Filmhandlung und Hintergrund

Erste Regiearbeit von "Vergiss mein nicht"-Autor Charlie Kaufman über einen Theaterregisseur, der sein Meisterwerk schaffen will und dafür in einer Lagerhalle eine eigene Stadt erbauen lässt, die das wahre Leben unmittelbar reflektiert.

Der Theaterregisseur Caden Cotard (Philip Seymour Hoffman) lebt mit seiner Frau und seiner vierjährigen Tochter in der Kleinstadt Schenectady im Bundesstaat New York. Er inszeniert gerade seine Interpretation des Theaterstücks „Tod eines Handlungsreisenden“, doch als die Uraufführung geschafft ist, währt die Freude nicht allzu lang. Bei ihm wird seltsames Augenleiden festgestellt, doch das ist nicht alles, denn dies ist nur der Auftakt zu einer Serie von mysteriösen Nervenkrankheiten, die seine Körperfunktionen außer Kraft zu setzen scheinen. Wäre das alles nicht so schlimm genug, entscheidet sich auch noch seine Frau dazu, mit der Tochter nach Berlin zu gehen und was als kurzer Trip geplant war, stellt sich schnell als längere Abwesenheit heraus.

Frustriert stürzt er sich in eine Liebesbeziehung mit der Kassiererin Hazel (Samantha Morton), die jedoch nicht von Dauer ist und ziemlich schnell wieder zerbricht. Nichts scheint mehr seinen Weg zu gehen und irgendwie ist das Leben von Cotard aus den Fugen geraten. Seine einzige Lösung ist es, sich einfach vollends in die Arbeit zu stürzen. Er beschließt ein neues und großes Theaterstück zu inszenieren, was die Welt noch nie gesehen hat. Er mietet sich ein leer stehendes Haus und beginnt darin die reale Welt um sich herum nachzubauen. Er engagiert Schauspieler, die sie bevölkern sollen und allesamt ein fiktionales Leben führen. Mit Hilfe dieses Stückes will er sein eigenes Leben aufrollen, doch die Geschichte gerät immer mehr zu einem Labyrinth, in dem sich Cotard verliert.

Im Jahre 2008 wurde „Synecdoche, New York“ bei den 61. Filmfestspielen von Cannes für die Goldene Palme nominiert, konnte sich am Ende aber nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Synecdoche, New York: Erste Regiearbeit von "Vergiss mein nicht"-Autor Charlie Kaufman über einen Theaterregisseur, der sein Meisterwerk schaffen will und dafür in einer Lagerhalle eine eigene Stadt erbauen lässt, die das wahre Leben unmittelbar reflektiert.

    Die komplexen, hinreißend komplizierten und wunderbar absurden Drehbücher zu „Being John Malkovich“, „Adaptation“ und „Vergiss mein nicht!“ waren nur das Vorspiel. Mit seinem Regiedebüt liefert Charlie Kaufman ein kunstvoll in sich verdrehtes und stets witziges Drama über Lebensängste in allen Ausprägungen, das all seine bisherigen Arbeiten in den Schatten stellt. Dass es Kaufman trotz der überaus verwinkelten Struktur gelingt, perfekt ausgeformte Figuren zu präsentieren, deren Bedürfnisse und Nöte stets nachvollziehbar sind, ist seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten als Autor zu verdanken - und natürlich einer Darstellerriege, die mit Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener, Samantha Morton und und und nur die Creme de la Creme aufzuweisen hat.

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