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Fakten und Hintergründe zum Film "The Chaser"

Fakten und Hintergründe zum Film "The Chaser"
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Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Eine überraschungsreiche, hoch spannende Story, eine tadellose, temporeiche Inszenierung, stimmungsvolle Bildgestaltung und großartige Darsteller sorgten dafür, dass THE CHASER gleich nach dem Filmstart in Korea am 14. Februar 2008 an die Spitze der nationalen Kino-Charts schoss. Bereits in den ersten 20 Tagen nach dem Start hatte THE CHASER umgerechnet 20 Millionen Dollar eingespielt, inzwischen haben weit über fünf Millionen Südkoreaner der Film im Kino gesehen. In einem Land mit 48,5 Millionen Einwohner ist das jeder zehnte Bürger. Ein sensationeller Erfolg für das Erstlingswerk des jungen Filmemachers Na Hong-jin, der mit seinem famosen Regiedebüt gleich zu den Filmfestspielen nach Cannes eingeladen wurde, wo THE CHASER im Wettbewerb (außer Konkurrenz) präsentiert wurde. Bei der Verleihung der 45. Grand Bell Awards in Südkorea gewann THE CHASER sechs Preise, darunter die Auszeichnungen für „Bester Film“, „Beste Regie“, „Beste Kameraarbeit“ und „Bester Hauptdarsteller“.

Die Klasse dieses Kinohits wurde auch in Amerika gleich erkannt, schon im März 2008 sicherte sich das Warner Bros. Filmstudio die Rechte für eine US-Verfilmung von THE CHASER. Oscar-Preisträger William Monahan (THE DEPARTED) soll das Drehbuch schreiben, Leonardo DiCaprio ist der Wunschkandidat für die Hauptrolle.

Neben der dynamischen Kameraführung von Lee Sung-je, der stimmungsvollen Lichtgestaltung von Lee Chol-o und der signifikanten Ausstattung der Räume, in denen die Innenaufnahmen gedreht wurden, sorgen vor allem die formidablen Schauspieler für die packende Wirkung dieses Neo-Noir-Thrillers. Der preisgekrönte Hauptdarsteller Kim Yoon-suk spielt den moralisch heruntergekommen Ex-Polizisten Eom Jung-ho emotional vollkommen glaubwürdig und psychologisch facettenreich, und liefert dabei eine regelrechte Charakterstudie. Jung-ho ist ein desillusionierter Mann mit Machogehabe und Gefühlsdefiziten, der schon bessere Zeiten gesehen hat und sich mehr schlecht als recht mit dem Verkauf sexueller Dienstleistungen durchschlägt. Immerhin fährt er standesgemäß für Zuhälter einen Jaguar. Er managt eine Gruppe von Prostituierten, seiner Funktion als ihr Beschützer wird er nicht gerecht: Eines seiner Mädchen wird von einem Kunden verprügelt, andere von einem Triebtäter ermordet. Dabei tut Jung-ho wirklich alles, was in seiner Macht steht, um eines seiner Mädchen, Mi-jin, aus der Gefangenschaft des Killers zu befreien. Beinahe väterlich kümmert er sich um ihre kleine Tochter und gibt sich, als das Mädchen verletzt im Krankenhaus landet, sogar als ihr Vater aus. In der Rolle der siebenjährigen Eun-ji zeigt die Kinderdarstellerin Kim You-jung eine ebenso rührende wie reife Leistung.

Während sich der Zuhälter Jong-ho bei seiner Rettungsaktion noch einmal auf sein Ehr- und Verantwortungsgefühl besinnt, ist der Killer Young-min ein echter Psychopath, der sich sadistisch an der Todesangst seiner Opfer weidet. Ein Unmensch mit trügerisch weichen, noch jugendlichen Gesichtszügen. Ha Jung-woo, der von keinem geringeren als Martin Scorsese schon mit Leonardo DiCaprio und Matt Damon verglichen wurde, verkörpert ihn mit kontrollierter Mimik und Gestik: routiniert und unerbittlich beim Töten, unverschämt oder teilnahmslos beim Umgang mit der Polizei. Von Beruf ist der Mörder Steinmetz, sein Handwerkszeug benutzt er auch zum Töten.

„Ha Jung-woo stellt einen Serienkiller dar, der angsterregend ist und so verachtenswert, dass man ihn verfluchen möchte“, schreibt der koreanische Filmkritiker Hong Jung-won in News N. „In THE CHASER frönt Ha Jung-woo der Mordlust ohne zu zucken und mit teilnahmslosem Gesicht. Ohne die geringste Reue. Er portraitiert einen Psychopathen ohne jegliches Gefühl. Mal mag er wie ein unschuldiges Kind aussehen, dann wütet er so heftig, dass es die Zuschauer fast aus den Sitzen reißt.“

Das Callgirl Mi-jin ist sein Opfer, und Seo Young-hee spielt die Prostituierte nicht als ordinäre Hure, sondern zurückhaltend als stille, fast scheue junge Frau, was ihre Misshandlung durch den Triebtäter umso entsetzlicher wirken lässt. Seo Young-hee hatte ein Jahr zuvor schon in dem Horrorfilm TO SIR, WITH LOVE (2007, Regie: Lim Dae-wong) mitgewirkt, das mag ihr geholfen haben, die harte Folterszene in THE CHASER durchzustehen. In ihrer Heimat wurde Seo Young-hee für die ergreifend natürliche Darstellung der Mi-jin bei dem International Fantastic Film Festival in Puchon als „Beste Schauspielerin“ ausgezeichnet.

Ein Großteil der Dreharbeiten für THE CHASER fand vor Ort im Seouler Stadtviertel Mang-won statt, nahe am kleinen Berg Debong gelegen. Hier fand die Hetzjagd durch enge Gassen und über steile Treppen statt, als der Killer Young-min vom Zuhälter Jung-ho hartnäckig verfolgt zu dann zusammengeschlagen wird. Hier steht auch das Mietshaus des Killers, in dem Mi-jin qualvoll gefesselt in ihrem Blut liegt, während Jung-ho verzweifelt nach ihr sucht. Gedreht wurde unter schwierigen Bedingungen, zumeist bei Nacht und oft bei Regen im Lichte von Straßenlaternen und zusätzlicher, effektvoller Filmbeleuchtung. Durch die Aufnahmen an Originalschauplätzen ist THE CHASER reich an Lokalkolorit und gewinnt ein besonderes Flair.

Die Idee zu THE CHASER kam Filmemacher Na Hong-jin, als ein tatsächlicher Fall von Serienmord an Frauen die südkoreanische Öffentlichkeit erschütterte. Ihm schwebte ein Film vor, der nicht nur kommerzielles Genre-Entertainment bietet, sondern auch eine Botschaft hat.

„Das öffentliche Interesse an Serienmordfällen, welche die Bevölkerung in Angst versetzen, ist schnell erloschen, schon bevor die Tränen von Betroffenen oder ihren Familien getrocknet sind. In einer individualistischen Gesellschaft, wo Indifferenz gegenüber anderen herrscht und sich alles um den eigenen materiellen Gewinn dreht, kommen niemanden mehr Fragen in den Sinn, welche die Opfer betreffen, wie: 'Was waren das für Menschen? - Welche Anstrengungen habe ich oder die Gesellschaft unternommen, um sie zu retten?'. Diese Art von Gesellschaft, die entstanden ist und aus der Sicht einer gewöhnlichen Person betrachtet wird, ist der Ausgangspunkt von THE CHASER. Es geht nicht einfach darum, einen erschütternden Fall von Serienmord spektakulär darzustellen. Der Film zeigt die atemlosen und schockierenden Anstrengungen eines Mannes zur Rettung einer Person, deren kostbares Leben auf dem Spiel steht - und der dabei mit grotesken Umständen und einem mangelhaften Gesellschaftssystem zu kämpfen hat.“

Die Art und Weise, wie in THE CHASER die Inkompetenz der Polizei und die Ineffektivität ihrer Arbeit gezeigt wird, erinnert an den meisterhaften Kriminalfilm MEMORIES OF MURDER (2003) von Bong Joon-ho (THE HOST). Während die vom Serienkiller gefangen gehaltene Frau um ihr Leben kämpft, sorgen sich die Polizeiführer mehr um ihre Karriere und um die Integrität des Bürgermeisters, der bei einem harmlosen Attentat mit Kot beworfen wurde, anstatt sich voll und mit allen Kräften auf die Rettung der Frau zu konzentrieren. Kritisiert wird ein Rechtssystem, das einen Killer aus bürokratischen Gründen frei laufen lässt, obwohl alles dafür spricht, dass er weiter morden wird.

Als persönlichen Kommentar zu seinen Film schrieb Na Hong-jin folgende kleine Geschichte auf:

„Als in einem Dorf nach tagelangen, heftigen Regenfällen eine Überschwemmung drohte, wollten sich die Bewohner in Sicherheit bringen. Sie packten ihre Sachen und bereiteten sich auf eine Evakuierung vor. Einige ließen ihre Hunde im Hof von der Leine, weil sie besorgt waren, dass ihnen etwas passieren könnte, wenn die Flut kommt. Einer nach dem anderen stiegen die Leute in ihre Autos und verließen das Dorf. Bald darauf ging die Sonne unter, und die einzigen Lebewesen in dem von der Überflutung bedrohten Dorf waren die Hunde, die losgelassenen und die, die noch angeleint waren.

Am nächsten Morgen hörte es endlich auf, zu regnen. Der Fluss war nicht über die Ufer getreten und das Dorf von Zerstörung verschont geblieben. Als die Leute davon hörten, kehrten sie nach und nach ins Dorf zurück. Gleich bei ihrer Ankunft zuhause fanden sie ihre Hunde, die sie so zahm erzogen hatten. Ihr Anblick war schockierend. Sowohl die vor der Evakuierung losgelassenen wie auch die angeleinten Hunde lagen mit zerfleischtem Körper herum. Die meisten waren tot.

Als ich ins Dorf zurückkehrte, entdeckte ich einen riesigen weißen Hund, der mich aus einiger Entfernung direkt anblickte. Der vom Regen durchnässte Hund biss auf unseren Hund ein, die Schnauze voller Blut. Seine Augen waren ganz schwarz und leuchteten stark. Verrückt vor Angst packte ich einen Stock, ließ unseren Hund zurück und machte mich davon.

Der große weiße Hund gehörte unserem Nachbarn, und ich war ihm früher schon mehrmals begegnet. Ich war nicht sicher, ob dieser Hund all die Hunde im Dorf gebissen und getötet hatte. Wenn dem so war, konnte ich mir nicht erklären, warum, und niemand wollte es herausfinden.

Und dieser Hund lebt noch immer im Hof meines Nachbarn.

Dieser Film könnte die Geschichte von zwei Hunden in einem verlassenen Dorf sein, in einer sehr regnerischen Nacht.“

(Und tatsächlich taucht im Film ein weißer Hund auf, der allerdings erschlagen wird.)

Interview mit dem Regisseur

Der Film vermittelt den Eindruck von Inkompetenz stattlicher Exekutivorgane in Korea, vor allem der Polizei. War das Ihre Intention?

Jeder Zuschauer hat das Recht, den Film zu interpretieren, und ich will nicht sagen, dass die Interpretation des Publikums falsch ist. Aus meiner Sicht, so wie ich sie zeige, bemühen sich alle Figuren im Film, das Bestmögliche zu tun. Natürlich können die Reaktionen der Zuschauer auf diese Bemühungen unterschiedlich sein. Manche mögen sie lächerlich und andere einfältig finden. Manche mögen diese Bemühungen fesselnd finden, andere mögen wütend darauf reagieren.

Jung-ho, die Hauptfigur, tut sein Bestes, um Kim Mi-jin zu finden, aber er macht einen entscheidenden Fehler. Jung-ho sorgt unabsichtlich dafür, dass die Polizei bei ihrer Fahndung in jedem Winkel des Stadtteils (wo Mi-jin in einem Haus gefangen ist), an falscher Stelle sucht. Und das könnte in gewisser Weise der Hauptgrund dafür sein, dass Mi-jin ermordet wird. Dabei tut Jung-ho doch nur sein Bestes, sie zu retten. Würde er als Cop arbeiten, könnte er nicht so herumrennen und sein möglichstes versuchen, um Kim Mi-jin zu finden. Der Film kritisiert nicht das Verhalten von Individuen, er thematisiert das Problem einer Institution.

Es gibt eine Menge christlicher Symbole im Film. Hat das einen besonderen Grund?

In Seoul sieht man überall in der Stadt Kirchenkreuze. Diese Realität, dass ein Mord in einer Gegend begangen wird, wo so ein Kreuz ist, wollte ich zeigen. Ich bin selber ein Christ. Ich hatte in keiner Weise die Absicht, Religion zu verdammen.

Young-min mordet mit Hammer und Meißel, Jesus wurde mit dem Hammer ans Kreuz genagelt - besteht da irgendeine Beziehung?

Der Grund für den Meißel und Hammer ist aus der Filmhandlung ersichtlich. Wollen Sie nicht auch fragen, ob die Diagnose des Psychiaters richtig ist, dass Impotenz der Grund für Young-mins Taten ist? Wenn Sie das fragen, würde ich nicht antworten, tut mir leid. Was auch immer das Motiv des Mörders ist, ich wollte es dem Publikum nicht entschieden deutlich machen. Im Verhörraum wird Young-min gefragt, ob es Impotenz ist, aber sogar in der Szene wollte ich es nicht klar erklären. Inwieweit kann man überhaupt den Worten eines Verbrechers trauen?

Kindheitstraumata, Missbildungen im Gehirn oder angeborene Defizite werden gemeinhin als Gründe für Mordlust angegeben, aber daran glaube ich nicht. Young-min ist ein Hund, der verrückt wurde. Er ist ein Hund, von klein auf schon, und er fragt sich immer wieder, ob er so leben kann, ob er verantwortlich ist für seine Taten. Ich dachte mir, dass Young-min menschlich unterentwickelt auf die Welt gekommen ist. Aber nach außen hin, gegenüber der Besitzerin des kleinen Supermarktes, erscheint er vertrauenswürdig. Auch als Arbeiter im Steinmetz-Betrieb wirkt er nicht wie ein Mann, dem man misstrauen müsste.

Warum wird Jung-hos und Young-mins Vergangenheit nicht beleuchtet?

Das war natürlich Absicht. Damit der Film gut ankommt beim Publikum. Ich wollte, dass die Leute neugierig werden. Ich weiß nicht, ob das Publikum Jung-ho für humaner hält als Young-min, aber wenn er ihn zusammenschlägt, handelt er selber wie ein Gesetzesbrecher. Eigentlich will ich Menschen wie Young-min oder Jung-ho auch gar nicht verstehen.

So vermied ich es, zu zeigen, wie die beiden wurden, wie sie sind - irgendwelche Wunden in der Vergangenheit, aufgewachsen ohne Eltern, oder so etwas. Ich wollte dem Publikum keine Hinweise geben, um die beiden Charaktere verständlicher zu machen. Wenn die Leute Spaß haben im Kino beim Anschauen dieses Films, werden sie sich nachher selber darüber Gedanken machen.

Manche fragen sich, warum das Opfer ausgerechnet eine Prostituierte ist.

In einem Satz gesagt, dreht sich die Geschichte um eine Frau, die bei helllichtem Tage in der Stadt ermordet wird. Zu der Zeit, als die Yu Young-chul-Serienmorde (an Prostituierten) geschahen, hörte ich in einem Lokal beim Trinken Leute über die ermordeten Frauen reden. Und sie redeten, als würden die ermordeten Frauen nicht zur selben Sorte Mensch gehören wie wir. Wenn solche Leute den Film anschauen, möchte ich, dass sie das Opfer nicht sterben sehen wollen. Darum habe ich keine Szenen gebracht, welche diese Frauen bei der Arbeit zeigen. Ich wollte, dass die Leute Schmerz- oder Schuldgefühle empfinden, wenn sie den Film gesehen haben.

Wie viele Drehtage gab es? Es soll manchmal 40 Stunden in einem durch gefilmt worden sein.

Das ist nichts, womit man angeben sollte, das erweckt einen falschen Eindruck. Es gab 84 Drehtage. Es war Sommer, die Nächte waren kurz, und so war es sehr anstrengend, all die Szenen im Dunkeln zu drehen. Ich war ständig unter Druck. Häufig konnte ich nur eine Einstellung drehen, weil die Wettervorhersage sich als falsch erwies. Man muss sich mal vorstellen, was die Crew durchgemacht hat. Wenn ein Drehtag zu Ende war, wurden nach Abschluss der Aufnahmen gleich das Licht und der Set für den nächsten Dreh an einem anderen Ort vorbereitet. Es gab praktisch kaum Zeit zum Schlafen. Unter diesen harten Bedingungen kamen die Dreharbeiten einer Schlacht gleich. Wenn wir zum Shooting gingen, war das ein mühevoller Marsch. Es gab Zeiten, da mussten wir 35 Stunden lang drehen. Das war Wahnsinn.

Die Nachtszenen sind beeindruckend. Wie hat man das mit dem Licht und all den Requisiten so gut hinbekommen?

Der Chefbeleuchter, Lee Chol-o, war sehr anspruchsvoll. Er arbeitet übergenau, mehr als ich. Wir hatten nicht genügend Zeit, doch ich gab nicht auf, trotz Beschwerden von Seiten der Crew.

Gab es auch Ärger mit den Schauspielern?

Wir hatten gerade eine Woche gedreht, da hatte ich eine Auseinandersetzung mit Kim Yoon-suk, aber es kam zu keinem größeren Kampf. Es war nur etwas heftiger als an anderen Tagen. Es gab Meinungsverschiedenheiten über ein Detail. Am nächsten Tag rief er mich an und sagte, dass ich recht habe und so weitermachen sollte wie ich wollte, da auch er es auf seine Weise machen würde. Das war sehr ermutigend (lacht).

Nachdem die Schauspieler für die Rollen des Jung-ho und Young-min engagiert waren, war ich ein bisschen enttäuscht, weil diese Figuren nun nicht mehr meine Babies waren. Für die Figur des Young-min habe ich Ha Jung-woo keine Regieanweisungen gegeben, weil er von vorne herein der richtige Typ für die Figur war. Da Ha Jung-woo so ein sensibler Schauspieler ist, habe ich ihn nur indirekt gelenkt, indem ich mit den anderen Schauspielern sprach, und ihn so auf seine jeweiligen Partner vor der Kamera reagieren ließ.

Die beiden Hauptdarsteller spielten wirklich gut, sie brachten eindringlich die Emotionen der Figuren zum Ausdruck.

Aus der Perspektive des Regisseurs war es begeisternd zu erleben, wie die Schauspieler aufeinander reagierten, mehr durch ihre Körpersprache als durch Dialoge. Kim Yoon-suk Kim und Ha Jung-woo hatten ein sehr genaues Gefühl dafür. Sie hatten sich vorher schon sehr gut vorbereitet und sprachen am Set dauernd mit mir über ihre Arbeit. Auch bei den Action-Aufnahmen improvisierten sie, und dann reagierten auch die anderen Schauspieler noch besser auf sie. Das war wie ein Wunder.