The Addiction

Kinostart: 27.03.1997
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Filmhandlung und Hintergrund

Durchgestylter Neo-Noir-Beatnik-Grusel um eine Gruppe beißfreudiger Vampiras in den Straßen von New York.

Studentin Kathleen wird nachts auf dem Heimweg von der Uni von einer Schönen im zwanziger Jahre Look gebissen. In vollen Zügen genießt sie fortan die Genüsse des Vampirlebens und bewährt sich als exzellente Blutsaugerin. Bevorzugte Opfer ihrer Lust sucht sie im Kreise ihrer ehemaligen Philosophieprofessoren.

Auf dem Heimweg vom Uni-Campus wird die Philosophie-Studentin Kathleen von der Vampirin Casanova überfallen und in den Hals gebissen. Fortan wird Kathleen von einem unstillbaren Verlangen nach Blut beherrscht. Viele Menschen fallen ihr zum Opfer. Doch dann lernt sie den kultivierten Vampir Peina kennen, und dieser lehrt sie, ihre Sucht zu kontrollieren. Kathleen schreibt ihre Doktorarbeit zu Ende und gibt nach bestandener Promotionsprüfung ein rauschendes Fest, zu dem sie alle ihre Freunde einlädt - lebende wie untote…

Nach einer mysteriösen Begegnung mit einer Frau im 20er Jahre Outfit, muß Philosophiestudentin Kathleen von ihrem bisherigen Leben Abschied nehmen: Ab nun ernährt sich die junge Frau nur noch von menschlichem Blut - am liebsten von dem ihrer Professoren. Vampirfilm von Abel Ferrara.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Addiction: Durchgestylter Neo-Noir-Beatnik-Grusel um eine Gruppe beißfreudiger Vampiras in den Straßen von New York.

    Vampirismus ist in, Genre-Fremde wie Neil Jordan oder Francis Ford Coppola haben sich mächtig vollgesogen mit dem Lebenssaft, der Blutstärke schafft. Da dürfen Horrorexperten nicht zurückstehen. „Bad Lieutenant“ Abel Ferrara, der schon „Body Snatchers“ im Militärlook als apokalyptische Reiter geortet hat und in seinem Debütfilm „Driller Killer“ das Bohrgestänge als Handmechanik des puren Schreckens eingesetzt hat, versucht inmitten der Hochglanzbilder einen radikaleren Weg zu beschreiten. Er mischt die Farbvaleurs eines Schwarzweißfilms mit dem blutigen Grauen einer Sauger-Story, deren konsequenteste Vertreter Frauen sind, und deckt den Großstadtalptraum mit dem Gully philosphisch-historischer Deutungsansätze zu. Studentin Kathleen (Lili Taylor, die in „Arizona Dream“ lustvoll baumelte und in „Prêt-à- Porter“ für die „New York Times“ Schnappschüsse blitzen läßt) wird auf dem nächtlichen Heimweg von der Uni von einer eleganten Schönen im Vamp-Look der 20er in eine Seitengasse gezerrt und kenntnisreich gebissen. Von da an ändert sich ihr Leben total. Der Blut-Bazillus fordert seinen Tribut. Kathleen gibt sich ihm hin, sucht selbst Opfer des Beißverlangens und landet einen Coup. Nachdem sie sich als Vampir bewährt hat und auch die Promotion mit Bravour besteht, lädt sie den philosophischen Lehrkörper der Uni zur Nachfeier ein und metzelt die Meisterdenker mit fröhlichen Schmatzen im Kreis ihrer Lippenleckfreunde. Das macht als reine Bilderfolge Sinn und Spaß, gibt Raum für Zitate und Neo-Noir-Beatnik- Grusel als „Basic Instinct“-Spaß für hemmungslose Arterien- und Venen-Champions. Doch leider wird es diesmal selbst den Hard-Core-Freunden des Genres schwer gemacht, denn wo die Bildebene funktioniert und die Dämonie der Schlagschatten reizvolle Akzente setzt, versagt der thematische Überbau des Films. Ferrara wollte unbedingt das Verhältnis Täter-Opfer mit Hitler, Ausschwitz und dem Völkermord der Serben an den Bosniern in Verbindung bringen, um auf verhängnisvolle Kontinuitäten in der Weltgeschichte hinzuweisen. Doch so einfach läuft das nicht. Dokumentaraufnahmen nackter Opfer und ein Dialog, der Massengräber, Verfügbarkeit und die sexuelle Erregung von Gemetzelten in fatale und vereinfachte Zusammenhänge bringt, bewirken eher Abwehr als Bestürzung, die aus Einsicht entsteht. Ferrara wird es schwer haben, und ein Verleih wird auf die Bildqualitäten setzen müssen. ger.

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