Tatort: Nachtkrapp

Filmhandlung und Hintergrund

Vierte deutsch-Schweizer "Tatort"-Koproduktion.

In einem Landschulheim ist ein Junge missbraucht und ermordet worden. Reflexartig verdächtigt die Polizei Holger Nussbaum, der wegen eines ähnlichen Delikts vor 15 Jahren verurteilt worden und kürzlich freigelassen worden ist. Der Mann hat die Ermittler schon erwartet und entführt Kommissarin Klara Blum. Derweil kümmert sich ihr neuer Kollege von der Schweizer Kantonspolizei um den Jungen, auf den es der Mörder eigentlich abgesehen hatte. Moritz ist überzeugt, sein Freund sei ein Opfer des alemannischen Kinderschrecks Nachtkrapp geworden.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Nachtkrapp: Vierte deutsch-Schweizer "Tatort"-Koproduktion.

    Zehn Jahre ist es bereits her, dass Klara Blum ihren ersten Fall als Konstanzer Kommissarin gelöst hat. Sie tut dies stets auf eine sehr mütterliche, verständnisvolle und verantwortungsbewusste Weise, weshalb die Filme auch regelmäßig aus dem üblichen Rahmen des Fernsehkrimis fallen.

    Hektisch geht’s jedenfalls selten zu am Bodensee, und das stimmt ja auch für die Wirklichkeit. Viele Zuschauer mögen das. Daher wird es den Freunden der Figur Klara Blum (Eva Mattes) ganz recht sein, dass der Jubiläumsfall zwar eine potenziell brisante und spannende Geschichte erzählt, rechte Spannung aber dennoch nicht aufkommen will: In einem Landschulheim ist ein Junge entführt, missbraucht und ermordet worden. Reflexartig verdächtigt die Polizei Holger Nussbaum (Hansa Czypionka), der wegen eines ganz ähnlichen Delikts vor 15 Jahren verurteilt worden und kürzlich freigelassen worden ist. Der Mann hat die Ermittler schon erwartet und entführt kurzerhand die Kommissarin.

    Die Flucht in die Schweiz hat den Vorteil, dass auch das Umfeld des Bodensees zur Geltung kommt; Täter und Opfer gelangen schließlich bis an den Rand der Alpen. Die Zuschauer können sich in aller Ruhe an der Landschaft erfreuen, denn an den Nerven zerrt die Entführung kaum.

    Zum Glück hat die Geschichte eine dritte Hauptfigur zu bieten: Weil Blums heimlicher Schwarm Reto Flückiger ja mittlerweile in Luzern seinen eigenen „Tatort“ hat, wird in diesem in Koproduktion mit dem Schweizer Fernsehen entstandenen Krimi mit Matteo Lüthi von der Thurgauer Kantonspolizei sein Nachfolger präsentiert. Gespielt wird er von Roland Koch, den die Zuschauer am ehesten aus Serien wie „Der Fürst und das Mädchen“ und „Geld.Macht.Liebe“ kennen werden. Hier darf er eine andere Seite zeigen: Lüthi, ehemals Geheimagent, ist ein Einzelgänger, was prompt zu Auseinandersetzungen mit der Teamspielerin Klara Blum führt. Sein Herz beweist der Polizist, als er spontan einen Zimmergenossen des Mordopfers bei sich aufnimmt. Dieser Moritz (Elia Sager, ein Naturtalent) ist überzeugt, sein Freund sei der alemannischen Kinderschreckfigur „Nachtkrapp“ zum Opfer gefallen; er ist schließlich auch der Schlüssel zur Lösung.

    Ausgerechnet Koch, der den Lüthi recht kantig und somit als willkommenen Gegenentwurf zur abgerundeten Blum verkörpert, steht allerdings auch für einige ungelenke Momente, die ebenso typisch für den Bodensee-„Tatort“ sind wie die wunderbaren Seebilder: Beim NDB sei der Kollege zuvor gewesen, teilt Kai Perlmann (Sebastian Bezzel, diesmal komplett unterfordert) seiner Chefin mit. Natürlich weiß kaum jemand, dass NDB das Kürzel für den Schweizer Nachrichtendienst ist, also muss Klara Blum das ihrem Publikum erklären, und fast erwartet man, dass Eva Mattes dabei auch noch in die Kamera blickt. tpg.

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