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„Tenet“ ein Flop? Regisseur Christopher Nolan äußert sich zum Einspielergebnis

Hy Quan Quach |

© Warner Bros.

„Tenet“ war nicht der erhoffte Rettungsanker für das Kino. Aber auch nicht der Flop, für den ihn die Studios halten, mahnt Christopher Nolan an.

Mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 350 Millionen US-Dollar gilt der Big-Budget-Eventfilm „Tenet“ von Starregisseur Christopher Nolan als an den Kassen gescheitert. Mehr noch, dass die Studios ihre ganzen potenziellen Blockbuster nahezu komplett aus dem Kalenderjahr 2020 gestrichen und ins Kinojahr 2021 verschoben haben, wird Nolans Sci-Fi-Thriller angekreidet.

Der Film habe, so der allgemeine Tenor, bewiesen, dass sich aufgrund der globalen Corona-Pandemie kaum welche in die Kinos trauten – wenn die denn überhaupt geöffnet sind. Zum Vergleich: Der erfolgreichste Film 2019 ist zur gleichen Zeit auch der erfolgreichste Film aller Zeiten, nämlich Disney und Marvel Studios‘ „Avengers: Endgame“ mit einem weltweiten Einspielergebnis von 2,79 Milliarden US-Dollar. Der aktuell erfolgreichste Film 2020 ist der chinesische Kriegsfilm „The Eight Hundred“ mit 464 Millionen US-Dollar Einspiel. Damit wäre der Film in 2019 nur auf Platz 17 gestanden.

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Es sieht also ganz danach aus, als täten die Studios tatsächlich gut daran, ihre teuren Produktionen ins nächste Jahr zu retten, oder? Nein, findet der britische Filmemacher und warnt die Studios eindringlich davor, die falschen Rückschlüsse zu ziehen.

Diese zwölf teuren Filmproduktionen sind auch ganz ohne Corona-Pandemie gefloppt:

Christopher Nolan: Man muss sich an eine neue Realität gewöhnen

In einem Interview mit Los Angeles Times betont der Regisseur:

„Warner Bros. hat ‚Tenet‘ herausgebracht und ich bin begeistert davon, dass der Film fast 350 Millionen US-Dollar eingespielt hat. Aber ich befürchte, dass die Studios die falschen Schlüsse aus unserer Veröffentlichung ziehen. Statt darauf zu schauen, wo der Film gut funktioniert hat und wie ihnen das notwendige Einnahmen verschaffen kann, blicken sie nur darauf, wo der Film nicht den Prä-COVID-Erwartungen entsprechen konnte. Und sie nutzen das als Ausrede, damit die Kinobetreiber die Verluste aufgrund der Pandemie auffangen müssen, statt in die Vollen zu gehen und sich anzupassen oder das Geschäft umzugestalten.“

Nolan halte auch das Argument, dass die Corona-Pandemie lediglich die Entwicklung weg vom Kino und hin zum Streaming beschleunigt habe, für nicht überzeugend. Der 50-Jährige verweist dabei auf das Kinojahr 2019 – das erfolgreichste aller Zeiten. Für ihn persönlich laute die Frage daher nicht, ob das Kino am Ende sei, sondern vielmehr, in welcher neuen Realität man sich befinde:

„Auf lange Sicht betrachtet ist das Kino Teil des Lebens, genauso wie Restaurants und alles weitere. Aber jetzt müssen sich alle an eine neue Realität gewöhnen.“

Mit diesem 2019er-Quiz könnt ihr euch an eine bessere Kinozeit zurückerinnern:

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