Filmhandlung und Hintergrund

Letzter "Tatort" mit Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf als Frankfurter Ermittlerteam.

Ausgerechnet am Tag seiner Verabschiedung erlebt der Leiter der Frankfurter Mordkommission seine schwerste Stunde: Vor seinen Augen wird seine Geliebte hingerichtet. Und weil der Killer dafür die Waffe des Polizisten benutzt hat, müssen Dellwo und Sänger nun gegen den eigenen Chef ermitteln. Als sie rausfinden, wer hinter dem Mord steckt, ahnen sie, dass es nicht bei der einen Tat bleiben wird.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Am Ende des Tages: Letzter "Tatort" mit Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf als Frankfurter Ermittlerteam.

    In die Spitzengruppe der uneingeschränkten Sympathieträger hat es das Frankfurter „Tatort“-Duo Dellwo/Sänger nie geschafft, aber das sollten und wollten sie wohl auch gar nicht. Trotzdem gehören einige dieser 18 Krimis des Hessischen Rundfunks zum Besten, was die Sonntagsreihe bislang hervorgebracht hat, angefangen bei Niki Steins famoser Auftakttrilogie über die Grimme-preisgekrönte Episode „Herzversagen“ bis hin zum vorletzten Film „Weil sie böse sind“, der erneut den Rahmen des Sendeplatzes sprengte.

    Der letzte Fall musste natürlich gleichfalls ein besonderes Werk werden. Der HR hat zu diesem Zweck Titus Selge engagiert, der für den Sender schon einige großartige „Polizeiruf“-Folgen geschrieben und inszeniert hat. Der für die Bad Homburger Geschichten so typische schräge Humor und die Lust am Spiel mit den Konventionen blitzt hier allerdings nur gelegentlich auf, etwa wenn Selge sein Publikum mit unerwarteten Anschlüssen neckt. Comedy-Elemente wären angesichts der grimmigen Handlung allerdings auch eher unpassend gewesen:. Ausgerechnet am Tag seiner Verabschiedung erlebt Rudi Fromm (Peter Lerchbaumer), der Leiter der Mordkommission, seine schwersten Stunden, als vor seinen Augen seine Geliebte hingerichtet wird. Und weil der Killer dafür die Waffe des Polizisten benutzt hat, müssen Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf) und Charlotte Sänger (Andrea Sawatzki) nun gegen den eigenen Chef ermitteln. Dessen Unschuld steht zwar gerade für Dellwo außer Frage, aber natürlich soll nicht mal der Hauch eines Verdachts aufkommen, die Polizei drücke ein Auge zu, wenn es um einen der Ihren geht.

    Selge inszeniert den selbst bis hin zu winzigen Nebenrollen (Jördis Triebel, Rolf Becker, Michael Lott) namhaft besetzten Film angenehm lakonisch; oft sagt er mit einem Schnitt mehr als andere mit tausend Worten. Und gelegentlich darf gerade Schüttauf die düstere Geschichte mit ein bisschen Ironie würzen. Für Kurzweil sorgen zudem Szenen wie jene, in der Dellwo just dann vor der Tür eine Zigarette rauchen will, als der Mörder vorbeigeht. Auch die Berufsmüdigkeit der Ermittler wird beiläufig erwähnt, wenn Dellwo gesteht, er habe keine Lust mehr auf „Hände hoch, Waffe weg, wo waren Sie denn am Donnerstag?“ Selbst beim „Showdown“ mitten in der Stadt verblüfft Selge noch mit einem As, das er aus dem Ärmel holt.

    Gemessen am Tempo des üblichen Sonntagskrimis mag der Film mitunter etwas zäh wirken, und auch die von einem Tango-Akkordeon geprägte Musik (KAB Fischer) ist vielleicht nicht jedermanns Sache; aber das wollten die Krimis mit Dellwo und Sänger ohnehin nie sein. tpg.

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