Filmhandlung und Hintergrund

Aus dem Alltag von Schafhirten in den Bergen Montamas zaubern Lucien Castaing-Taylor und Ilisa Barbash in ihrem Dokumentarfilm eine Ode an eine aussterbende Zunft.

Der Alltag irisch-amerikanischer Schafhirten in den Beartooth-Bergen in Montana. Sie treiben etwa 3000 Tiere einen Sommer lang über die hochgelegenen Wiesengründe. Sie spielen schon mal den Geburtshelfer und scheren die Tiere regelmäßig. Dabei müssen sie den Unwägbarkeiten der Natur ebenso trotzen wie ihre Schafe und Einsamkeit ertragen.

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Darsteller und Crew

  • Lucien Castaing-Taylor
    Lucien Castaing-Taylor
  • Ilisa Barbash
    Ilisa Barbash

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sweetgrass: Aus dem Alltag von Schafhirten in den Bergen Montamas zaubern Lucien Castaing-Taylor und Ilisa Barbash in ihrem Dokumentarfilm eine Ode an eine aussterbende Zunft.

    Von Menschen und Schafen: Zum letzten Mal führen Schäfer ihre Herde in die grandiose Bergkulisse Montanas, wo sie die Sommermonate in freier Natur verbringen.

    Lakonisch und bar jedes erklärenden Kommentars filmten der Sozialanthropologe Lucien Castaing-Taylor und seine Koregisseurin Ilisa Barbash zwischen 2001 und 2003 den Alltag irisch-amerikanischer Schafhirten in den Beartooth-Bergen in Montana. Sie treiben eine Herde von 3000 Tieren den ganzen Sommer lang über die hochgelegenen Wiesengründe. Wie sich anschließend herausstellte, sollte es der letzte Trail seiner Art sein. Aus diesem Material entstanden neun Filme, die für Vorführungen in Galerien angedacht waren. Einer davon, „Sweetgrass“, genießt nun einen Kinostart, nachdem er dieses Jahr im Forum der Berlinale lief.

    Lange Einstellungen geben eindrucksvoll die grandios-herbe Berglandschaft des amerikanischen Westens wieder, in deren schierer Weite sich Mensch und Tier gleichermaßen verlieren. Bergmassive, Wälder, Flüsse, Täler und Grashänge bilden eine fantastische Kulisse, werden aber niemals zu Postkartenromantik verklärt. Denn die Dokumentation handelt nicht nur von einem aussterbenden Beruf - der freien Schafzucht, die im 19. Jahrhundert begann und sich nun ihrem Ende nähert -, sondern zeigt ganz unsentimental das trotz moderner Ausrüstung beschwerliche Hirtenleben. So mischen sich leise elegische Töne in den Film.

    Der gliedert sich grob in zwei Teile: Im ersten nimmt man den Schafbetrieb aus der Sicht der Nutztiere wahr, die im Akkord geboren, gefüttert und geschoren werden. Später wechselt die Perspektive zu den Hirten, die eine anstrengende Wanderung auf sich nehmen und schon mal an Einsamkeit und Kniebeschwerden verzweifeln. Angesichts der berückenden Schönheit der rauen Natur, die Castaing-Taylor in gemessenem Erzähltempo auskostet, verliert man sich nur zu gerne in der Ode an das Schweigen der Lämmer. tk.

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