1. Kino.de
  2. Filme
  3. Tatort: Verrat

Tatort: Verrat

Filmhandlung und Hintergrund

Ein deutscher Diplomat wird tot aufgefunden, dafür taucht eine für tot gehaltene Agentin wieder auf. Eine Ex-Geisel bringt die Kommissare auf eine Spur, die nach Kolumbien führt.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

0,0
0 Bewertung
5Sterne
 
(0)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Tatort: Verrat: Ein deutscher Diplomat wird tot aufgefunden, dafür taucht eine für tot gehaltene Agentin wieder auf. Eine Ex-Geisel bringt die Kommissare auf eine Spur, die nach Kolumbien führt.

    „Tatort“ bleibt das Maß aller Krimidinge, weil sich die Reihe immer wieder selbst neu erfindet. Nachdem bereits der SWR vor drei Wochen mit „Flashback“ die Reihe um einen weiteren Höhepunkt bereichert hat, setzt nun der WDR mit dem Film „Verrat“ noch eins drauf. Ausgerechnet ein Routinier wie der 73-jährige Hans Noever macht vielen ungleich behäbigeren jüngeren Kollegen vor, wie man eine Geschichte mit viel Temperament und trotzdem ohne Schnickschnack umsetzt. Garantie dafür ist vor allem die Bildgestaltung von Peter Przybylski, der bevorzugt mit der Handkamera gefilmt hat und auf diese Weise immer wieder ganz nah an die Figuren herankam; Tempo bekommt der Film auch, weil Noever auf Schnitte verzichtete und statt dessen die Kamera schwenken ließ.

    Ohne eine gute Geschichte aber nützen auch die besten Bilder nichts. Horst Vocks, kaum minder erfahren als Noever, hat den Kölner Polizisten Ballauf und Schenk eine Handlung geschrieben, die ihnen eine perfekte Grundlage für ihre unterschiedlichen Temperamente bietet. Geschickt versteht es Vocks zudem, eine eigentlich einfache Grundidee clever zu verschachteln.

    Am Anfang steht der offenbar professionell durchgeführte Mord an einem Diplomaten; die Kugel traf ihn ins Auge (kein schöner Anblick übrigens). Rasch stellen Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) einen Zusammenhang zur Entführung eines Managers in Kolumbien her, bei der das Lösegeld auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Und welche Rolle spielt die rätselhafte Geheimagentin Karo (Bibiana Beglau), die sich als Austauschgeisel zur Verfügung gestellt hatte und dabei angeblich um’s Leben kam? In Wirklichkeit ist sie munter und fidel, denn gerade erst hat sie ein lebensmüdes junges Mädchen aus dem Rhein gefischt.

    Wie stets steht den Kölner Beamten auch wieder ihr Privatleben im Weg: Schenk ist von seiner Frau vor die Tür gesetzt worden, findet keine neue Bleibe (Möbelmesse!) und hat entsprechend schlechte Laune, und Sekretärin Franziska droht, einem Heiratsschwindler auf den Leim zu gehen. Es spricht für die Qualität sowohl des Drehbuches wie auch der Inszenierung, dass diese privaten Elemente jedoch nie zur Hauptsache werden. „Der Verrat“ dürfte zu den besten Filmen mit Ballauf und Schenk gehören; ein Krimi, den man nicht so schnell vergisst. tpg.

Kommentare