Tatort: Liebeswirren

Filmhandlung und Hintergrund

50. Fall für die Münchner Kommissare Batic und Leitmayr.

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Liebeswirren: 50. Fall für die Münchner Kommissare Batic und Leitmayr.

    Seit über 17 Jahren spielen Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec nun schon die Münchener Ermittler Leitmayr und Batic. Allein die Ludwigshafener Hauptkommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) ist länger im „Tatort“-Dienst. Das Geheimnis dieses Erfolgs liegt auf der Hand: ausgezeichnete Drehbücher von Autoren, die das Duo immer wieder neu erfinden. Kein anderes Ermittler-Team sorgt auf auch nur annähernde Weise derart regelmäßig für Überraschungen.

    In ihrem fünfzigsten Fall gelingt es Wachtveitl (fast 50) und Nemec (54) immer noch, ihren Figuren neue Seiten abzugewinnen und dabei durchaus auch heikle Themen anzutippen: Beiläufig erfährt man, dass Batic beim nächtlichen Abenteuer mit einer jungen Kollegin von der Sitte unter Potenzstörungen litt. Prompt ist er ziemlich platt, als ausgerechnet diese Diana (Anne Diemer) den beiden Kriminalhauptkommissaren unter die Arme greifen soll; unter immer fadenscheinigeren Ausflüchten sucht Batic jedes Mal das Weite, wenn die Kollegin auftaucht, was der Zusammenarbeit nicht eben förderlich ist.

    Gleiches gilt für die Vorurteile, mit denen die beiden Ermittler konfrontiert werden: Die Ermordung eines alleinstehenden Fotografen führt sie in die Homosexuellenszene; dort ist man überzeugt, die Polizei werde sich nur mit halber Kraft engagieren, weil’s ja bloß um einen Schwulen geht. Leitmayrs Verhalten scheint die Vermutung sogar zu bestätigen. Batic zeigt sich ungleich offener und lässt sich sogar auf eine halbfreundschaftliche Beziehung zu einem jungen Mann ein (wieder mal ausgezeichnet: Franz Dinda).

    Da ohnehin die meisten Morde Beziehungstaten sind, liegt das Motiv Eifersucht nahe: Der Tote war seit einiger Zeit mit dem Schreiner Weißenbach (Christoph Walz) liiert. Sein Ex-Liebhaber, ein Masseur (Jan Messutat), hat die Trennung jedoch nicht verwunden und seinem früheren Freund einen regelrechten Rosenkrieg geliefert. Der Fall scheint klar, bis die Ermittler rausfinden, dass der Schreiner Familie hat. Nun werden die Karten neu gemischt: Der Tote wollte, dass Weißenbach Frau und Kinder verlässt; der wiederum hat die Affäre tunlichst geheim gehalten.

    Der Fall (Regie: Tobians Ineichen) mag nicht gerade spektakulär klingen, lebt aber von den fürs bürgerliche Milieu selbstredend nach wie vor exotischen Ausflügen in die Welt der Homosexuellen, wobei Leitmayr allerdings deutlich an Lockerheit verliert; dass sich „Tatort“-Kommissare anbrüllen, kommt auch nicht oft vor. Um so gelungener ist das Drehbuch von Christian Limmer, der die Geschichte dank diverser heikler Themen gleich in mehrfacher Hinsicht auf dünnem Eis ansiedelt. tpg.

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