Filmhandlung und Hintergrund

Schweizer Romanze im Bollywood-Stil über eine unmögliche Liebe zwischen einem indischen Koch und einer Schweizer Kellnerin.

Sonja und Markus, die sich soeben verlobt haben, arbeiten gemeinsam in einem Gasthaus im Berner Oberland. Sonja trifft im Supermarkt auf Rajah, den Koch eines indischen Filmteams, der sich sofort in sie verliebt. Wie es der Zufall will, erhält er eine Stelle in Markus‘ Gasthaus und begeistert alle mit seinen Kochkünsten. Da ist es auch um Sonja geschehen. Währenddessen tobt die indische Schauspieldiva Priya Dhavan am Filmset, da sie keinesfalls auf ihren Leibkoch verzichten möchte. Plötzlich verlangen alle nach Rajah, und Sonja steht vor einer großen Entscheidung.

Im Schweizer Oberland verliebt sich die eigentlich verlobte Sonja in den Koch eines indischen Filmteams. Spritzig-sympathische Romantikkomödie von Oliver Paulus („Wir werden uns wiederseh’n“), eine Liebeserklärung an Bollywood.

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Kritikerrezensionen

    1. Eine nette Idee, die Regisseur Oliver Paulus da hatte, eine schweizer Komödie mit Bollywood-Elementen zusammenkrachen zu lassen. Lustig und vor allem skurril hätte es werden können und wohl auch werden sollen. Ist es aber nicht geworden! Denn trotz einer annehmbaren Grundidee krankt es bei der Komödie „Tandoori Love“ an sehr vielem – allem voran an dem Plot, der über das Niveau einer lächerlichen TV-Produktion nicht hinauskommt: Eine junge Einheimische ist vermeintlich – hauptsächlich aus Mangel an Alternativen – glücklich vergeben und lebt ein unspektakuläres Leben vor sich hin, bis ein Fremder in ihr Leben ein-, oder wie in Rajahs Fall, vor ihr auf die Knie fällt. Und nachdem die junge Einheimische erst beschlossen hat, den Eindringling abscheulich zu finden, stellt sie plötzlich fest, dass ihr Göttergatte in spe doch nicht so toll ist. Der Fremde dagegen schon und vor allem ist er viel verständnisvoller und einfühlsamer und nach ein paar kleineren oder auch größeren Katastrophen beginnt die Einheimische mit dem Fremden ein neues Leben und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Der Versuch, mit unzähligen Bollywood-Sing-und Tanzeinlagen (die übrigens auch nicht besonders erwähnenswert sind) über den 08/15-Plot hinwegtäuschen zu wollen, glückt nicht und das tanzende Gemüse ist nicht lustig, auch nicht skurril, sondern lächerlich.

      Besonders fehl am Platz in dieser Komödie sind die brutalen Momente, etwa wenn Rajah dem aufbrausenden Produzenten der indischen Filmproduktion aus Versehen ein Messer in den Rücken rammt, als dieser ihn – wenn nötig auch mit Gewalt – zur Rückkehr zum Filmset zwingen will oder wenn der Assistent, beziehungsweise Lakai, der indischen Filmdiva aus dem „Hirschen“ raus rennt und brutal von einem Auto erfasst wird. Solche Momente – auch wenn alle Beteiligten noch mal knapp mit dem Leben davonkommen – haben in so einer unlustigen Liebeskomödie wie „Tandoori Love“ nichts verloren.

      Wirklich skurril, wie von Oliver Paulus und mit Drehbuchautor Stefan Hillebrand erdacht, ist der Stammtisch, bestehend aus drei männlichen Dorfbewohnern mittleren Alters. Immer wieder kommentieren sie das Geschehen wie ein Chor und greifen erst gegen Ende unvermittelt ein und verhelfen Sonja letztendlich zu ihrem Glück.

      Fazit: „Tandoori Love“ basiert zwar auf einer netten Idee, der 08/15-Plot und die doch eher zweitklassigen Tanznummern lassen diese Idee aber leider nicht zu einer sehenswerten Liebeskomödie werden.
    2. Tandoori Love: Schweizer Romanze im Bollywood-Stil über eine unmögliche Liebe zwischen einem indischen Koch und einer Schweizer Kellnerin.

      Ein indischer Gourmetkoch himmelt eine junge Schweizerin an, was eine eidgenössische Romcom mit vielen Bollywood-Musicalnummern ergibt.

      Seit Jahren gilt die Schweiz als Traumziel indischer Filmteams, wo vor traumhafter Alpenkulisse Gesangsnummern für Bollywood entstehen. Diese Allianz nimmt die deutsch-schweizer Komödie von Oliver Paulus („Wir werden uns wiederseh’n“) zum Anlass, die Perspektive umzudrehen und eine heimatliche romantische Komödie mit den flamboyanten Emotionen des Bollywood-Musicals zu vereinen. Der heitere Culture-Clash verneigt sich vor den Vorbildern aus Fernost, indem er ihre Strukturen übernimmt und sich obendrein auf die alte Weisheit verlässt, dass Liebe durch den Magen geht.

      Ins Rollen kommt die Geschichte, als Rajah, der indische Leibkoch des kapriziösen Bollywood-Starlets Priya, vor ihrem zickigen Gebaren Reißaus nimmt und zum Entsetzen des gesamten Filmteams, das gerade im Alpenidyll eine große Schmalzoper dreht, im Bergland untertaucht. Es verschlägt den Kochkünstler in eine Gaststube im Berner Oberland, wo Markus, Sohn der konservativ-verkniffenen Altwirtin, soeben seine Verlobung mit Sonja im Familienkreis bekannt gegeben hat – ohne sie vorab von dem Coup zu informieren. Damit sind von Beginn an die Weichen für eine Annäherung zwischen Sonja und Rajah gelegt, der sie seit der ersten Begegnung im Supermarkt anhimmelt. Es ist aber der Egoist Markus, der den kulinarischen Künstler zum neuen Küchenchef ernennt und die Affäre zwischen den beiden quasi selbst einfädelt. Bis sein unehrlicher Umgang samt dem des unwirschen Muttertiers Sonja in die Arme des sensiblen, aber einfältigen Gastarbeiters bringt, muss sie einiges an holprig inszenierten Gefühlswechselbädern hinnehmen.

      Denn weit mehr als die etwas beliebige Narration favorisiert Paulus ein kunterbuntes Quodlibet, das zwar melodramatisch seine interkulturelle Liebe dichtet, vor allem aber mit den heiteren Aspekten der postkartentauglichen Alpenidylle und den exotischen Musical-Choreographien punktet. Und auch die magische Zubereitung delikater Kost wird gefeiert – das Auge isst nun mal mit -, auch wenn das ignorante Stammtischvölkchen im Gasthaus darüber die Nase rümpft. Bevor die Protagonistin das provinzielle Korsett, das ihr die Wahlverwandten schnüren, abgelegt hat, sorgen schrullige Figuren wie Humphrey, der Mops im Gehwägelchen, für Zerstreuung in dieser treu ergebenen Masala-Hommage, die sich ganz den Frühlingsgefühlen verschrieben hat. tk.

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