarischem Stil zu erzählen“, erklärt Payne. „Dadurch wirkt die Geschichte eher wie eine Reportage.“

Papamichael stimmt dem zu: „Dreht man mit Alexander, gehört es zu meinen wichtigsten Aufgaben sicherzustellen, dass die Kameraarbeit die Entwicklung der Geschichte nicht behindert. Er liebt einfach Realismus und das manchmal so sehr, dass er, wenn wir etwa einen Drehort erreichen und in der Nähe Arbeiter Bäume zuschneiden, spontan sagt ‚wunderbar’ und das einfach in die Szene einbaut, die gedreht werden soll. Es gibt noch ein anderers Beispiel dafür. Als wir in der Bar drehten, in der George Clooney Beau Bridges trifft, war es Alexander sehr wichtig, dass die Stammgäste, die sonst hier einkehren, anwesend waren, damit die Szene auch realistisch wirkte. Auch bei der Lichtsetzung ist dieser Ansatz maßgebend. Das Licht ist immer sehr natürlich, der Zuschauer sollte nie das Gefühl haben, dass er hier einen Film sieht. Wir wollen, dass der Zuschauer sich ohne Ablenkungen von den Charakteren einnehmen lassen kann. Die Gefühle sind so intensiv und das Drehbuch so stark, dass wir visuell gar nicht dramatisch sein müssen.“

Hawaii allerdings brachte visuell selbst Drama in den Film ein. „Das Licht hier ist wirklich eine Herausforderung, weil sich die Verhältnisse ständig ändern“, erklärt Papamichael. „Innerhalb einer Einstellung kann aus einem bedeckten Himmel plötzlich die Sonne hervortreten. Glücklicherweise können sowohl Alexander als auch George, der ja auch selbst Regisseur ist, sehr spontan reagieren und die Reihenfolge zu drehender Szenen einfach vertauschen. Auf diese Weise konnten wir sehr flexibel arbeiten.“

Einige Filmszenen wurden nicht an Land, sondern in Swimming Pools und im Meer gedreht. Don King, eine Legende der Unterwasserfotografie, unterstützte das Team bei der Szene, in der Shailene Woodley, abgetaucht in die Tiefe des Familienpools, einen stillen Schrei aus ihrem Innersten entlässt. „Er wartete auf mich unter Wasser, mit dieser verrückt aussehenden Kamera“, erinnert sich Woodley an diese Szene. „Ich tauchte ab, schwamm auf ihn zu und er bewegte sich blitzschnell rückwärts, stimmte seine Bewegungen perfekt mit meinen ab. Das zu drehen, war einfach fantastisch.“

Eine von Papamichaels schönsten Erfahrungen bei der Produktion von THE DESCENDANTS war der Dreh des Höhepunkts von Matts kleinem Road Trip. Als nämlich die Kings auf dem Land ihrer Vorfahren auf Kauai eintreffen und die junge Scottie Matt dazu bringt, noch einmal darüber nachzudenken, ob er dieses Land wirklich an Fremde verkaufen will. „Wir haben diese Einstellung so gedreht, dass die Familie den Berg hinauffährt, man aber nicht ahnt, was dahinter liegt. Es wirkt fast wie eine ganz normale Kamerafahrt, bis sie die Grenze ihres Landes erreichen, wir die Kamera hochfahren, das Bild aufziehen und sich dann dieser spektakuläre Ausblick bietet und die Figuren plötzlich von dessen Schönheit überwältigt werden.“

Alexander Payne holte auch Produktionsdesignerin Jane Ann Stewart wieder in sein Team, mit der er seit Beginn seiner Karriere bei allen Filmen zusammengearbeitet hat. Stewart sagt, dass sich Paynes ästhetische Instinkte absolut mit den ihren decken: „Sein Humor ähnelt meinem sehr – geht ins Absurde, ist ein bisschen makaber und ist von dem Gedanken geprägt, dass es nichts im Leben eines Menschen gibt, das nicht mit Humor betrachtet werden könnte.“

Als Payne sie auf dieses Projekt ansprach, wusste Stewart, dass sie wie geschaffen dafür war: „Wir mussten beide eine Menge über die hawaiianische Kultur lernen und uns intensiv damit beschäftigen, damit wir die Geschichte, das Gefühl für den Schauplatz und die Textur hinter der Story vermitteln konnten“, erklärt die Produktionsdesignerin.

Bei der Gestaltung von Matt Kings Haus griff Stewart auf den Roman zurück, holte sich aber auch Rat von dessen Autorin, Kaui Hart Hemmings. „Kauis Rat war unbezahlbar. Zum Beispiel wies sie mich auf das Punee hin , half uns dabei, die Geschichte dieser Familie in den Details widerspiegeln zu lassen.“

Als Stewart auf Hawaii ein Haus fand, das genau die richtige Atmosphäre vermittelte, fehlte allerdings ein entscheidendes Element: die ausladende Banyan-Feige, die im Roman den Vorgarten schmückt. Die Lösung? Stewart verpflanzte einfach einen dieser Bäume. „Irgendwie spiegelt er wider, was wir uns bei einer Familie vorstellen – durch die Art, wie die Äste ineinander greifen und der Baum austreibt“, erklärt Stewart.

Wie schon der Kameramann musste auch die Produktionsdesignerin Paynes bevorzugten Ansatz, einen ausgeprägten Realismus, ständig im Auge behalten – das allerdings mit einem tropischen Touch. „Fassaden und Oberflächen müssen bei Alexander immer authentisch sein, ja sogar ein bisschen banal wirken. Bei diesem Film aber, mit all den Farben und der Exotik des Drehortes, hatte ich etwas größeren Spielraum. Ich brauchte nur einen wirklich guten Grund, wenn ich ein Zimmer mit irgendetwas, einem Möbelstück oder einem Gemälde, ausschmücken wollte. Was immer in einen Raum hineinkam, musste die Zeichnung der Charaktere unterstützen und einfach zu diesem Ort passen.“

Diese Authentizität im Umgang mit Details, die Hawaii betrafen, berührte Hemmings sehr, als sie dem Set einen Besuch abstattete. Jetzt konnte sie sehen, wie ihre Geschichte mit Leben erfüllt wurde, wie sie die witzigen wie auch nervenaufreibenden Momente in den Interaktionen und Bindungen von Familien reflektierte – auf den Inseln, aber auch jenseits davon. „Es war für mich ein wunderbares Gefühl, wieder zurück an der Hanalei Bay sein zu können, wo auch meine Vorfahren erstmals Hawaii betraten“, gibt die Autorin zu. „Und es bedeutete sehr viel für mich, zu beobachten, wie Schauspieler und Crewmitglieder diesen wirklich besonderen Ort kennenlernten. Hier bot sich mir die Gelegenheit, Verbindung mit meiner eigenen Familie aufzunehmen. Uns alle führte dieser Ort zusammen. Wenn man ein Buch schreibt, ist man ganz allein mit dieser Aufgabe. Bei einem Film aber macht man mit anderen gemeinsam eine kreative Erfahrung, das ist das Schöne am Filmemachen.“

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