Tatort: In eigener Sache

  1. Ø 1
   2008
Tatort: In eigener Sache Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: In eigener Sache: Zweiter Fall für die neuen Stuttgarter Kommissare Lannert und Bootz.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wieder ein großer Wurf: Im zweiten „Tatort“ mit dem neuen Team aus Stuttgart geht es um den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit.

    Drei Filme, sagt die Faustregel, dauert es, bis ein „Tatort“-Team etabliert ist: Dann hat das Publikum die neuen Ermittler akzeptiert; oder auch nicht. Bis dahin sollte aber auch eine innere Stabilität entstanden sein: Die Darsteller müssen ihre Figuren verinnerlicht und sich aneinander gewöhnt haben. Und, genauso wichtig: Autor, Regisseur und Schauspieler schaffen mit den ersten drei Geschichten eine Basis, auf der die späteren Episoden aufbauen. Das neue „Tatort“-Team aus Stuttgart hat sein Klassenziel schon jetzt erreicht: Spätestens mit den letzten Bildern, wenn sich die Hauptkommissare Lannert (Richy Müller) und Bootz (Felix Klare), die Hände reichen, ist das Duo endgültig in der renommierten Reihe angekommen.

    Das hat natürlich mehrere Gründe, aber eine Entscheidung war in jedem Fall goldrichtig: Autor Holger Karsten Schmidt und Regisseur Elmar Fischer, beide auch schon für den ersten Stuttgarter Fall verantwortlich, knüpfen nahtlos an die Qualität der Premiere („Hart an der Grenze“) an. Wirkte die Einführung der neuen Ermittler allerdings noch betont tempo- und actionreich, als wolle man sich mit Nachdruck von der einstigen Bienzle-Behäbigkeit distanzieren, so ist „In eigener Sache“ ungleich besonnener inszeniert. Das ist naturgemäß auch eine Frage des Themas: Es geht um den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit.

    Zunächst aber liegen die Dinge ganz anders. Drogenfahnder sind mitten in einen großen Deal geplatzt: 500.000 Euro und 4,5 Kilo Rauschgift sollten den Besitzer wechseln. Als sich die Rauschschwaden verziehen, liegen vier Leichen in dem Hotelzimmer. Einer der Toten entpuppt sich allerdings als verdeckter Ermittler. Der Mann hatte ein Aufnahmegerät dabei, und nur deshalb werden Lannert und Bootz überhaupt stutzig: Die Aufnahme endet abrupt, weil das Kabel zerschnitten worden ist. Prompt verdächtigt Lannert die Beamten, sie hätten sich bereichern wollen. Bootz ist empört: Einer der beiden ist ein enger Freund von ihm. Geschickt vertieft Schmidt die ohnehin offenkundigen Spannungen zwischen den Ermittlern also durch persönliche Betroffenheit. Pluspunkte sammelt der zurückhaltende Lannert, als eines Morgens vor Dienstbeginn eine junge Frau (Birthe Wolter) aus seinem Auto steigt. Auch wenn Krimipuristen die Ausflüge ins Privatleben der Kommissare überflüssig finden: Nachbarin Lona (Birthe Wolter) tut nicht nur dem Film, sondern auch Lannert gut; und natürlich Richy Müller, der diese Szenen sympathisch selbstironisch, aber auch mit viel Gefühl spielt. tpg.

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