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Tango

Kinostart: 29.10.1998

Filmhandlung und Hintergrund

Der Tango als dramatischer Tanz, musikalische Ausdrucksform und Gefühlsspiegel eines verletzten, dann verliebten Mannes.

Unter dem Schmerz der Trennung von seiner Frau leidend, stürzt sich ein renommierter Regisseur auf die Vorbereitung zu einem Filmprojekt über den Tango. Während sich bei den Dreharbeiten die argentinische Kunstform in all ihren Schattierungen und emotionalen Facetten zeigt, verwebt sich die Filmhandlung zusehends mit dem Leben des Regisseurs.

Der Tango als dramatischer Tanz, musikalische Ausdrucksform und Gefühlsspiegel eines verletzten, dann verliebten Mannes.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tango: Der Tango als dramatischer Tanz, musikalische Ausdrucksform und Gefühlsspiegel eines verletzten, dann verliebten Mannes.

    It takes two to Tango! Deshalb sind Tanzfans nun gefordert, Carlos Sauras Liebeserklärung an Argentiniens Kulturgut durch einen Besuch im Kino zu adeln. Dort gehört „Tango“ auch hin, sind doch seine den schmalen Plot und die allegorische Ebene dominierenden Bilder nicht zuletzt dank Oscarpreisträger Vittorio Storaro elegantes Augendoping. Ob freilich nach Sauras fünf Wochen zuvor gestarteten „Flamenco“-Projekt noch Bedarf am Erstgeborenen des neuen Verleihs „Hollywood Partners“ besteht, ist letztlich auch eine Frage, wie die qualitative Überlegenheit von „Tango“ dem wohl vorwiegend weiblichen Zielpublikum transparent gemacht werden kann.

    Vor dem Hintergrund einer skizzierten Rahmenhandlung - der Lebenskrise eines von seiner Frau verlassenen Regisseurs, der sich bei der Vorbereitung eines Films über den Tango in eine junge Tänzerin verliebt - zeigt Saura Spielarten dieses unterkühlte Leidenschaft unvergleichbar ausdrückenden Tanzes. Magie und Harmonie der Schritte, das Belauern, Berühren und Vereinigen der Körper, sieht man auf verschiedenen Ebenen. Ob vor örtlich oder emotional wechselndem Hintergrund (spielerisch entspannt, sinnlich-leidenschaftlich, zornig). Ob die Paare nun im Alter (Pensionär tanzt mit jungem Schwan, gereifte Frau mit jüngerem Mann, Kinder mit Kindern) oder Geschlecht (Männer mit Männern, Frauen mit Frauen) variiert werden. Immer ist der Tango Spiegel der Emotionen, sei es als Umwerbungs- oder Angriffstanz auf dem Parkett, oder als musikalische Ausdrucksform auf dem Klavier. Dabei vermengen sich die Darbietungen auf der Bühne immer stärker mit Vergangenheit und Gegenwart des Protagonisten Mario (Miguel Angel Sola), den ein neuer Partner seiner Frau (Cecilia Narova) ähnlich eifersüchtig macht, wie Marios amouröser Neuaufbruch mit der jungen Elena (Mia Maestro) deren gefährlichen Freund. Beeindruckend an Sauras in Argentinien gedrehten Film ist dessen Set mit verschiedenen Bühnen, spiegelnden oder verzerrenden Glaswänden und mächtigen einfarbigen Hintergründen, gegen die sich die Tänzer wie Scherenschnitte abzeichnen. An diesem, das Theatermilieu reflektierenden Schauplatz kann sich Storaros expressive Lichtgestaltung voll entfalten, wobei der Italiener in vermeintlich weniger spektakulären Szenen auch naturalistischere Töne prachtvoll zu malen versteht. Trotzdem erschöpft sich das Interesse an Bild, Choreographie und tänzerischer Perfektion mit der überlangen Laufzeit. Gestrafft stünden die Chancen besser, daß „Tango“ auch Cash macht. Und die gehören, wie Filmfans wissen, zusammen. kob.

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