Filmhandlung und Hintergrund

Ein Film Noir mit einem schwarzen Detektiv: Carl Franklin hat die Hoffnungen, die er vor zwei Jahren mit seinem Debüt „One False Move“ weckte, bei weitem nicht enttäuscht. „Teufel in Blau“, bei den Festivals in Toronto und San Sebastián erstmals aufgeführt, ist ein atmosphärisch dichter Thriller, der auf lässig elegante Weise das Ambiente der späten vierziger Jahre mit einem nostalgisch distanzierten Hauch von...

Los Angeles, 1948. Easy Rawlins verliert nach einem Streit seinen Job in der Flugzeugindustrie. Um sich über Wasser halten zu können, nimmt er einen Job an, bei dem er die geheimnisvolle Daphne aufspüren soll, die nach einer Affäre mit einem lokalen Politiker verschwunden ist. Easy macht sich auf die Suche im Milieu der schwarzen Jazz-Clubs und begibt sich in einer Intrige, die auch ihn das Leben kosten könnte.

Los Angeles, Ende der vierziger Jahre. Easy Rawlins hat gerade seinen Job in einer Flugzeugwerft verloren. Da er auch noch hohe Raten für seinen Bungalow bezahlen muß, ist er heilfroh, als der zwielichtige DeWitt Albright ihm einen Job anbietet. Für 100 Dollar soll er sich auf die Suche nach der jungen Daphne Monet begeben, die nach einer heißen Affäre mit einem Lokalpolitiker spurlos verschwunden ist. Kurz darauf wird das Mädchen ermordet. Daraufhin ruft Rawlins seinen schußwaffenerprobten Freund Mouse zu Hilfe.

Im Los Angeles der vierziger Jahre soll der abgebrannte Easy Rawlins für 100 Dollar eine junge Frau finden, die nach einer Affäre mit einem Lokalpolitiker spurlos verschwand. Carl Franklins Hommage an den Film noir mit einem glänzend aufgelegten Denzel Washington als schlagfertiger Detektiv.

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    Kritikerrezensionen

    • Ein Film Noir mit einem schwarzen Detektiv: Carl Franklin hat die Hoffnungen, die er vor zwei Jahren mit seinem Debüt „One False Move“ weckte, bei weitem nicht enttäuscht. „Teufel in Blau“, bei den Festivals in Toronto und San Sebastián erstmals aufgeführt, ist ein atmosphärisch dichter Thriller, der auf lässig elegante Weise das Ambiente der späten vierziger Jahre mit einem nostalgisch distanzierten Hauch von heute zeigt. Hauptdarsteller Denzel Washington kreiert eine wunderbare Detektivfigur – lakonisch cool, sinnlich smart, intelligent witzig. Sein Ezekiel „Easy“ Rawlins braucht Vergleiche mit Philip Marlowe oder Sam Spade nicht zu scheuen. Franklins Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des schwarzen Autors Walter Mosley, 1990 erschienen und von Präsident Clinton als Lieblingslektüre gepriesen. Los Angeles 1948. Easy Rawlins (Washington) ist Kriegsveteran und arbeitet in der Flugzeugindustrie. Nach einem Streit verliert er seinen Job und steht nun mittellos da in einer Zeit, die nach dem Finanzboom aufgrund des siegreichen Weltkriegsendes bereits wieder soziale Restriktionen aufweist. Eine kranke Politik macht damals immerhin einen Senator McCarthy möglich. Diskriminierungen liegen also sozusagen in der Luft, und Easy ist froh, als er von einem undurchsichtigen Typen namens DeWitt Albright (Tom Sizemore) einen 100- Dollar-Job angeboten bekommt. Er soll eine geheimnisvolle Lady aufspüren, Daphne Monet (Jennifer Beals), die nach einer Affäre mit einem lokalen Politiker verschwunden ist. Easy, der mit dem Geld wieder eine Rate seines kleinen Bungalows zahlen kann, macht sich auf die Suche im Milieu der schwarzen Jazz-Clubs und Bars und trifft zuerst auf Coretta James (Lisa Nicole Carson), eine Freundin von Daphne. Die kurze leidenschaftliche Romanze zwischen Easy und Coretta wird durch deren plötzliche Ermordung brutal beendet. Easy, der sich ohnehin in dem Milieu der dunklen Deals und kompromittierenden Moral immer etwas außerhalb der Legalität nicht wirklich zu Hause fühlt, ruft seinen alten Freund Mouse (Don Cheadle), der wenigstens mit dem Schießeisen umgehen kann. Und als Daphne, die teuflische Femme Fatale in Blau, in Easys Leben tritt, sind die geheimnisvollen Verwicklungen alles andere als klar. Die schillernde Lady, die einerseits Hilfe, andererseits keinerlei Einmischung will, ist natürlich die klassische Schlüsselfigur für den Sumpf aus korrupter Politik, finsteren Geschäften, Erpressung, Lügen, Rassendiskriminierung, Mord. Man mag sich an „Chinatown“ erinnert fühlen oder das Noir-Flair der Chandler-Welt – Regisseur Carl Franklin, der auch in enger Zusammenarbeit mit Denzel Washington das Drehbuch schrieb, setzt vor allem auf Stil und Stimmung. Unter der Ägide der ausführenden Produzenten Jonathan Demme und dessen Partner Edward Saxon ist Franklin ein konsequenter Autorenfilm gelungen. „Teufel in Blau“ ist ein eleganter, intelligenter und in jeder Beziehung aufregender Film Noir für ein Publikum, das Witz und Spannung liebt. fh.

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