Prollbär "Ted" ein Plagiat?

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Ted 2 Poster

Alles nur geklaut? Das behauptet jedenfalls „Charlie, der Ausfallende Teddy“.

"Dieselbe Persönlichkeit": Kultbär Ted (oben) soll ein Plagiat des Webstars Charlie (unten) sein. Bild: Universal/Bengal Mangle

Mitten in den Vorbereitungen zur Fortsetzung seines Welterfolgs „Ted“ flattert Regisseur Seth MacFarlane unangenehme Post ins Haus: Er hat eine Millionenklage am Hals, denn „Ted“ soll samt seiner Gags ein freches Plagiat von „Charlie the Abusive Teddy“ sein.

Charlie, dessen Kampfname übersetzt „der Ausfallende“ bedeutet, ist Star der gleichnamigen Webserie, außerdem der Serie „Acting School Academy“. Beide werden von der Produktionsfirma Bengal Mangle gemacht und die zieht jetzt gegen MacFarlane, die „Ted“-Produktion Media Rights Capital und Filmriese Universal Pictures vor Gericht.

„Ted“ sei eine Copyrightverletzung ihrer eigenen Teddybär-Animation lautet die Begründung und ab jetzt geht es um viel, viel Geld. Die Höhe der Forderung ist noch nicht bekannt. Doch da der Film weltweit 550 Millionen Dollar einspielte, wird auch die Schadenersatzforderung in schwindelnden Höhen anzusiedeln sein.

Zwei Bären, eine einzige Ferkelei

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„Charlie the Abusive Teddy“ und „Acting School Academy“ waren in den Jahren 2009 und 2010 auf Youtube, FunnyOrDie.command und anderen Streaming-Plattformen zu sehen. „Sowohl Charlie als auch Ted leben im Grunde in der selben Umgebung“, schreibt Bengal in der Klageschrift. „Dazu gehört auch, dass beide viel Zeit im Wohnzimmer auf der Couch verbringen mit einem Bier und/oder einer Zigarette in der Hand.“

Für die Kläger liegt es auf der Hand: „Charlie und Ted haben substanziell dieselbe Persönlichkeit, denselben Tonfall, dasselbe Vokabular, dieselben Dialoge und legen dasselbe Verhalten an den Tag.“ Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, dass sie es ernst meinen, führt die Charlie-Fraktion ganze Szenen an, die Seth MacFarlane abgekupfert haben soll:

„Charlie beschreibt, was er alles mit einer Prostituierten anstellen möchte; redet darüber, dass er einen Entzug verweigert, brüllt Amy an, weil er Erbsen möchte; erzählt seiner Mutter, er hätte Katzenminze auf seinen Hoden verteilt; schlägt vor, er und sein Vater sollten gemeinsam in den Stripclub gehen.

Ted demonstriert einer Frau all die Sexpraktiken, die er mit ihr ausprobieren möchte; versucht Diskussionen mit John durch Gewalt für sich zu entscheiden, plaudert mit Norah Jones über ihre gemeinsamn sexuellen Erlebnisse und reißt selbst dann noch fette Witze, wenn sein Leben in Gefahr ist.“ Die Klage zitiert außerdem Ähnlichkeiten in den Twitter- und Facebook-Posts von Charlie und Ted.

Weder die „Ted“-Produzenten, Seth MacFarlane noch Universal haben sich bislang zu den Vorwürfen geäußert. „Ted 2“ soll im Juni 2015 in die Kinos kommen und ein Roadmovie werden.

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