Supermensch - Wer ist Shep Gordon?

   Kinostart: 18.09.2014
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Filmhandlung und Hintergrund

Doku über den in Hollywood bekannten, schillernden Musikmanager und Hedonisten.

Nach dem Studium in New York zieht es Shep Gordon Ende der sechziger Jahre nach Kalifornien. In Los Angeles lernt er Jimi Hendrix, Janis Joplin und Jim Morrison kennen und startet erste Gehversuche als Manager: Er nimmt den unbekannten Alice Cooper unter Vertrag und verhilft ihm zu einer Weltkarriere. Nach Ausflügen ins Filmgeschäft entdeckt er seine Leidenschaft für das Kochen und leitet die mediale Vermarktung von Starköchen in die Wege.

Mike Myers widmet sich anlässlich seines Regiedebüts einer erfolgreichen, aber weitgehend im Hintergrund gebliebenen Persönlichkeit der Entertainmentbranche.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. In seinem Regiedebüt "Supermensch: Wer ist Shep Gordon" porträtiert Komiker Mike Myers einen guten Freund, den er vor den Dreharbeiten zu "Wayne’s World" kennen lernte. In den Sechzigern übernahm Shep Gordon das Management von Alice Cooper und baute ihn durch Geschick sowie Gespür für das Business zur internationalen Rockgröße auf. Bei den Verhandlung über Coopers berühmten Gastauftritt setzte der stets freundliche Geschäftsmann durch, dass sein Schützling keinen allseits bekannten Hit, sondern einen neuen Song interpretieren durfte. Jahre später fragte Myers während einer Schaffenskrise an, ob er einige Zeit in Gordons idyllisch-luxuriösem Hawaii-Domizil verbringen dürfe. Der Manager sagte sofort zu. Für Freunde steht seine Tür jederzeit offen.

      Somit tauchen als Interviewpartner zahlreiche Prominente wie Tom Arnold, Sylvester Stallone oder Michael Douglas auf, die ergänzende Aussagen zu Gordons Anekdoten über seinen turbulenten Werdegang beitragen. Dass vielleicht nicht alles der Wahrheit entspricht, unterstreicht schon der Originaluntertitel "The Legend of Shep Gordon". An einer Stelle weist sogar Myers selbst den Impressario auf eine Unstimmigkeit bei seinen Schilderungen hin.

      Doch man erhält Einblick auf Hintergründe zu zahlreichen legendären Events. So enthüllen Alice Cooper und Shep Gordon, was es mit dem geköpften Huhn auf sich hat, das eine Zeitlang fester Bestandteil von Coopers gruseligen Bühnenshows werden sollte. Von Auftritten in durchsichtiger Plastikanzügen, was sich als Schuss in den Ofen erwies, bis zu Slips als LP-Umhüllungen oder zusammenbaubare Schultische als LP-Cover wurde kein Aufsehen erregender PR-Gag ausgelassen.

      Um Gordons bewegte Vita zu illustrieren griff Mike Myers, der gelegentlich selbst vor die Kamera tritt, zu eigenwilligen Mitteln. Wo kein Archivmaterial vorlag, setzte er bewegte Fotomontagen oder Ausschnitte aus Kinofilmen wie "The Warriors" oder seinem "The Love Guru" ein. Bei dem bunten, flotten Bilderreigen finden sich sogar ein Ausschnitt aus dem deutschen "Beat Club" und eine "Bravo"-Einblendung. Längst nicht jeder seiner vielen Klienten tritt dabei vor die Kamera, zumal etwa Luther Vandross den Ausstieg seines Managers reichlich negativ aufnahm. Aber wichtige Weggefährten wie Teddy Pendergrass, Anne Murray, Produzent Bob Ezrin oder Carolyn Pfeiffer geben sich immerhin die Ehre. Auf Pfeiffers Wunsch stieg Gordon sogar ins Filmproduzentenfach ein. Myers erinnert an ihre Werke wie Ridley Scotts Debüt "Die Duellisten" oder "Roadie", wo Gordon zahlreich seiner Klienten unterbringen konnte. Dagegen überspringt er dessen Beteiligung an "Prince of Darkness" (mit Alice Cooper) und an zahlreichen weiteren John Carpenter- und Wes Craven-Schockern in Folge.

      Sicherlich darf man bei Mike Myers filmischer Biografie eines lieb gewonnenen Kumpans keine kritische Studie erwarten. Doch gegen Ende klingt immerhin auch die Tragik hinter einem erfolgreichen und wild bewegten Leben an. Stets wünschte sich Shep Gordon Kinder, was ihm auf Dauer verwehrt blieb. Deshalb nahm er sich dem Nachwuchs einer frühen Lebensgefährtin an, die ebenfalls zu Wort kommen und den Agenten als Ersatzvater ansehen. Trotz unzähliger Affären, unter anderem mit Sharon Stone, musste Shep Gordon nach einer riskanten Operation am Krankenbett feststellen, dass letztlich nur seine bezahlte Assistentin auf ihn wartete. Dieser Umstand vermittelt dem kurzweiligen, amüsanten Streifzug durch die Populärkultur noch einen melancholischen Unterton.

      Fazit: Mike Myers Debüt "Supermensch – Wer ist Shep Gordon" ist eine unterhaltsame Dokumentation über einen schillernden, engagierten Manager, der lange im US-Showgeschäft die Strippen zog.
    2. Supermensch - Wer ist Shep Gordon?: Doku über den in Hollywood bekannten, schillernden Musikmanager und Hedonisten.

      Regiedebüt des Schauspielers Mike Myers, der sich mit diesem Dokumentarfilm einen langgehegten Traum erfüllt haben soll: Nachdem er Shep Gordon 1992 am Set von „Wayne’s World“ kennengelernt hatte, versuchte er über lange Jahre hinweg vergeblich, die Lebensgeschichte des weitgehend außerhalb des Rampenlichtes wirkenden Strippenziehers erzählen zu dürfen. Das Ergebnis bietet Star-gespickte Anekdoten, die Gordons Karriere von seinen Anfängen als Musikmanager über seine Versuche als Filmproduzent bis zu seiner Beziehung mit Sharon Stone und seiner Bekanntschaft mit dem Dalai Lama nachzeichnen.

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