Tatort: Kindstod

  1. Ø 0
   2001
Tatort: Kindstod Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Kindstod: Kommissar Ballauf - als Patient in einer Klinik - lernt dort ein anonym eingeliefertes, schwer misshandeltes kleines Mädchen kennen, das bald darauf seinen inneren Verletzungen erliegt.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Tote im Rhein und das kleine misshandelte Mädchen: zwei völlig verschiedene Fälle? Im wirklichen Leben ganz sicher, im Fernsehen natürlich nicht, denn die Leiche ist quasi der Stiefvater des Mädchens. Und weil der leibliche Vater gerade Freigang hat, scheint der Fall schon so gut wie gelöst.

    Zum Glück geben sich Max Ballauf und Freddy Schenk grundsätzlich nicht mit der erstbesten Lösung zufrieden. Anfangs lag genau darin das Problem der „Tatort“-Beiträge aus Köln: Sie wollten mehr als bloß ein Krimi sein. Seit die Autoren darauf verzichten, die Spannung der jeweiligen politisch korrekten Botschaft zu opfern, gehören die Fälle von Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) zum Besten, was die ARD an den Sonntagabenden zu bieten hat. Unkonventionell bleiben sie trotzdem, weil sich die beiden gegensätzlichen Kommissare bei aller Freundschaft immer wieder gegenseitig das Leben schwer machen. Wenn dann auch noch die Geschichte stimmt, ist das Ergebnis beste Krimikost.

    Diesmal kommt der Fall ins Rollen, als Schenk seinen Kollegen mit akuter Blinddarmentzündung ins Krankenhaus einliefert. Dort freundet sich Ballauf mit der kleinen Nathalie an; ihr Körper ist übersät mit den Spuren von Schlägen und Tritten. Obwohl Ballauf, frisch operiert, eigentlich ins Bett gehört, beginnt er zu ermitteln. Rasch finden die Kommissare heraus, dass die Mutter (Anna Thalbach) des Mädchens einen neuen Freund hat; offenbar steckt er hinter den Misshandlungen. Bevor die Kleine schließlich an inneren Verletzungen stirbt, malt sie noch ein Bild für Ballauf. Es weist jene Merkmale auf, die typisch für die Zeichnungen misshandelter Kinder sind; das Bild zeigt die Person, die Nathalie ermordet hat.

    Inszeniert wurde das klug erzählte, einfühlsame Drehbuch (Edgar von Cossart) von Claudia Garde, die auf billige Betroffenheit und andere Effekthaschereien völlig verzichtet. Am schönsten ist aber auch in dieser Folge wieder die brummige Freundschaft der Kommissare, deren Dialoge oft bloß aus Blicken bestehen. Eigentlich hat der Film nur eine Schwachstelle, doch die ist dafür ziemlich happig: Wie erst vor wenigen Wochen im SWR-Tatort „Gute Freunde“ verschwindet wichtiges Beweismaterial vor den Augen der Kommissare im Auto der Müllabfuhr. Im Gegensatz zum Ludwigshafener Kommissar Kopper, der sich gleich an den Müllwagen dran hängte, stehen Ballauf und Schenk ziemlich verloren auf der riesigen Müllkippe ‚rum – und finden die entsorgte Tasche mit der Mordwaffe fast auf Anhieb; um das hinzunehmen, muss man als Zuschauer schon ziemlich wohlwollend sein. tpg.

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