Tatort: Der traurige König

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   2012
Tatort: Der traurige König Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Der traurige König: Ein Kommissar im freien Fall: Dieser "Tatort" aus München lebt vor allem von seiner psychologischen Spannung.

Um eine junge Kollegin zu retten, muss Leitmayr einen bewaffneten Mann erschießen, der sich nicht ergeben will. Prompt feiert die Boulevardpresse den Kommissar als „Held des Tages“. Aber dann entpuppt sich die Waffe des Angreifers als ungefährliches Schreckschussreplikat. Nun wird der Polizist derart in die Mangel genommen, dass er kurz drauf völlig durch den Wind ist und überall Feinde wittert; auch die kollegiale Freundschaft zu Partner Batic wird auf eine erhebliche Belastungsprobe gestellt.

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Kritikerrezensionen

  • Geschichten sind immer am spannendsten, wenn sie Menschen in Extremsituationen zeigen. Fernsehkommissare befinden sich ja eigentlich ständig in solchen Situationen, aber weil Verfolgungen oder Vernehmungen zu den obligaten Versatzstücken des Krimis gehören, nimmt man die Außergewöhnlichkeit dieser Momente gar nicht mehr wahr.

    Umso bemerkenswerter ist die Grundidee von Magnus Vattrodt und Jobst Christian Oetzmann, der – wenn auch als Regisseur – für einen Münchener „Tatort“ („Im freien Fall“) bereits einen Grimme-Preis bekommen hat. Die Autoren setzen Hauptkommissar Leitmayr (Udo Wachtveitl) einer typischen Krimiszene aus, lassen den Ermittler anschließend aber nicht wie üblich zur Tagesordnung übergehen: Leitmayr muss in Notwehr mehrfach auf einen Mann schießen, der ihn mit einer Waffe bedroht und sich einfach nicht ergeben will.

    Die Raffinesse des Drehbuchs besteht darin, diesen Vorfall mit diversen Konsequenzen und Nebensträngen zu versehen. Dass sich ein Kollege von der Internen Ermittlung des Vorfalls annimmt, ist fast noch Routine. Da der Kommissar eine bedrohte junge Kollegin (Sylta Fee Wegmann) gerettet hat, feiert ihn die Boulevardpresse ohnehin als „Held des Tages“. Aber dann zeigt sich, dass die Dinge komplizierter liegen: Der Angreifer entpuppt sich als Nachbar Leitmayrs; und seine Waffe war ein völlig ungefährliches Schreckschussreplikat. Als er dann auch noch seinen Verletzungen erliegt, versteht der ohnehin reichlich humorlose Kollege (Torsten Michaelis) von der „Inneren“ überhaupt keinen Spaß mehr. Und weil Leitmayr völlig durch den Wind ist und überall Feinde wittert, wird die kollegiale Freundschaft zu Partner Batic (Miroslav Nemec) auf eine erhebliche Belastungsprobe gestellt.

    Bemerkenswert ist auch, wie es Regisseur Thomas Stiller („Zwölf Winter“) gelingt, aus der vordergründigen Spannung des fesselnden Einstiegs, als die beiden Kommissare den Mann mit der Waffe stellen, auf eine psychologische Ebene zu wechseln: Fortan stehen Leitmayrs seelische Nöte im Zentrum. Dass Thorsten Michaelis den grundsätzlich in schwarz gekleideten internen Ermittler durch und durch unsympathisch und als leibhaftigen Gottseibeiuns verkörpert, passt bestens ins Bild, denn die beiden Ermittler begeben sich nun in eine Welt, in der der Herrgottswinkel zum festen Inventar gehört. Auslöser der ganzen Geschichte ist der Hinweis auf ein brennendes Fahrzeug, in dem sich eine Leiche befindet. Der Mann mit dem Revolver ist offenbar der Mörder. Seine betagten Eltern entsprechen bis ins Detail dem Klischee des frömmelnden Bayern und betreiben in Leitmayrs Nachbarschaft ein vor der Pleite stehendes Geschäft für Eisen- und Haushaltswaren. Der Sohn war in einen Überfall auf einen Baumarkt verwickelt. Aber viel interessanter als der Fall sind naturgemäß Leitmayrs Schuldgefühle sowie die von zunehmender Feindseligkeit geprägte Beziehung zwischen den Kommissaren. tpg.

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