Filmhandlung und Hintergrund

Erster Fall für Devid Striesow als neuer Hauptkommissar des saarländischen "Tatorts".

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Melinda: Erster Fall für Devid Striesow als neuer Hauptkommissar des saarländischen "Tatorts".

    Schicht im Schacht. Ein „Neuer“ in Person von Devid Striesov ermittelt in Saarbrücken, wo in einem Drogenfall Kinder als Kuriere missbraucht werden.

    Das vielseitige „Nordlicht“ Devid Striesov („Lichter“) gibt als Klamottenunfall sein Debüt als „Tatort“-Ermittler: thailändische Wickelhose, halblange Shorts, Gummistiefel… Mit einem klapprigen Roller bewegt er sich als Hauptkommissar Jens Stellbrink fort. Im Baumarkt, hier möchte er noch ein paar Sachen - darunter eine umkämpfte Klobürste - für die neu zu beziehende Wohnung kaufen, stolpert er gleich in seinen ersten Fall. „Melinda“ heißt er, genauso wie das nordafrikanische Mädchen (sympathisch und präsent: Mila Böhning), das alleine durch die Gänge huscht. Eine Drogengeschichte, in der Kinder als Kuriere missbraucht werden, Verfolgungsjagden durch einen Märchenpark und wüste Schießereien auf einem Parkplatz inklusive - harte Aktion gepaart mit einer gehörigen Portion Slapstick.

    Die Bösewichte, dunkelhäutige Herren, erinnern an die tumben Schurken aus John Landis‘ „Kopfüber in de Nacht“, Arabisch wird parliert, Diplomatenpässe werden gezückt, eine rüstige Rentnerin (Silvia Bervingas) bringt Stellbrink dank ihres Krimiwissens auf die entscheidende Spur. Der übt sich zwischendurch in Meditation, gesteht Kollegin Lisa Marx (Elisabeth Brück), dass er zwecks Bewusstseinserforschung gerne mal einen Joint inhaliert, während sie, durchtrainierter, gerne Sonnenbrille tragender Rotschopf ihrer Freundin, Staatsanwältin Nicole Dubois (nonstop quasselnde Nervensäge: Sandra Steinbach), beim Thaiboxen die Luft aus den Lungen kickt.

    Schreibtische werden im funktional-hässlichen Polizei-Flachbau gerückt, die Neu-Kollegen markieren ihr Revier - „Ihr müsst Blickkontakt haben“… Man duzt, umkreist sich, ermittelt fast nebenher. Viel Zufall ist beim turbulenten Drehbuch des eingespielten Teams Lars Montag und Dirk Kämper im Spiel, die Figuren sind in konstanter Bewegung. Regisseur Hannu Solonen, ganz alter „Tatort“-Hase, hält die Story flott am Laufen, gibt im SUV, im Mercedes und im Polizeiauto Gas und lässt die Bilder (Kamera: Wolf Siegelmann) zwischendurch frech aus dem Lot geraten. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde steht am Schluss der Ermittlungen. Das kann ja heiter werden. geh.

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