Filmhandlung und Hintergrund

Gelungenes österreichisches Road-Movie über eine Flucht aus Rußland, die in den Alpen endet.

Nach Jahren des Kampfes, ihre russische Heimat verlassen zu dürfen, scheint Nana am Ziel ihrer Wünsche. Auf dem Weg in die USA wird allerdings bei ihrem Zwischenstop in Wien ihr gefälschter Ausweis entdeckt. Mit Glück gelingt Nana die Flucht, die sie in die Alpen führt. Dabei trifft sie nicht nur die Amerikanerin Suzie, deren Namen sie annimmt, sondern auch eine Reihe skurriler Gestalten.

Gelungenes österreichisches Road-Movie über eine Flucht aus Rußland, die in den Alpen endet.

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Kritikerrezensionen

  • Suzie Washington: Gelungenes österreichisches Road-Movie über eine Flucht aus Rußland, die in den Alpen endet.

    In seinem zweiten Spielfilm „Suzie Washington“ erzählt der Österreicher Florian Flicker von einer illegalen Immigrantin, die sich wie Alice im Wunderland ohne Paß durch die Alpenrepublik bewegt. Ein tragikomisches Roadmovie, das Unterhaltung und Politische Botschaft meisterhaft kombiniert.

    Der Traum von einem neuen Leben in Los Angeles endet für Nana Iaschwili (Birgit Doll) unversehens am Wiener Flughafen. Die Frau aus einem ehemals sowjetischen Land, „das gerade Selbstmord begeht“, kann zwar eine Einladung von ihrem Onkel, ein Ticket und rund 800 Dollar vorweisen, aber leider nur ein gefälschtes Visum. Endstation Transitraum heißt es, Abschiebung in zwei Tagen. Durch Zufall gelingt ihr die Flucht und sie landet im pittoresken Salzkammergut, gibt sich als Amerikanerin aus. Schnell lernt sie die notwendige Überlebensstrategie – ob im Luxusreisebus mit Mozartkugeln, beim Dinner mit einem Verehrer, im Wagen eines Schiebers oder beim rauh-herzlichen Hüttenwirt, der ihr Unterschlupf bietet. Auf ihrer Odyssee trifft sie an Touristen gewöhnte Einheimische, die der „Amerikanerin“ Suzie Washington freundlich und hilfsbereit begegnen, aber auf die „Illegale“ mit Abwehr reagieren. Beim Überschreiten der grünen Grenze nach Deutschland hat sie einen neuen Namen und einen französischen Paß. Das gelobte Land Amerika ist ein Stückchen nähergerückt.

    Ohne Zeigefinger-Rhetorik oder die üblichen Sozialklischees zeichnet Florian Flicker („Halbe Welt“) die Irrfahrt einer Frau durch eine Postkartenidylle von Land, kontrastiert das adrette Touristen-Österreich mit der Sicht einer Fremden, die auf einem reichen, fernen Stern gestrandet ist. In diesem „Heimatfilm“ wechseln sich Situationskomik und surrealistische Momente mit Augenblicken großer Intimität und Ehrlichkeit ab, die Mischung aus Spannung, lakonischem Humor und Gefühl stimmt, wird durch keine Betroffenheitsideologie gestört. Die Handkamera vermittelt Authentizität, unterstreicht in ihrer Bewegung die ständige Rastlosigkeit der Heldin. Neben einer großartigen Birgit Doll in der Titelrolle, sind aber auch die Nebenfiguren optimal besetzt (August Zirner, Wolfram Berger). Ein engagiertes Programmkino Publikum sollte an „Suzie Washington“ Gefallen finden. mk.

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