Suspect Zero

   Kinostart: 14.10.2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Serienkiller-Thriller, in dem zwei FBI-Agenten von einem des Mordes verdächtigten abtrünnigen Kollegen an der Nase herumgeführt werden.

Eine scheinbar wahllos verübte Mordserie verunsichert Amerikas mittleren Westen. Der junge FBI-Agent Thomas Mackelway (Aaron Eckhart) hat sich dadurch längst vom objektiv-kühlen Fahnder in einen besessenen Wahnsinnigen verwandelt, der die ganze Angelegenheit höchst persönlich nimmt, sehr zur Beunruhigung seiner Partnerin (Carrie-Anne Moss). Die Sache spitzt sich zu, als die Cops in ihrer Not auf die Mitarbeit des unheimlichen Ex-Kollegen und praktizierenden „Fernwahrnehmers“ Benjamin O’Ryan (Ben Kingsley) setzen.

Spätestens seit diesem trickreich gewebten und hypnotisch dicht in düstere Farben gehüllten Serienkiller-Horrortrip voll darstellerischer Feindarbietungen hat David Fincher mit Elias Merhige („Shadow of the Vampire„) einen ernsthaften Konkurrenten bekommen.

FBI Agent Thomas Mackelway steht vor einer auf den ersten Blick unzusammenhängenden Reihe von Mordfällen. Die Aufklärung wird für ihn immer mehr zu einer persönlichen Angelegenheit, um nicht zu sagen Besessenheit, als ihm der Killer Hinweise per Fax zukommen lässt und ihn auf die Fährte des abtrünnigen Spezial-Agenten Benjamin O’Ryan lockt. Zusammen mit seiner Partnerin Fran Kulock kommt Mackelway dem Verdächtigen näher, doch in diesem Moment scheint sich das Spiel zu wenden: Aus den Jägern werden Gejagte.

Eine scheinbar wahllos verübte Mordserie verunsichert Amerikas Mittelwesten und hat den jungen FBI-Agenten Thomas Mackelway längst vom objektiv-kühlen Fahnder in einen besessenen, die ganze Angelegenheit sehr persönlich nehmenden Maniker verwandelt. Die Sache spitzt sich zu, als erkennbar wird, das hier ein Serienkiller andere Serienkiller zur Strecke bringt und Detective Mackelway sehr zur Beunruhigung von Partnerin und Vorgesetzten eine Kooperation mit dem „Fernwahrnehmer“ in Erwägung zieht.

Junger FBI-Agent gedenkt Feuer mit Feuer zu bekämpfen, als er auf der Jagd nach einem Kindermörder die Hilfe eines anderen Serienkillers in Anspruch nimmt. Thriller im „Sieben“-Stil.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Suspect Zero: Serienkiller-Thriller, in dem zwei FBI-Agenten von einem des Mordes verdächtigten abtrünnigen Kollegen an der Nase herumgeführt werden.

    Die Beziehung zwischen Serienkiller und Cop ist der Stoff, aus dem unzählige psychologischen Kriminalthrillern gewoben sind. Regisseur E. Elias Merhige („Shadow of the Vampire“) versucht nun, mit seiner ästhetischen Inszenierung vor allem dem Genreklassiker „Sieben“ nachzueifern. Allerdings schreibt Merhige visuellen Stil ungleich größer als dramatische Substanz. An dem resultierenden sträflichen Spannungsvakuum können auch die beiden exzellenten Darsteller Ben Kingsley („House of Sand and Fog“) und Aaron Eckhart („Erin Brockovich“) nichts ändern.

    Nach dem deutlich an „Manhunter“ angelehnten Drehbuch von Zak Penn („Behind Enemy Lines“) wird zunächst die Story von FBI-Agent Thomas Mackelway (Eckhart) ausgerollt. Er ist von Dallas nach Albuquerque strafversetzt worden. Mit Dauerkonsum von Aspirin hält er seine Kopfschmerzen unter Kontrolle, die, wie sich bald herausstellt, von hellsichtigen Visionen über verschiedene Mordfälle herrühren. Diese Fähigkeit teilt er mit dem ungefassten Mordverdächtigen Benjamin O’Ryan (Kingsley), der ihn mit Faxübertragungen von vermissten Personen bombardiert. Darüber hinaus lockt er ihn mit reichlich Hinweisen auf seine eigene Fährte. Wie es scheint, ist O’Ryan ein ehemaliger FBI-Agent, der in geheimen Experimenten zur Hellsichtigkeit trainiert worden ist. Nun räumt er gnadenlos mit dem Kinder mordenden Serienkiller-Pack quer durch die Vereinigten Staaten auf. Am meisten hat er es jedoch auf den „Suspect Zero“ abgesehen: ein Psychopath, der wahllos ohne Muster oder Motiv (und daher nicht dingfest zu machen ist) hunderte von Opfern auf dem Gewissen hat. Seinem Geisteskollegen Mackelway hat O’Ryan dabei eine bestimmte Rolle zugedacht.

    O’Ryans Visionen sind blutrot und schwarzgrau getränkte, verwaschen-verwackelte Zerrbilder, die er anschließend mit gespenstischen Skizzen zu Papier bringt. Dissonante Soundeffekte untermalen die psychologische Tortur, die er dabei empfindet. Mackelway wird von seinem „zweiten Gesicht“ ebenfalls psychisch mitgenommen. Dem Zuschauer werden mit diesen wiederholten Szenen allerdings keine greifbaren Indizien, sondern immer nur die Aufschluss gebenden Wahrnehmungen der beiden vorgeführt. Noch unglücklicher ist der Umstand, dass die Mordopfer namenlose Unbekannte bleiben, in deren Schicksal das Publikum emotional null investieren kann. Was an erzählerischem Tiefgang mangelt, versucht Merhige, der eine ausgeprägte Vorliebe für Großaufnahmen hat, mit ausgefallenen Kamerawinkeln und malerischen Bildkompositionen auszugleichen. Stimmungsvoll ist auch der mit spirituell-indianischen Klängen versehene Score, doch dies hinterlässt einen letztlich ebenso so oberflächlichen Eindruck wie der Auftritt von „Matrix“-Heroine Carrie-Anne Moss, deren Figur als Mackelways Partnerin zu absoluter Nebensächlichkeit verdonnert wird. Der erhoffte Erfolg bei einem breiten Publikum wird sich für diesen verworrenen Thriller im Arthouse-Look wohl erst bei der DVD-Auswertung einstellen können. Bis dahin werden sich wohl lediglich darbende Fans des Serienkiller-Subgenres an „Suspect Zero“ erfreuen. ara.

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