Tatort: ... es wird Trauer sein und Schmerz

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   2009
Tatort: ... es wird Trauer sein und Schmerz Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: ... es wird Trauer sein und Schmerz: Kommissarin Lindholm auf der Jagd nach einem Heckenschützen...

Innerhalb weniger Tage werden mehrere Menschen von einem Heckenschützen ermordet. „Amok auf Raten“, vermutet die Sonderkommission. Nach verschiedenen Irrwegen stößt Charlotte Lindholm endlich auf die richtige Fährte: Alle Mordopfer waren an Neujahr auf einer ganz bestimmten Autobahn unterwegs. Hauptverdächtiger ist nun ein allzu eifriger junger Polizist, der durch sein aggressives Verhalten aufgefallen ist. Die Wahrheit aber ist viel verblüffender.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Wenn im deutschen Krimi scheinbar wahllos Menschen umgebracht werden, ist in der Regel kein Serienmörder am Werk; aber das wissen die Ermittler natürlich nicht. Daher liegen die Nerven der Polizei in Niedersachsen entsprechend blank, als im Großraum Braunschweig kurz hintereinander zwei Männer und eine Frau aus großer Distanz getötet werden. Auch wenn der Heckenschütze offensichtlich kein Profi ist: Er erschießt seine Opfer mit tödlicher Präzision. „Amok auf Raten“, vermutet die Sonderkommission. Das LKA Hannover entsendet seine beste Frau, aber Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) muss sich erst mal gegen die Borniertheit des örtlichen Ermittlungsleiters (Felix Vörtler) durchsetzen.

    Das Drehbuch stammt von der für ihre Ina-Henkel-Reihe mehrfach ausgezeichneten Krimiautorin Astrid Paprotta, die mit ihrem ersten Fernsehfilmdrehbuch eine klare Botschaft vermittelt. Dank der entsprechenden Umsetzung durch Friedemann Fromm ist diese Ebene zwar immer präsent, drängt sich aber nie in den Vordergrund: Dass sich hinter der Absperrung der Polizei die Neugierigen drängeln, ist fester Bestandteil der Szenerie. Eher beiläufig wundert man sich über die vielen hochgereckten mobilen Telefone. Erst viel später wird klar, dass genau dies das Thema der Geschichte ist: Im Zeitalter des so genannten Web 2.0 sind Ereignisse aller Art omnipräsent, weil praktisch jeder eine Kamera dabei hat, den Vorfall filmt und dann im Internet in ein entsprechendes Portal stellt.

    Es dauert allerdings eine Weile, bis Lindholm auf die richtige Fährte stößt. Die nächsten Angehörigen der Toten bekommen alle eine Grußkarte; es kann sich also nicht um wahllose Morde handeln. Als sie rausfindet, dass alle Mordopfer an Neujahr auf einer ganz bestimmten Autobahn unterwegs waren, verdächtigt sie zunächst einen allzu eifrigen jungen Polizisten, der durch sein aggressives Verhalten aufgefallen ist. Die Wahrheit aber ist durchaus verblüffend, selbst wenn sich versierte Krimi-Fans wundern werden, warum die schöne Kommissarin eine naheliegende Frage überhaupt nicht in Erwägung zieht.

    „… es wird Trauer sein und Schmerz“ ist ein herausragender „Tatort“, weil es dem mit praktisch allen Fernsehpreisen (dabei mehrfach für „Unter Verdacht“) geehrten Friedemann Fromm meisterhaft gelingt, auf den verschiedenen Ebenen eine zwar unterschiedliche, in ihrer Wirkung aber jeweils ähnlich intensive Spannung herzustellen. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt den Darstellern. Maria Furtwängler setzt dem geballten Testosteron des fast schon frauenfeindlich angelegten und von Felix Vörtler mit voller physischer Wucht gespielten Kollegen viel Empathie, aber auch Sachlichkeit entgegen. Quasi ausgleichendes Element sind die zumindest angedeuteten Anziehungskräfte zum einem zweiten Ermittler (Sven Lehmann). Bleibt neben Drehbuch, Regie und Ensemble noch ein vierter Qualitätsaspekt: Jo Heim erzählt die fesselnd vielschichtige Geschichte in angemessenen Bildern. tpg.

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