The Broken

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Filmhandlung und Hintergrund

Kein schlitzender Wüstling treibt sein Unwesen, und auch von Zombies, Aliens oder Vampiren fehlt jede Spur, wenn in diesem originellen und stimmungsvollen Psychohorrorfilm der Albtraum einer dem Protagonisten entgleitenden Realität düstere Gestalt annimmt. Stimmungen und deren Aufbau sind der Weg und das Ziel eines in England spielenden französischen Filmes, der mit Erklärungen wenig im Sinn hat und Raum für Interpretationen...

Radiologin Gina hat eine guten Job, einen netten Freund und eine Familie, die sie liebt. Urplötzlich jedoch gerät das Leben aus den Fugen, als sie auf dem Heimweg von der Arbeit einer Doppelgängerin zu begegnen glaubt. Gina folgt der Fremden, findet in deren Wohnung ein Foto von sich und ihrem Vater, und baut einen Autounfall, der ihr partiell das Gedächtnis raubt. Von nun an ist nichts mehr, wie es war: Selbst nahestehende Menschen kommen ihr fremd vor, und Eigentümliches scheint vorzugehen.

Die Begegnung mit einer unheimlichen Doppelgängerin wirft das Leben einer jungen Ärztin nachhaltig aus der Bahn. Stimmungsvoller Horrorpsychothriller.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. „The Broken“ verblüfft – gerade weil er das gar nicht dürfte. Die Handlung nachzuerzählen fällt schwer, einfach weil eine Wiedergabe dem Film zwangläufig Unrecht tut, aber auch, weil damit die Freude gemindert wird.

      Eigentlich bietet der Film von Sean Ellis (Drehbuch und Regie) bei Licht besehen sehr wenig an Handlung, eine verfilmte Kurzgeschichte, könnte man meinen, die auch nicht sonderlich originell ist: ein bisschen „Body Snatchers“, eine Prise „Mirrors“, dazu das ohnehin in beiden vorhandene Motiv des Doppelgängers.

      Auch der Plot Twist bzw. die finale Pointe ist in ihrer Konstruktion alles andere als neu. Und ob dieser Schluss überhaupt so recht Sinn macht, ist eine ganz andere Frage. Denn Ellis spielt mehr mit dem Zuschauer als mit den Figuren, indem er sich nicht entscheidet, was hier letztendlich wie objektives Erfahren ist und wie „nah“ man an den Personen dran ist.

      Das braucht bei „The Broken“ jedoch gar nicht interessieren, denn Ellis hat seinen Film in allen anderen Bereichen unglaublich fest und gut im Griff.

      Das Althergebrachte der Gruselelemente ist vielleicht sogar gut, weil dadurch die filmische Brillanz noch besser zur Geltung kommt. Die schöne Lena Headey als Gina ist distanziert, bisweilen leblos – es ist nicht nur inhaltlich begründet, sondern passt überhaupt in die Stilistik des Films. Auch dass und wie Ellis eine Erklärung verweigert, überhaupt seinem – im besten klassischen Sinne – „unheimlichen“ Film nicht bis zur Öde auf den Grund geht, ist ein seltenes Highlight. Ein wenig fühlt man sich an „They“ (2002) von Robert Harmon erinnert. Doch „The Broken“ ist raffinierter und effektiver.

      Einen schnellen Horror darf man bei hier denn auch nicht erwarten. Bei all seinen Stimmungsmomenten wird er jedoch nie langweilig, packt und führt mit straffer Hand.
      Ellis liefert dafür eine ungemein elegante, ausgeklügelte Ästhetik. Und wie nahe diese an der Gelacktheit vorbei schrammt, ohne schaden zu nehmen, ohne hohl und selbstzweckhaft zu werden, erstaunt. Jedes Mal kriegt Ellis die Kurve, erzählt in schleichenden, frostigen Rhythmus, lässt offen, deutet an (auch wenn es, konkret, eine brutale Szene fast wie obligatorisch gibt). Kurze Seitenblicke, Irritationen – „The Broken“ ist hohes stilistisches Genre-Können.

      Allein die vielen Zeichen der Doppelung und Spiegelverkehrtheit sind ganz leicht und beiläufig hingetupft: Ein festgepinntes Formular im Krankenhaus, das ein Ventilator aufbläst, so dass im Licht die Rückseite „beschrieben“ erscheint. Oder ein langsamer Panoramaflug über London, der beim zweiten Mal von der Gegenseite aus stattfindet.

      „The Broken“ gemahnt an den besseren Japan-Horror – und ist doch ganz anderes. Vor allem aber ist in seiner gnadenlosen Selbstsicherheit und unbarmherzig Kühle ein formales Spiel mit dem Zuschauer, das diesen ernst nimmt.

      Fazit: Eine stilsichere Inszenierung mit großer formaler Eleganz bietet packendes unterkühltes Erzählen voller Andeutungen und wahrer Unheimlichkeit – was die dünne, wenig neue Story mehr als wettmacht.
    2. Kein schlitzender Wüstling treibt sein Unwesen, und auch von Zombies, Aliens oder Vampiren fehlt jede Spur, wenn in diesem originellen und stimmungsvollen Psychohorrorfilm der Albtraum einer dem Protagonisten entgleitenden Realität düstere Gestalt annimmt. Stimmungen und deren Aufbau sind der Weg und das Ziel eines in England spielenden französischen Filmes, der mit Erklärungen wenig im Sinn hat und Raum für Interpretationen lässt. Schockmomente werden virtuos plaziert, und weder Spiel noch Handwerk lassen zu wünschen übrig.

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