Filmhandlung und Hintergrund

Das Münsteraner Team ermittelt in Tanzsport-Kreisen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Ein Fuß kommt selten allein: Das Münsteraner Team ermittelt in Tanzsport-Kreisen.

    Tango gefällig? Karl-Friedrich schwingt das Tanzbein, „Alberich“ bekommt einen Orden und Thiel ermittelt im 29. Münsteraner Fall den Tod einer Tänzerin.

    Das ungewöhnliche, recht unerforschte Setting im Tanzsportmilieu macht den Reiz von „Ein Fuß kommt selten allein“ aus, in dem das bewährte „Tatort“-Duo Boerne/Thiel im inzwischen 29. Fall ermitteln. Das in punkto Wortwitz starke Skript stammt vom bewährten Duo Stefan Cantz und Jan Hinter, das schon das Buch für den ersten Münsteraner Fall, „Der dunkle Fleck“ (2002), geschrieben hat, für die Regie zeichnet der Krimiexperte Thomas Jauch („Lastrumer Mischung“) verantwortlich.

    Im Wolbecker Wald wird die Leiche einer Tänzerin gefunden, Mitbewohnerin Marie (Mersiha Husagic) ist geschockt - genauso wie Jonas (Gordon Kämmerer), der in die Moldawierin (unglücklich) verliebt war. Doch für Trauer bleibt keine Zeit, den Tänzern der TSG Münster steht ein wichtiger Wettkampf bevor. Der ehrgeizige Vereinspräsident Dr. Winfried Steul - Thomas Heinze ziert, wie es sich für einen vermeintlichen Finsterling gehört, ein verwegenes Menjou-Bärtchen - und dessen Trainer Andreas Roth (Max von Pufendorf) geraten bald unter Verdacht; richtig kompliziert wird es, als in der Nähe der Toten auch noch ein abgetrennter Männerfuß gefunden wird…

    Wie stets beim WDR-Quotengaranten stimmt auch hier der Mix. Thiel (Axel Prahl) amüsiert sich königlich über die Tango-Einlagen von Staatsanwa?ltin Klemm (Mechthild Großmann) und seinem Freund/Feind Boerne (Jan Josef Liefers), der Pathologe wiederum ärgert sich über den an Mitarbeiterin „Alberich“ (ChrisTine Urspruch) verliehenen Orden - weil er ihn natürlich viel eher verdient hätte. Assistentin Nadeschda (Friederike Kempter) versieht gewohnt brav und adrett anzusehen ihren Dienst, während „Vaddern“ (Claus D. Clausnitzer) sich zur Abwechselung mit Fliegenpilzen berauscht und schließlich einen entscheidenden Hinweis liefert.

    Routiniert werden die Erzählstränge verknüpft, Prahl und Thiel spielen sich in gewohnter Manier die Bälle zu. Die schönste Szene bleibt dem Mediziner vorbehalten: Er legt, als er sich unbeobachtet wähnt, eine sehenswerte Travolta-Disconummer hin. Entsprechend erklingen auf dem Soundtrack wenig überraschend Ohrwürmer wie „Footloose“ und Gloria Gaynors „I Will Survive“, die dazu passenden Parketteinlagen absolvieren die Damen und Herren der Tanzsportgemeinschaft Brühl - Clemens Messow hat sie mit drei Kameras entsprechend virtuos eingefangen. Also eigentlich alles wie immer in der Domstadt: Mehr Comedy als Thrill - Slapstickeinlagen inklusive. geh.

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