Sie schrieben Filmgeschichte, können aber nicht „klicken“: Die Probleme des „alten“ Hollywood mit dem Oscar-Voting

"Ted"-Regisseur Seth MacFarlane moderiert am 24. Februar die Oscar-Verleihung Bild: Gage Skidmore

Mit einer ausgefuchsten Online-Abstimmung sollen die Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) entscheiden, wer die nächsten Oscars bekommt.

Mehr als 6.000 Mitglieder aus 14 Berufen des Filmgeschäfts entscheiden über die Vergabe der „Oscars“. Wer selbst schon einen bekommen oder sich in besonderer Weise um die Branche verdient gemacht hat, wird in diesen erlauchten Kreis aufgenommen. Jeder darin hat bereits ein analoges Schreiben erhalten, in dem erklärt wird, wie die digitale Abstimmung für die „Oscars 2013“ vonstatten geht:

Über ihre persönliche „Voter Nummer“ sollen sich die Stimmberechtigten einloggen und ein Passwort bestimmen. Danach können sie mit ein paar Mausklicks für ihre Oscar-Favoriten in den einzelnen Kategorien stimmen. Soweit, so einfach - doch viele ältere AMPAS-Mitglieder haben noch nie „Klick“ gemacht.

Niedrige „Oscar“-Wahlbeteiligung droht

Bilderstrecke starten(16 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Ted

Der ‚Hollywood Reporter‘ hat etliche Academy-Mitglieder nach ihrer Meinung zum Online-Voting befragt und erfuhr, dass nicht wenige Schwierigkeiten mit dem Log-in und der Nutzung der Seite haben. Es droht die niedrigste Wahlbeteiligung seit Jahren.

Die Academy selbst meldet, dass sich die meisten Beschwerden auf vergessene oder mißbräuchlich benutzte Passwörter beziehen. Der ‚Hollywood Reporter‘ hat einige Stimmen veröffentlicht. Darin wird unter anderem bemängelt, dass das „Oscar“-Schreiben wie ein Werbebrief aufgemacht war, den vermutlich viele ungeöffnet in den Müll geworfen hätten. Andere würden grundsätzlich das Internet nicht nutzen oder besäßen gar keinen Computer.

Aber auch wenn viele Stimmen nicht abgegeben werden - wer am 24. Februar einen Oscar bekommt, wird sicher nicht nach der Wahlbeteiligung fragen. Sondern sich wortreich bei der Mutter bedanken. Die Moderation übernimmt erstmals Seth MacFarlane, Regisseur des Sensationserfolges „Ted„.

Zu den Kommentaren

News und Stories

Kommentare