Filmhandlung und Hintergrund

Der Hamburger Undercover-Ermittler soll getarnt als Pressereferent einem Industriespion auf die Schliche kommen.

Kommissar Cenk Batu wird bei einem Triebwerkhersteller und Elektronik-Entwickler als Pressereferent eingeschleust, um einen Industriespion dingfest zu machen. Er wähnt sich schon fast am Ziel, als er eine enge Beziehung zu dem verdächtigen Entwicklungsleiter Holger Lichtenhagen aufbauen kann, doch dann wird dieser umgebracht, Batu verliebt sich in Lichtenhagens uneheliche Tochter und droht selbst Opfer des Spions zu werden.

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Vergissmeinnicht: Der Hamburger Undercover-Ermittler soll getarnt als Pressereferent einem Industriespion auf die Schliche kommen.

    Nach dem preisgekrönten Krimi „Auf der Sonnenseite“ inszeniert Richard Huber zum zweiten Mal einen „Tatort“ mit Mehmet Kurtulus als Undercover-Kommissar.

    Kommissar Cenk Batu (Mehmet Kurtulus) wird bei einem großen Hamburger Triebwerkhersteller und Elektronik-Entwickler als Pressereferent eingeschleust, um einen Industriespion dingfest zu machen. Zunächst wird der Entwicklungsleiter Holger Lichtenhagen (Hansjürgen Hürrig) verdächtigt, geheime Konstruktionspläne an das Ausland zu verkaufen. Batu wähnt sich schon fast am Ziel, als Lichtenhagen ihn zum persönlichen Referenten befördert, doch dann wird dieser umgebracht. Hat dieser Mord mit der Spionage zu tun? Bei den weiteren Ermittlungen lernt der Undercover-Kommissar Lichtenhagens uneheliche Tochter Mia Andergast (Désirée Nosbusch) kennen. Sein Führungsoffizier Uwe Kohnau (immer gut: Peter Jordan) will ihn schon zurückpfeifen, da droht Batu selbst Opfer des Spions zu werden.

    Auch der dritte Fall des Hamburger Tatort-Kommissars ist für Überraschungen gut. Regisseur Richard Huber, der den ausgezeichneten Auftaktfilm realisierte, spielt wieder stärker mit den Absurditäten des Undercover-Daseins - zu den geheimen Treffpunkten von Batu und seinem Verbindungsmann gehörten dieses Mal eine Schwulenbar und das Miniatur-Wunderland -, betont aber auch die private Seite des Ermittlers. Als Love-Interest und Gegenspielerin tritt Desirée Nosbusch auf, mit der Huber bereits die Pro Sieben-Komödie „Love Trip“ drehte. Nosbusch überzeugt schauspielerisch, und naturgemäß stimmt die Chemie mit Kurtulus, mit dem sie auch im wirklichen Leben verbandelt ist. Auch für die Besetzung der Nebenrollen hat Richard Huber ein gutes Händchen. Die Erzählweise (Drehbuch Christoph Darnstädt und Tim Krause) besticht durch eine angenehme Beiläufigkeit und Zweideutigkeit, durch die die Lösung lange verborgen und die Spannung erhalten bleibt. Nicht zuletzt wird „Vergissmeinnicht“ durch einen ungewöhnlichen Hauptdrehort sehenswert, ist es doch die erste fiktionale Produktion überhaupt, die auf dem Airbus-Gelände in Hamburg-Finkenwerder gedreht werden durfte. sw.

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