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Tatort: Schlaraffenland

  

Filmhandlung und Hintergrund

Klara Blums erster Fall: Ein junger, geistig zurückgebliebener Mann hat allem Anschein nach einen Sexualmord an einem Kind begangen und wird am Tatort festgenommen. Als ihm die Flucht gelingt, entführt er einen Wagen, in dem ein kleines Mädchen sitzt...

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Schlaraffenland: Klara Blums erster Fall: Ein junger, geistig zurückgebliebener Mann hat allem Anschein nach einen Sexualmord an einem Kind begangen und wird am Tatort festgenommen. Als ihm die Flucht gelingt, entführt er einen Wagen, in dem ein kleines Mädchen sitzt...

    Nun ist es doch nicht der Jubiläums-„Tatort“ geworden, sondern nur die Nummer 499. Klara Blum wird es egal sein, und Eva Mattes sowieso: Beide machen nicht den Eindruck, als seien ihnen solche Dinge wichtig. Innerhalb weniger Woche schickt die ARD mit Klara Blum die dritte Kommissarin ins Quotenrennen. Die beiden Kolleginnen haben jeweils für imposante Zuschauerzahlen gesorgt. Eva Mattes wird auch das nicht schrecken, denn die renommierte Bühnendarstellerin hat einen nicht zu unterschätzenden Verbündeten: den Bodensee. Schon die ersten Bilder mischen die idyllische Landschaft und das pure Grauen: Unter einem Obstbaum liegt ein Junge mit gebrochenem Schädel. Klara Blum wird samt Gatten und Vorgesetztem (beides in einer Person: Michael Gwisdek) vom Sommerfest der Konstanzer Polizei gerufen. Der eifrige Streifenpolizist Bülent Isi (Ercan Özcelik) hat den mutmaßlichen Täter bereits festgesetzt: Wolfi, ein junger Mann (Alexander Beyer), der auf dem geistigen Niveau eines Zwöfljährigen steckengeblieben ist. Sein Bruder Hanno (Martin Feifel) beteuert zwar Wolfis Unschuld, doch das Unheil nimmt seinen Lauf; und Klara Blum wird tiefer in den Fall hineingezogen, als ihr lieb ist.

    Sieht man von der reizvollen Beziehung zwischen der Hauptkommissarin und ihrem Mann ab, passiert lange Zeit erst mal gar nichts in diesem Bodensee-„Tatort“. Die von Autor Stefan Dähnert entwickelte Klara Blum ist ohne Frage eine interessante Figur mit Zukunft, doch Nina Grosses Inszenierung sorgt für viel zu wenig Spannung. Diverse Verfolgungsfahrten durch hübsch anzuschauende Landschaften sind einfach zu wenig für einen Krimi. Dafür entschädigen auch nicht die vielen hübschen Details, etwa die Pressekonferenz, die Martin Blum auf Socken halten muss, weil ihm Wolfi die Schuhe geklaut hat. Ohnehin gehören die besten Szenen dem Ehepaar, das seine Beziehungsgespräche auch schon mal mitten im Einsatz führt. Leider ist Gwisdeks Mitwirken auf eine Gastrolle beschränkt; Polizist Isi, der im zweiten Fall zum Assistenten befördert wird, bekommt hingegen noch gar keine Konturen. Obwohl sich der Film gegen Ende sogar Ausflüge ins Bauerntheater leistet, ist er übrigens seltsam dialektfrei; und das, obwohl die Alemannen, wie sie freimütig einräumen, alles können - nur nicht hochdeutsch. tpg.
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