Tatort: Der Lippenstiftmörder

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   2006
Tatort: Der Lippenstiftmörder Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Der Lippenstiftmörder: Als ein junges Mädchen ermordet wird, fällt der erste Verdacht auf einen Insassen der benachbarten forensischen Psychiatrie...

Ein Mädchen sitzt tot auf einer Bahnhofsbank. Die Handschrift gehört dem „Lippenstiftmörder“, doch der Triebtäter hat das perfekte Alibi: Er ist im Knast. Für Mario Hoppe ist der Fall klar: Der Mörder ist aus der örtlichen JVA entwichen. Allerdings gilt das Gefängnis als ausbruchssicher. Lena Odenthal hingegen tippt auf Mord aus Eifersucht: Die Tote hatte einen Freund, war angeblich aber auch in ihren Trainer verliebt. Doch dann findet der „Lippenstiftmörder“ ein neues Opfer.

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Kritikerrezensionen

  • Der Schein trügt. Auch wenn äußerlich nichts darauf hindeutet: Nicole ist tot. Dabei sitzt das Mädchen da, als warte es auf den Zug. Die Handschrift ist eindeutig: Sie gehört einem Mann, der als der „Lippenstiftmörder“ in die Annalen der Kriminalgeschichte eingegangen ist. Aber Holly Eising (Ole Puppe) hat das perfekte Alibi: Er ist im Knast. Lena Odenthal und Mario Kopper (Ulrike Folkerts, Andreas Hoppe) stehen vor einem Rätsel.

    Autor Christoph Darnstädt und Regisseur Andreas Senn, die beide zum festen kreativen Stamm der preisgekrönten RTL-Serie „Abschnitt 40“ gehören, erzählen ihre Geschichte völlig unprätentiös, aber dank der diversen Wendungen ungemein fesselnd. Für den schlichten Kopper ist der Fall klar. Ähnlich wie die Einwohner des Vororts, in dem vor einiger Zeit eine Anstalt für den „Maßregelvollzug“ gebaut wurde, ist er überzeugt: Den Mord hat einer von den Triebtätern begangen. Das Gefängnis gilt zwar als ausbruchssicher und perfekt überwacht; aber mit Hilfe des Personals ließe sich selbst hier ein Schlupfloch finden. Lena Odenthal hingegen hat einen ganz anderen Verdacht: Der Volleyballtrainer (Dirk Borchardt) des toten Mädchens, Rolf Czerni, musste seinen letzten Verein verlassen, weil er angeblich ein Verhältnis mit einem seiner Schützlinge hatte. Seine Frau (Sybille Jacqueline Schedwill) ist offensichtlich eifersüchtig. Das gleiche gilt für den Lehrling Florian, den Freund der toten Nicole (Constantin von Jascheroff). Wie praktisch, dass alle drei einander ein Alibi geben, denn Czerni ist Florians Chef und hat am Abend der Tat mit ihm für eine Prüfung gepaukt, was Frau Czerni bestätigt.

    Interessanter noch als diese Kleinstadtkonstellation, die sich den beiden Beamten als undurchdringliches Geflecht von Klatsch, Tratsch und übler Nachrede darbietet, sind die gemeinsamen Szenen von Lena Odenthal und Holly Eising. Ole Puppe (auch er gehört zum Personal von „Abschnitt 40“) spielt den Triebtäter mit einer feinen Mischung aus Arroganz, Charisma und lauernder Bosheit. Schon bei der zweiten Begegnung spielt er ein perfides Spiel mit der Kommissarin. Später wird er das fortsetzen, als Nicoles Freundin Caro (Laura-Charlotte Syniawa) ausreißt: Der Mann, der ihr Vertrauen beinahe mühelos gewinnt, ist niemand anders als Eising. Ein konzentriert inszenierter, richtig guter „Tatort“ aus Ludwigshafen: mit ausnahmslos treffend besetzten, sehr guten Schauspielern und einer Auflösung, die zwar selbst versierte Krimi-Fans überraschen wird, die aber trotzdem nicht an den Haaren herbeigezogen wirkt. tpg.

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