Tatort: Das letzte Rennen

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   2006
Tatort: Das letzte Rennen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Das letzte Rennen: Sportlicher Hessen-Tatort: Beim Messe-Frankfurt-Marathon erschießt ein Heckenschütze einen jungen Läufer, unter den Wettkämpfern befindet sich auch Kommissar Dellwo...

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Kritikerrezensionen

  • Das hat es in der 36-jährigen Historie des „Tatort“ auch noch nicht gegeben: 15.000 Komparsen haben bei den Dreharbeiten mitgewirkt, um einer packenden Handlung einen würdigen Rahmen zu verleihen. Allerdings wussten die Teilnehmer des Frankfurter Marathons im vergangenen Herbst noch gar nicht, dass sie ganz wesentlich zum Gelingen eines außergewöhnlichen Krimis beitrugen. Doch die logistische Meisterleistung von Regisseur Edward Berger, während des Laufs an verschiedenen Orten der Stadt in Echtzeit neun verschiedene Teams zu koordinieren, ist nur die eine Seite dieses Films. Die andere ist die Geschichte (Judith Angerbauer, Lars Kraume), und die ist fast noch besser.

    Vor Jahren hat Kommissar Dellwo (Jörg Schüttauf) einen ehemaligen Scharfschützen festgenommen. Bei seiner Verhaftung hat der Gangster geschworen, ihn zu ermorden. Nun ist der Mann aus dem Gefängnis ausgebrochen. Dellwo lässt sich nicht beirren und nimmt trotzdem am Frankfurter Marathon teil, schließlich hat er ein Jahr lang dafür trainiert. Im Getümmel bekommt er gar nicht mit, dass ein schwedischer Läufer kurz nach dem Start erschossen wird. Als sich Charlotte Sänger (Andrea Sawatzki) die Fernsehbilder anschaut, entdeckt sie, dass der Schwede unmittelbar hinter Dellwo lief. Fieberhaft überlegen die Polizisten, wo der Mörder als nächstes zuschlagen könnte. Angesichts von Hunderttausenden Zuschauern lehnt es der Staatsanwalt ab, den Lauf abzubrechen; er fürchtet eine Massenpanik. Immerhin gelingt es dem neuen Kollegen Gröner (Sascha Göpel), Dellwo zu finden und aus dem Lauf zu nehmen. Doch dann stöbert eine Streife den Gangster mit gebrochenem Bein in einem Bordell auf. Er hat mit dem Mord offensichtlich nichts zu tun. Sänger entdeckt derweil, wer tatsächlich hinter dem Anschlag steckt: Das Ziel ist gar nicht Dellwo. Doch der muss den Lauf wieder aufnehmen, wenn er verhindern will, dass wahllos Menschen ermordet werden.

    Angesichts der Dramatik braucht Berger die Inszenierung gar nicht weiter zu forcieren. Die mit passender Techno-Musik unterlegten authentischen Bilder, verbunden mit dem Wissen, dass irgendwo ein Präzisionsschütze lauert, genügen völlig, um die Spannung auf die Spitze zu treiben. Während Jörg Schüttauf in erster Linie seine Fitness beweisen muss, steht vor allem Andrea Sawatzki im Mittelpunkt. Eine Schlüsselrolle spielt auch Karl Kranzkowski als Dellwos Trainer. Doch die Lorbeeren gebühren Berger, der sich nach ausgezeichneten Arbeiten für die Reihe „Schimanski“ („Asyl“, „Kinder der Hölle“) und „Unter Verdacht“ (Willkommen im Club“) immer mehr als Spezialist für ganz besondere Filme beweist. tpg.

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