Tag und Nacht

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   2011
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Filmhandlung und Hintergrund

Tag und Nacht: Sabine Derflinger ("42plus") erzählt in ihrem neuen Film von den kleinen und großen Dramen rund um einen Escort-Service.

Die beiden Studentinnen und Freundinnen Lea und Hannah sind pleite, doch sie denken gar nicht erst daran, sich mit miesen Brotjobs über Wasser zu halten. Sie halten es für eine bessere Idee, in das Callgirl-Geschäft einzusteigen und dabei ordentlich zu verdienen. Anfänglich zeigt sich die Idee als lukrativ und spannend: Frustrierte Ehemänner, gestresste Businessmänner oder einfach einsame Herzen gehören zu ihrer Kundschaft. Doch nach und nach wird der Drahtseilakt zwischen Studium und Nachtschwärmerei immer schwieriger und spätestens, als Grenzen überschritten werden, droht die Lage zu eskalieren.

Die Freundinnen Lea und Hannah steigen aufgrund von finanziellen Problemen ins Callgirl-Geschäft ein und dabei wollen dabei ordentlich verdienen. Anfänglich zeigt sich die Idee als lukrativ und spannend: Frustrierte Ehemänner, gestresste Businessmänner oder einfach einsame Herzen gehören zu ihrer Kundschaft. Doch nach und nach wird der Drahtseilakt zwischen Studium und Nachtschwärmerei immer schwieriger, und spätestens als Grenzen überschritten werden droht die Lage zu eskalieren.

Zwei Studentinnen steigen ins Callgirlgeschäft ein und werden schnell an ihre Grenzen geführt. Sabine Derflinger („42plus“) erzählt in ihrem neuen Film von den kleinen und großen Dramen rund um einen Escortservice.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zwei Studentinnen hoffen auf das schnelle Geld mit einem Escort-Service und zahlen in Sabine Derflingers ungeschminkten Frauenfilm das bittere Lehrgeld der Sexarbeiter.

    Seit geraumer Zeit hat sich Sabine Derflinger den Ruf als Österreichs vielversprechendste Arthouse-Filmerin erworben. Sie legt nach „42plus“ einen weiteren Frauenfilm nach, dessen Thema ebenso ungewöhnlich ist, wie die entlarvend ehrliche Herangehensweise über zwei Freundinnen, die „Schnelles Geld“ wollen und in dem Doppelportrait der scheiternden Lebensentwürfe den Kontrast von Bürgerlichkeit und Prostitution nicht bewältigen können. Die beiden Darstellerinnen Anna Rot und Magdalena Kronschläger sind mit vollem Körpereinsatz gefordert – auch ohne echte Hardcore-Szenen – und beeindrucken mit einer schonungslos authentischen Leistung, die keine Tabus kennt.

    In schmucklosem Look, genau recherchiertem Milieuhintergrund des Callgirl-Alltags und der unaufgeregten Art eines Doku-Dramas nähert sich Derflinger der schonungslosen Offenheit eines Ulrich Seidl sowie thematisch dem Enthüllungsbuch „Studentin, 19, sucht …“. So wird die subtil ablaufende Chronik vom unvermeidbaren Ende einer Freundschaft, die an den Umständen des Lebens scheitert ein Essay über Prostitution, über den (nackten) Körper im Kapitalismus. Dabei fängt es für die beiden jungen Studentinnen Lea (Rot) und Hannah (Kronschläger) wie ein Abenteuer an, ihr Studium als Callgirls zu finanzieren. Ihre Freier stellen sich als harmlose Freaks an der Grenze des Lächerlichen heraus, die nur allzu menschlich bleiben. Für die frivol-hedonistische Lea und die scheu-verklemmte Hannah beginnt ein (Macht)Spiel, dessen Regeln sie jedoch lange nicht so im Griff haben, wie sie sich einbilden.

    Uni, Kunden und bürgerliches Privatleben unter einen Hut zu bringen, scheitert immer offensichtlicher. Zu romantischen Partnerschaften sind beide nicht mehr fähig und auch ihre innige Verbundenheit bröckelt, je emotional unbehauster sie werden. Das Doppelleben zerreißt sie innerlich, Hysterie wird zum Omen des immanenten Kollaps. Zu groß ist die Differenz zwischen dem was ist und dem, was hätte sein können. Eifersucht, Aggressionen und andere unausgesprochene Gefühle sickern wie Gift, aber ohne großes Drama in ihre taumelnde Existenz ein. Echte Liebe tut weh. Auch für Huren.

    tk.

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