Tatort: Alibi für Amelie

  1. Ø 0
   2002
Tatort: Alibi für Amelie Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Alibi für Amelie: Zwei befreundete Männer, die gleichzeitig an verschiedenen Orten eines unnatürlichen Todes sterben, lenken Kommissar Palus Verdacht auf die Ehefrau eines der Opfer.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Saarbrücken ist eine friedliche Stadt; dort wird höchstens zweimal im Jahr gemordet. Öfter jedenfalls schwingt sich der mittlerweile doch recht beleibte Max Palu nicht auf sein Rad. Und weil er so selten ermitteln darf, sterben sie im neuen „Tatort“ wie die Fliegen. Als erstes erwischt es einen Künstler beim Urlaub auf Korsika, was allerdings allem Anschein nach bloß ein Unfall ist. Dann wird der Erfinder eines hitzebeständigen Materials erschossen und schließlich sein Mitarbeiter überfahren. Palu ist ratlos: Es gibt zwar eine Menge Verdächtige, doch entweder werden sie anschließend selbst ermordet, oder sie haben ein hieb- und stichfestes Alibi. Pikanterweise halten alle erst mal mit ihrem Zeugen für die Tatzeit hinterm Berg, weil in dieser Geschichte von Felix Huby jeder seine gefährliche Liebschaft hat; und manche sogar zwei.

    Die hochkarätigen Verdächtigen werden ebenso wie die Mordopfer von viel Prominenz verkörpert. Dieter Laser spielt den zwar genialen, aber äußerst unsympathischen High-Tech-Tüftler Kurz, der sich mit seiner Erfindung in die USA absetzen und seinen Kompagnon Dichgans (Udo Schenk) im Stich lassen will. Kein Wunder, dass der Partner davon nicht besonders begeistert ist. Doch auch Mitarbeiter Retzlaff (Rufus Beck) hat Grund zum Zorn: Er ging fest davon aus, dass Kurz ihn mitnehmen würde, aber der Chef lässt ihn kalt lächelnd abblitzen. Kurz‘ Witwe Amelie (Ulrike Kriener) erbt nun ein hübsches Sümmchen und hat außerdem ein Verhältnis mit einem weiteren Assistenten (Arnd Klawitter) ihres Mannes. Darüberhinaus pflegt sie eine überaus enge Beziehung zur Witwe von Künstler Faber (Eva Kryll), die wiederum eine stolze Lebensversicherung kassiert.

    Wie stets hüpft Huby, der ja auch die „Tatorte“ aus Stuttgart schreibt, fröhlich zwischen den verschiedenen Erzählebenen hin und her: Eigentlich will sich Palu (Jochen Senf) in Ruhe auf einen Kochwettbewerb vorbereiten. Kein Wunder, dass ihm bei so viel kochender Leidenschaft die Ermittlungen eher lästig sind. Immerhin findet der Kommissar in Hans-Christoph Blumenberg, Stammregisseur der Krimis aus Saarbrücken, einen Bruder in Geiste: Blumenberg inszeniert etwa im gleichen Tempo, in dem das kommissarische Schwergewicht radelnd durch Saarbrücken keucht. tpg.

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