Tatort: Waffenschwestern

Filmhandlung und Hintergrund

In diesem Fall, den Kommissarin Sänger ohne ihren Kollegen Dellwo bestreiten muss, wird sie bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit getrieben...

Schon seit einiger Zeit halten dreiste Bankräuber das Rhein-Main-Gebiet in Atem. Beim letzten Coup ist zum ersten Mal ein Schuss gefallen; er traf einen Wachmann tödlich. Kurz drauf trifft Kommissarin Sänger zufällig auf eine bewaffnete Amokläuferin. Während sie noch zögert, macht ein Kollege kurzen Prozess. Die Pistole der Frau war jedoch gar nicht geladen. Sänger wird trotzdem beurlaubt, ermittelt weiter und stößt auf eine Frauengruppe, die im Wald historische Duelle nachstellt.

Bilderstrecke starten(11 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Tatort: Waffenschwestern

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

0,0
0 Bewertung
5Sterne
 
(0)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Tatort: Waffenschwestern: In diesem Fall, den Kommissarin Sänger ohne ihren Kollegen Dellwo bestreiten muss, wird sie bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit getrieben...

    Ob sich Autor Michael Proehl diese Form der Freizeitbeschäftigung ausgedacht hat oder ob es tatsächlich Frauen gibt, die sich nur zum Spaß im Wald duellieren, ist nicht überliefert. Tatsache ist jedoch, dass Regisseur Florian Schwarz („Katze im Sack“), der mit diesem „Tatort“ das dritte Proehl-Drehbuch verfilmt, den Einfall für höchst originell hielt; so originell jedenfalls, dass er vor lauter Begeisterung das erste Gebot des sonntägigen Sendeplatzes aus den Augen verlor. Die ARD-Krimis dürfen ja mittlerweile alles; außer langweilen.

    Tatsächlich ist man hin und hergerissen bei diesem seltsamen Sujet, dem Schwarz vor lauter Begeisterung nicht mal ein Mindestmaß an Spannung abgewinnen wollte. Dabei hat die Geschichte gleich zwei vielversprechende Einstiege zu bieten: Im ersten Prolog erschießt ein sichtlich nervöser Bankräuber eher aus Versehen einen Wachmann, im zweiten ein Polizist ganz überlegt und gezielt eine vermeintliche Amokläuferin. Wie immer braucht die Polizei deutlich länger als das Publikum um herauszufinden, dass es sich beim Täter aus Strang eins und dem Opfer aus Strang zwei um ein und dieselbe Person handelt. Möglicherweise liegt das auch daran, dass Charlotte Sänger diesmal ganz auf sich allein gestellt ist, weil Kollege Dellwo anderweitige Aufgaben hat. Da sie angesichts der Amokläuferin eine psychische Ladehemmung überkam, wird sie zu allem Überfluss auch noch vom Dienst suspendiert. Wie ebenfalls krimiüblich ermittelt sie selbstredend munter weiter und stößt alsbald auf eine Gruppe offenbar gelangweilter Frauen, die mit scharfer Munition und kugelsicheren Westen berühmte Duelle nachstellen.

    Wenn Fußballspiele verloren gehen, gelten prominente Abwesende gern als Gewinner. Auf diesen „Tatort“ übertragen hieße das: Ohne Jörg Schüttauf geht’s wohl nicht. Tatsächlich fehlt Andrea Sawatzki ein angemessener männlicher Gegenspieler. Einziger ernstzunehmender Widerpart ist die Anführerin (Nina Kronjäger) der Flintenweiber, deren Motive allerdings völlig im Dunkeln bleiben. Die interessantere Figur ist daher der Polizist, der die Amokläuferin erschossen hat. Uwe Bohm muss den Mann jedoch als Ausbund männlicher Überheblichkeit verkörpern, dem die gezielten Todesschüsse auch noch Spaß gemacht haben.

    Während die Handlung an der Spannung spart, will die Bildgestaltung (Dominik Schunk) ganz viel Dynamik vermitteln; die Handkamera dackelt den Personen mitunter hinterher, als habe Schwarz eine Pseudo-Dokumentation drehen wollen. Am Schluss hingegen schwenkt er ganz aufs Gangster-Genre um: Zum Finale wird geballert und gestorben, als solle der Film alle diesbezüglichen „Tatort“-Rekorde brechen. Pünktlich zum nächsten Fall (bereits am 28. Dezember) ist Frankfurt aber repariert und auch Jörg Schüttauf wieder dabei. tpg.

News und Stories

  • Das Erste: Drehstart für "Tatort: Waffenschwestern"

    Unter dem Arbeitstitel „Waffenschwestern“ dreht der HR vom 12. November bis 17. Dezember 2007 in Frankfurt und Umgebung einen neuen „Tatort“ fürs Erste mit Andrea Sawatzki in der Hauptrolle. Im 13. Fall muss Charlotte Sänger ohne ihren Kollegen Fritz Dellwo ermitteln. Ist sie der Leitung der Mordkommission alleine gewachsen? Ausgerechnet jetzt gerät sie in eine Situation, in der sie mit ihrem Versagen als Polizistin...

    Ehemalige BEM-Accounts  

Kommentare

  1. Startseite
  2. Alle Filme
  3. Tatort: Waffenschwestern