The Dark Knight Poster

„The Dark Knight“: Theorie will größtes Geheimnis des Jokers endlich gelöst haben

Andreas Engelhardt  

Zehn Jahre sind seit dem Release von „The Dark Knight“ vergangen und noch immer gilt Christopher Nolans Superheldenfilm für viele als der beste des Genres. Großen Anteil daran hat Heath Ledger mit seiner Darstellung des Jokers, der eine ungebrochene Faszination ausstrahlt. So wundert es nicht, dass die Theorie eines Hollywood-Stars zum Joker viele interessiert, zumal diese hier das größte Geheimnis des Bösewichts enthüllt haben könnte.

Der Joker (Heath Ledger) aus „The Dark Knight“ bleibt bis heute ein Mysterium. Regisseur Christopher Nolan hat sich alle Mühe gegeben, aus der Herkunft des Bösewichts ein Geheimnis zu machen. Wie so oft stachelte gerade das Fans an, Theorien über die Vergangenheit des Jokers zu entwickeln, wofür sie sämtliche Hinweise des Films zusammenkratzten.

Eine der gängigsten Vermutungen lautet, dass der Joker ein ehemaliger Kriegsveteran ist, der unter einer post-traumatischen Belastungsstörung leidet und sich an der Gesellschaft rächen will. Als Indiz dafür wird sein Zitat gewertet, dass es niemanden interessiere, wenn eine Wagenladung Soldaten in die Luft gejagt wird. Schauspieler und Komiker Patton Oswalt („King of Queens“) entwickelte diese Theorie kürzlich bei Facebook weiter und belegte sie mit einigen treffenden Erkenntnissen.

Ist der Joker in Wahrheit ein Verhör-Experte?

Laut Oswalts These hat der Joker einen beruflichen Hintergrund im militärischen Geheimdienst, Schwerpunkt Verhör. Der Bösewicht weiß anscheinend stets genau, wie er sich bei seinem Gegenüber zu verhalten hat, um sein Ziel zu erreichen. So zieht er den Gangster Gambol (Michael Jai White) mit dessen Männlichkeit auf, um eine Reaktion zu provozieren. Bei Harvey Dent (Aaron Eckhart) spielt er dessen Drang nach Fairness gegen ihn aus. In der Zelle provoziert er wiederum den Polizisten mit dessen Loyalität zu seinen gefallenen Kameraden.

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Außerdem ändert der Joker seine Hintergrundgeschichte passend zu seiner Umgebung. Bei den Gangstern behauptet er, ein misshandeltes Kind zu sein, weil sie vermutlich ebenfalls das Ergebnis von Misshandlung und Missachtung sind. Rachel (Maggie Gyllenhaal) erzählt er wiederum, er würde einer verwehrten Liebe nachtrauern, womit sie sich identifizieren kann.

Der Joker ist also offenkundig ein Meister darin, sein Gegenüber zu kennen. Beispielsweise sagt er zu Beginn voraus, dass Lau (Chin Han) die anderen betrügen wird, weil er Verräter erkennen würde, wenn er sie sieht – und natürlich hintergeht Lau die anderen Verbrecher.

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Die Verhörszene mit Batman (Christian Bale) passt ebenfalls zu Oswalts These. Der Joker erklärt seinem Gegenüber zu Beginn, wie ein Verhör funktioniert („nicht auf den Kopf, das verwirrt das Opfer“). Zudem hat der Joker stets die Kontrolle über die Situation, obwohl Batman eigentlich ihn ausquetschen will. Der Bösewicht lenkt das Gespräch aber gezielt in seine gewünschte Richtung und provoziert Batman, damit dieser seine „eine Regel“ bricht.

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Ob damit das größte Geheimnis des Jokers zehn Jahre nach dem Kinostart von „The Dark Knight“ gelöst wurde, können höchstens die Macher selbst beantworten. Die sind aber gut darin beraten, sich weiterhin in Schweigen zu hüllen. So halten sie die Faszination um ihren Bösewicht schließlich aufrecht. Den Fans bleiben folglich nur ihre Theorien und die von Patton Oswalt ergibt derart viel Sinn, dass wir „The Dark Knight“ ab jetzt mit anderen Augen sehen.

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