Sunshine Cleaning Poster

Fakten und Hintergründe zum Film "Sunshine Cleaning"

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Produktion: Die Inspiration

„Die Idee für SUNSHINE CLEANING kam mir, als ich einen Beitrag auf dem Radiosender National Public Radio (NPR) gehört hatte“, erinnert sich die Drehbuchautorin Megan Holley. „Ich bin ein Riesenfan von NPR – es war ein Stück über die Aufräumarbeiten am Tatort eines Verbrechens. Ich wusste gleich, dass dies ein fantastischer Hintergrund für eine Geschichte ist und begann gleich, an einem Drehbuch zu arbeiten. Jeden Tag schrieb ich ein paar Stunden daran, bevor ich zur Arbeit ging – ich habe eine Weile gebraucht, aber schließlich wurde das Skript fertig. Ich schickte es zu einem lokalen Drehbuch Wettbewerb ein, bei dem zufälligerweise Glenn Williamson, einer der Produzenten, in der Jury saß. Ich habe den Wettbewerb gewonnen, was schon mal schlichtweg fantastisch war. Aber noch besser fand ich natürlich, dass ich dabei Glenn kennen lernte und er mir sagte, dass er mein Skript großartig fände und den Film produzieren wolle.“

SUNSHINE CLEANING wurde von der Firma Clean Sweep Productions, LLC. produziert. Clean Sweep ist der Zusammenschluss von Glenn Williamson, Chef von Back Lot Productions und Produzent von gefeierten Filmen wie „Hollywoodland“ (Die Hollywood-Verschwörung, 2006), und Jeb Brody, Peter Saraf und Marc Turtletaub von Big Beach, Produzenten des Oscar®-nominierten Erfolgs „Little Miss Sunshine“ (Little Miss Sunshine, 2006).

„Die Agentin der Autorin – eine Jugendfreundin von mir – schickte mir das Skript von SUNSHINE CLEANING zu“, sagt der Produzent Jeb Brody. „Ich habe es gelesen und meiner Assistentin gesagt: ,Ruf sie sofort zurück. Wir produzieren diesen Film!‘ Ich fand das Drehbuch auf Anhieb brillant. Dann schickte ich es an Marc Turtletaub und Peter Saraf – sie lasen es, und wir waren uns einig. Anschließend rief ich bei Glenn Williamson an, der bereits an Bord dieses Projektes war. Wir hatten tolle, heiße Diskussionen über den Stoff, aber alles entwickelte sich sehr schnell und sehr leicht. Wir haben uns in das Drehbuch verliebt und hatten das Gefühl, dass dieser Film gedreht werden müsste. Es ist eine so subtile und nuancenreiche Geschichte, und sie ist unserer Meinung nach eine unglaublich tolle Story über Einsamkeit, Verlust und übers Erwachsenwerden.“

Nachdem Brody gefragt wird, ob Big Beach jetzt ausschließlich Filme mit dem Wort SUNSHINE im Titel produzieren will grinst Brody:„Das ist einer dieser irren Zufälle. Peter Saraf hat zwei Kinder: Olive und Oscar. Olive ist der Name des Mädchens in LITTLE MISS SUNSHINE, und Oscar ist der Name des Jungen in SUNSHINE CLEANING. Das ist aber auch nur ein Zufall, und das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun.“

Produktion: Über die Geschichte

SUNSHINE CLEANING dreht sich um die Schwestern Rose und Norah Lorkowski und das Geschäft zur Tatort- Reinigung, das sie zusammen betreiben, um sich Geld und Selbstwertgefühl zu erarbeiten. „Es geht um Menschen, die sich selbst finden, sich gegenseitig näher kommen und lernen, sich selbst zu akzeptieren“, sagt Williamson. „Es geht auch um die Genesung einer Familie – das ist der thematische rote Faden, der sich durch den Film zieht.“

„Ich habe vor ein paar Jahren ebenfalls eine Radiosendung über die Reinigungsarbeiter an den Tatorten von Verbrechen gehört. Und ich dachte damals schon, dass dies tolle Charaktere für einen Film sein würden“, gibt Produzent Peter Saraf zu Protokoll. „Aber ich habe die Idee nie weiter verfolgt – und dann landete dieses Skript aufmeinem Schreibtisch. Und es schenkte mir diese wunderbar emotionale Geschichte um zwei junge Frauen, die sich mit der Reinigung von Tatorten ihren Lebensunterhalt verdienen wollen und durch diese Arbeit Selbstachtung finden. Indem sie etwas Praktisches und Nützliches für andere Menschen in deren Krisenzeiten tun, sind sie in der Lage, etwas für ihr eigenes Leben zu lernen.“

„Rose ist eine alleinerziehende Mutter, die nicht immer die besten Entscheidungen für sich oder ihren Sohn trifft“, bringt es die Darstellerin Amy Adams auf den Punkt. „Sie steckt in einem Dilemma – sie glaubt, eine Privatschule ist das Beste für ihren Sohn, aber das kann sie sich nicht leisten. Von einem Polizisten (Steve Zahn), mit dem sie eine Affäre hat, erfährt sie, dass man mit der Reinigung von Tatorten eine Menge Geld verdienen kann. Und dann kommt sie zu der Erkenntnis, dass sie so besser für den Lebensunterhalt ihres Sohnes und ihrer Familie sorgen kann.“ „Rose überzeugt ihre Schwester Norah, ein solches Serviceunternehmen zu starten“, fährt Adams fort. „Am Anfang sind sie noch nicht sonderlich gut in diesem Job. Sie wissen noch nicht, dass man in diesem Beruf bestimmte Regeln befolgen muss. Aber am Ende machen sie ihre Arbeit ziemlich gut.“

„Norah ist von allem fasziniert, was bunt, vielfältig und mehrdimensional ist“, erläutert die Hauptdarstellerin Emily Blunt. „Ich glaube, sie lebt in ihrer ganz eigenen Welt und betreibt hin und wieder Realitätsflucht. Darum kifft sie auch sehr oft. Um zu flüchten, aber auch weil viele ihrer Fragen nicht beantwortet werden. In ihrer Familie wird jede Menge unter den Teppich gekehrt.“

„Rose und Norah gründen also die Firma Sunshine Cleaning, mit der sie Tatorte reinigen und Schadstoffe beseitigen“, fährt Blunt fort. „Für Norah ist dieser Job nicht gerade glamourös, also ist sie von dem ersten Einsatz alles andere als begeistert. Aber ich glaube, sie ist danach von der Welt anderer Menschen, die sie bei ihren Aufträgen kennen lernt, fasziniert – von all den Tragödien, die sich abgespielt haben und von all den kleinen Schmuckstücken, die sie an den Tatorten findet.“

Produktion: Die Regie

„An einem bestimmten Punkt der Vorproduktion war ein anderer Regisseur im Gespräch, aber aus einer Menge Gründen haben wir uns doch umentschieden“, sagt Williamson. „Ich hatte mit Christine Jeffs schon an SYLVIA (SYLVIA, 2003) gearbeitet, als ich Produktionsvorstand bei Focus Features war. Ich kenne sie und bewundere ihr Talent. Christine Jeffs las das Skript und verliebte sich auf Anhieb in die Geschichte. Die Story liefert einen interessanten Mix aus Comedy, echtem menschlichen Drama und Emotionen. Christine kann mit dramatischen Stoffen hervorragend umgehen, und sie hat einen wunderbar schrägen Sinn für Humor. Sie ist bei der Kameraführung toll und arbeitet super mit Schauspielern. Ich wusste von Anfang an, dass sie für diesen Film einen einzigartigen visuellen Stil entwickeln würde.“

„Der Dreh mit ihr hat meine Kreativität sehr gefordert“, meint Amy Adams zu der Zusammenarbeit mit Jeffs. „Ich gehe auf eine bestimmte Art an eine Szene heran, und Christine gibt mir nur ein paar Hinweise, die sie dann in eine ganz andere Richtung drehen und die Szene dann vielschichtiger machen als ich je vermutet hätte.“ „Ich mag Christine sehr“, sagt auch ihr Kollege Steve Zahn. „Sie ist sehr instinktiv und nicht sehr lautstark, aber aus irgendwelchen Gründen vertraut man ihr am Set blind.“

Produktion: Die Besetzung

Die Besetzung der beiden Hauptfiguren Rose und Norah Lorkowski war für den Film von allergrößter Bedeutung. Die Geschichte der zwei Schwestern in SUNSHINE CLEANING wird auf diversen Ebenen gespielt“, erläutert Brody. „Deshalb war wichtig für uns, die richtige Rose zu finden – und danach die dazu passende Norah. Der Name Amy Adams kam bei der Suche nach Rose schon sehr früh ins Spiel. Die Figur ist ein ehemaliger Cheerleader, der nun als Erwachsene bemerkt, dass man als ehemaliger Cheerleader im Leben nicht weit kommt. Rose verfügt über eine Reife, die sie allerdings nicht sehr oft zeigen kann – aber durch das eigene Unternehmen bekommt sie dazu Gelegenheit. Amy ist einfach die perfekte Person für diese Figur.“

Emily Blunt wurde danach als Roses Schwester Norah besetzt. „Es wäre einfach, Norah als Stoner zu sehen, die mit ihrer Zeit nichts anderes anstellen kann als faul auf dem Sofa zu liegen – aber das wäre eine todlangweilige Figur“, sagt Brody. „Emily verleiht diesem Charakter eine unglaubliche Tiefe. Sie kann unfassbar komisch sein, aber auch sehr süß und wahrhaftig.“

Eine weitere Hauptrolle in SUNSHINE CLEANING spielt Alan Arkin als Joe Lorkowski, der Vater von Rose und Norah. „Alan ist ein unglaublicher Schatz, und schon die Arbeit mit ihm an ,Little Miss Sunshine‘ war ein Traum, der wahr wurde“, schmunzelt Saraf. „Ich rief ihn an und bot ihm diese Rolle an, weil er in New Mexico lebt.“

„Wenn man Schauspieler und Filme liebt, dann kommt man nicht daran vorbei, auch Alan Arkin zu lieben“, pflichtet ihm Brody bei. „Als die Zeit für diesen Film reif war, dachten wir natürlich an Alan, aber eher im Sinne von: Oh, mit dem haben wir gerade gearbeitet. Dennoch: Je mehr wir über andere Schauspieler für diese Rolle sprachen, desto sicherer waren wir, dass er die einzige Person war, die wir haben wollten.“

Produktion: Die Dreharbeiten

Eine Schlüsselfunktion bei der Produktion nahm die Entscheidung ein, SUNSHINE CLEANING in Albuquerque, New Mexico zu drehen. „Wir haben uns aus mehreren Gründen für New Mexico entschlossen“, erläutert Produzent Marc Turtletaub. „Erstens gibt es dort reizvolle steuerliche Zuschüsse. Es gibt einige Staaten, die solche Förderungen anbieten, aber New Mexico und speziell Albuquerque lieferte darüber hinaus auch eine tolle Kulisse für den Film. Wir brauchten eine Stadt, die zwei Gesichter hat, denn unsere Hauptfigur Rose ist jemand, die in der High School große Ambitionen hatte, aber nun im falschen Teil der Stadt leben muss. Albuquerque bot uns genau das.“

„Wir flogen nach Albuquerque, um nach passenden Locations zu suchen“, ergänzt Williamson. „Fünf Minuten vor der Landung sagte Christine Jeffs: ,Ich liebe es hier – ich will den Film unbedingt hier drehen!‘ Wir waren noch nicht mal gelandet! Albuquerque hat eine eigentümliche natürliche Schönheit, aber auch das typische Gesicht amerikanischer Vororte mit Fast-food-Restaurants und Ladenketten, die man überall in den USA findet.“

„Man kann diese Stadt komplett filmen, wenn es um den visuellen Stil geht“, sagt auch der Chefkameramann John Toon. „In Albuquerque kann man überall drehen, denn die Stadt ist extrem filmfreundlich. Man kann schnell und unkompliziert durch die Stadt fahren, und dasLicht und das Wetter kommen unserer Arbeit und dem, was wir erreichen wollten, sehr entgegen.“