Tatort: Macht der Angst

  1. Ø 5
   2007
Tatort: Macht der Angst Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Macht der Angst: Kommissar Borowski und Frieda Jung geraten in Gefahr bei der Aufgabe, einen mörderischen Scharfschützen zu stellen.

Auf einer Fußgängerbrücke wird ein Passant von einem Heckenschützen erschossen. Kommissar Borowski entdeckt einen wichtigen Hinweis: Die Wahl des Opfers war vielleicht Zufall, der Mord jedoch nicht. Er muss die Ermittlungen allerdings immer wieder für den Prozess gegen einen Kindermörder unterbrechen. Die Staatsanwaltschaft erhofft sich Hinweise auf einen Kinderporno-Ring, doch der zuständige Richter trifft eine völlig unerwartete Entscheidung.

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Kritikerrezensionen

  • Im richtigen Leben hat es die Polizei in der Regel einfacher als ihre Bildschirmkollegen: Die meisten Tötungsdelikte sind Beziehungstaten und entsprechend rasch aufgeklärt. Ein Mord ohne Motiv aber ist praktisch perfekt, gerade in einer Großstadt.

    Entsprechend hilflos ist die Polizei, als auf einer Kieler Fußgängerbrücke ein offenbar x-beliebiger Passant von einem Heckenschützen erschossen wird. Während sich Borowskis Chef noch fragt, ob man es mit Terroristen oder einem Irren zu tun haben, entdeckt der Kieler Kommissar mit seinem scharfen Blick fürs Detail an einer Stahltrosse einen roten Faden, der offenbar die Windrichtung anzeigen sollte; der Mord war also kein Zufall. Borowski muss die Ermittlungen allerdings immer wieder unterbrechen, weil er als Zeuge beim Prozess gegen einen Kindermörder geladen ist. Der Staatsanwalt erhofft sich Hinweise auf einen Kinderporno-Ring, doch der zuständige Richter (Michael Gwisdek) trifft eine völlig unerwartete Entscheidung.

    Natürlich haben die beiden Erzählebenen einen Schnittpunkt, aber Autor Joachim Scherf (Idee: Thomas Kirchner) lässt die Stränge lange neben einander her laufen, ehe man ahnt, wie sie miteinander verknüpft sind. Bis dahin muss sich Borowski auf einem Nebenschauplatz tummeln und mal eben einen Fall von Produktpiraterie lösen, in den die Firma des Mordopfers verwickelt war. Der Schuss galt in der Tat einem willkürlich gewählten Opfer, doch im Fadenkreuz des Attentäters befindet sich ein Anderer; und deshalb steht der Kindermörder kurz vor einem Freispruch.

    Florian Baxmeyer, vor einigen Jahren für seinen Kurzfilm „Die rote Jacke“ mit Preisen überhäuft (unter anderem mit einem „Oscar“ für den besten Studentenfilm), inszeniert den Kieler Krimi als klassischen Thriller, bei dem man ähnlich wie die Polizei lange im Dunkeln tappt. Buch und Regie setzen ganz auf das Element der Furcht, das auch Borowski nicht fremd ist, nachdem er dem Killer in einer dunklen Tiefgarage hilflos ausgeliefert war. Gelegentliche Schockeffekte und eine ungewöhnlich dichte Inszenierung sorgen dafür, dass „Macht der Angst“ nicht einen Augenblick langweilt. Die Geschichte dreht sich letztlich immer stärker um Kinderschändung. Selbstredend verzichtet Baxmeyer auf entsprechende Bilder, doch die Tonspur sowie die Gesichter sprechen Bände, als Borowski und seine Kollegin Frieda Jung (Maren Eggert) in einem entsprechenden Film nach Hinweisen suchen. Trotzdem wird das Thema nicht spekulativ ausgeschlachtet. Nicht nur aus diesem Grund gehören die Kieler Krimis regelmäßig zu den besten „Tatort“-Beiträgen. tpg.

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