Filmhandlung und Hintergrund

Zwei Tanzlehrer heuern auf einem Luxusdampfer an, um betuchten Damen ihr Vermögen abzuluchsen.

Der unverbesserliche Spieler Charlie überrascht seinen verwitweten Schwager Herb mit zwei Tickets für eine Luxuskreuzfahrt. Was er verschweigt: beide sind als professionelle Partnertänzer verpflichtet. Während Charlie hofft, sich trotz zwei linker Füße eine flotte Millionärin an Land zu ziehen, hegt Herb zarte Gefühle für Witwe Vivian, die sich auch zu ihm hingezogen fühlt…

Charlie, ein notorischer Spieler, ist hoch verschuldet. Um eine reiche Frau kennenzulernen, die ihn von seinen Geldsorgen befreit, heuert er mit seinem verwitweten Schwager Herb auf einem Luxusschiff an. Als vermeintliche Profitänzer sollen sie an Bord die Stimmung anheizen. Während Charlie beim Pokern der hübschen Liz verfällt, verliebt Herb sich in seine Tanzpartnerin. Doch das Liebeswerben der beiden ist Cruise-Direktor Godwyn ein Dorn im Auge. Mit allen Mitteln versucht er, das Alt-Herren-Duo vor deren Angebeteten bloßzustellen.

Zwei Tanzlehrer heuern auf einem Luxusdampfer an, um betuchten Damen ihr Vermögen abzuluchsen.

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Kritikerrezensionen

  • Tango gefällig?: Zwei Tanzlehrer heuern auf einem Luxusdampfer an, um betuchten Damen ihr Vermögen abzuluchsen.

    Let’s get ready to Rumba: Nach dem an den US-Kinokassen schlingernden Kreuzschiff-Actioner „Speed 2“ schickt Fox nun die nächste Veröffentlichung zu hoher See aus. Gänzlich ohne Explosionen begibt sich das unverwüstliche Odd Couple Walter Matthau und Jack Lemmon in der turbulenten „Traumschiff“-artigen Komödie nun ebenfalls in wässrige Gefilde, wobei das blendend aufeinander eingespielte Team als knurrige, alte Tanzlehrer in bewährter Tradition alt verkracht und bald auf ein Neues frisch verliebt sein darf.

    Die beiden Senioren-Streithähne liegen sich hier zur Abwechslung nur moderat in den schütteren Haaren. Stattdessen wandeln sie verstärkt auf Freiersfüßen und schwingen das gar nicht rostige Tanzbein, um eindrucksvoll zu beweisen, daß sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Regisseurin Martha Coolidge inszenierte im nostalgischen Stil vergnüglich-harmloser Doris-Day-Romantikkomödien, wo sich viel Herz und in diesem Fall nicht ganz so stubenreiner Humor mit diversen Kraftausdrücken die Waage halten. Zu dieser Tradition gehören selbstredend Plotkonstellationen mit Verwirrungen, Verwechslungen und Verstellungen, die - wenn auch nicht übermäßig originell - das Tempo rüstig in Gange halten. Mit Dyan Cannon und Gloria De Haven wurden reifere und sehr attraktive Partnerinnen ausgewählt, was beträchtlich zum Charme der Komödie beiträgt.

    Der unverbesserliche Spieler Charlie (Walter Matthau) überrascht seinen verwitweten Schwager Herb (Jack Lemmon) mit zwei Tickets für eine Luxuskreuzfahrt. Was er ihm wohlweislich verschweigt, ist der kleine Umstand, daß er sie beide als professionelle Partnertänzer verpflichtet hat. Charlie erhofft sich, trotz zwei linker Füsse endlich eine flotte Millionärin an Land zu ziehen, die er in Gestalt von Liz (Cannon) zu erkennen glaubt. Herb hegt zarte Gefühle für die Witwe Vivian, die sich auch zu ihm hingezogen fühlt. Dem trauten Glück der beiden Paare steht neben zahlreichen Verwicklungen vor allem der unerbittliche Unterhaltungsdirektor Gil Godwyn (einfach klasse: Brent Spiner, ansonsten der emotionslose Android aus „Star Trek - The Next Generation“) im Weg …

    Größte Überraschung ist eindeutig das erstaunliche komödiantische Talent Spiners, der überzeugend einen selbstverliebten, übermäßig ambitionierten Big-Band-Sänger mimt. Witzig sind natürlich auch die diversen Tanzszenen, zumal Matthaus Charakter von dieser Form der Körperkunst keinen blassen Schimmer hat, sich jedoch mit gewiefter Improvisation zu behelfen weiß. Lemmon zeigt sich als Witwer, der noch an seiner verstorbenen Frau hängt und Schuldgefühle hat, sich neu zu verlieben, von seiner rührend verletzlichen Seite. In kurzen, jedoch prägnanten Nebenrollen treten Hal Linden und Donald O’Connor auf, die elanvoll am Rentner-Rumba-Reigen teilnehmen. Gefilmt wurde auf dem Kreuzer Westerdam, und farbenfrohe Touristenszenerien wie ein mexikanisches Kostümfest beim Landgang dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen. Klar auf ein älteres Publikum zugeschnitten, dürfte der gutmütige Spaß bei seiner angepeilten Zielgruppe einen eindeutigen Treffer landen. ara.

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