The Cloverfield Paradox Poster

„The Cloverfield Paradox“: Viel Lärm um Nichts - Kritiker zerreißen neuesten „Cloverfield“-Teil

Ronny Zimmermann  

Nach dem 52. Super-Bowl am Sonntag war es soweit: Netflix veröffentlichte zur Überraschung aller den dritten Teil der „Cloverfield“-Reihe „The Cloverfield Paradox“ im hauseigenen Streaming-Portal. Während in den letzten Wochen um den Film ein wahres Veröffentlichungs-Mysterium entstand, ist dessen Qualität nun kein Geheimnis mehr. Wir verraten euch, was ihr von dem Film zu erwarten habt.

In einem völlig unerwarteten Manöver ließ Netflix am Sonntagabend den neusten „Cloverfield“-Teil mehrere Wochen vor dem ursprünglich geplanten und nun obsoleten Kinostart auf seine Nutzer los und sorgte damit weltweit für medialen Rummel. Mittlerweile konnten sich auch viele Kritiker des Filmes annehmen und haben ihn in Stücke gerissen. Auf der Kritikensammelseite MetaCritic erreicht der Film mit derzeit 21 professionellen Kritiken 37% – ein Armutszeugnis. Bei IMdB hält der Film immerhin noch 6,1 Sterne von 10, wobei knapp 14.000 User ihre Stimme zum Film abgegeben haben. Dabei sieht der Trailer zu „The Cloverfield Paradox“ wirklich vielversprechend aus:

„Böse Absicht“ von Netflix?

Auch die US-amerikanische Filmseite ScreenRant hat einen Artikel zur schlechten Qualität von „The Cloverfield Paradox“ veröffentlicht. In diesem unterstellen sie Netflix, den Film absichtlich so kurzfristig, vor allem aber medienwirksam, online gebracht zu haben, um Millionen Nutzer zum Abspielen des Filmes zu bewegen, bevor die ersten Kritikerstimmen dazu erscheinen konnten.

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Brutale Urteile

Die ersten Stimmen von Kritikern zu „The Cloverfield Paradox“ sind vernichtend. The Hollywood Reporter bezeichnet den Film als „Zugunglück, dessen Franchise-Idee schon vor zehn Jahren hätte sterben sollen“. Der britische Guardian wird diesem Urteil wohl zustimmen, denn immerhin ist „The Cloverfield Paradox“ für den verantwortlichen Autor dort „ein einziges Durcheinander, bei dem die Enttäuschung schnell in Langeweile umschlägt“. Viele der Stimmen, deren Zusammenfassung ScreenRant ebenfalls veröffentlicht hat, sind sich einig, dass der Film im Kino ein finanzielles Disaster geworden wäre, weswegen eine Veröffentlichung auf Netflix der einzige Weg gewesen zu sein scheint, noch etwas Kapital aus dem Film zu ziehen.

Potentieller Kinoflop hin oder her, letzten Endes entscheiden nun die Netflix-Nutzer, ob der Film seinem schlechten Ruf im Netzt gerecht wird. Dieses Jahr soll angeblich noch der vierte Teil der „Cloverfield“-Reihe erscheinen. Ob dieser es dann noch in die Kinos schafft oder wieder online Premiere feiert, bleibt abzuwarten.