Swimming With Sharks

  1. Ø 0
   1994
Swimming With Sharks Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Höchst unterhaltsames Intrigenspiel in der Traumfabrik Hollywood.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wie eine Vignette aus Robert Altmans Hollywood-Satire „The Player“, die man wegen ihres grenzenlosen Zynismus letztlich doch nicht mit in den Film aufnahm, mutet George Huangs Regiedebüt „Swimming With Sharks“ an. Natürlich verfügt diese pechschwarze Komödie nicht über die elegante und souveräne Inszenierung, wie man sie von einem Altmeister vom Schlage Altmans erwarten kann. Dafür hat die Story Zähne wie ein Haifisch. Mit seiner gnadenlos boshaften Geschichte eines 25jährigen Filmschulabgängers, der von seinem neuem Chef, einem mächtigen Produzenten, herumkommandiert, gegängelt und bis aufs Blut gedemütigt wird, bis er den Spieß umdreht, erklärt Huang der vermeintlichen Traumfabrik den moralischen Bankrott. Er muß wissen, wovon er spricht: Jahrelang arbeitete der Regienovize als Assistent bei Barry Josephson selbst an vorderster Hollywood-Front. Mit „Swimming With Sharks“, der ursprünglich „The Buddy Factor“ hieß, rechnet Huang sehr deutlich ebenso radikal mit der Filmindustrie ab wie sein jugendlicher Antiheld mit seinem unmenschlichen Arbeitgeber. Kevin Spacey als Buddy Ackerman (von der US-Presse ausführlich mit Joel Silver, Scott Rudin und Don Simpson verglichen) und Frank Whaley als sein anfangs idealistisches Opfer Guy liefern Galavorstellungen. Vor allem Spaceys Performance bleibt im Gedächtnis: Er spielt seinen Produzenten als menschgewordenen Haifisch, der auch kein Mitleid verlangt, als er von seinem Angestellten gefoltert wird. Wenn Guy an Buddys Gesicht vorführt, wie scharf eine Papierkante sein kann, dann stehen diese Szenen in Buddys Haus, die die Rahmenhandlung des Films bilden, Quentin Tarantinos „Reservoir Dogs“ in punkto Intensität kaum nach. Von dort aus wird immer wieder zurückgeblendet, auf den ersten Tag, die erste Woche, den ersten Monat und schließlich das erste Jahr von Buddys Karriere. Graduell verfolgt der Zuschauer Guys Wandel unter Buddys eisernen Fittichen von filmbegeisterten Movie Buff zum zynischen Karrieristen. Daß am Ende ein drastischer Schluß steht, der sogar „The Player“ in den Schatten stellt, rundet die Geschichte mit knallharter, bewundernswerter Konsequenz ab. Mit Insiderwitzen nur so gespickt, ist diese gnadenlose Rachefantasie kaum der Stoff, aus dem große Publikumserfolge gemacht sind. Aber immerhin hat Hollywood aufgehorcht. Und das erreichen nur die wenigsten Regieneulinge mit ihrer ersten Arbeit. In Deutschland könnte sich der Film zumindest zum Renner auf Festivals entwickeln. ts.

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