Filmhandlung und Hintergrund

Stilles, suggestives und poetisches Coming-of-Age-Drama um einen jungen Mann und seine Mutter in einer anatolischen Kleinstadt.

Yusuf ist 20 und lebt immer noch bei seiner Mutter Zehra, die von den Milchprodukten ihrer drei Kühe ihr Leben bestreitet. Sie bietet sie als Frisch-, Salz- und Kräuterkäse auf dem Markt an. Durch Zufall - ihr Motorrad hat einen Platten - lernt Zehra den Stationsvorsteher kennen und entdeckt ihre Weiblichkeit neu. Yusuf, der lieber Gedichte schreibt als einen „richtigen“ Beruf zu ergreifen, fällt bei der Musterung durch und muss sich entscheiden, wie er künftig auf eigenen Beinen stehen kann.

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Darsteller und Crew

  • Semih Kaplanoglu
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  • Melih Selçuk
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  • Basak Koklukaya
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  • Riza Akin
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  • Saadet Aksoy
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  • Tülin Özen
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  • Alev Uçarer
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  • Serif Erol
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  • Orçun Köksal
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  • Tansu Biçer
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  • Sarah Özdag
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  • Semra Kaplanoglu
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  • Burcu Aksoy
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  • Özgür Eken
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  • François Quiqueré
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Kritikerrezensionen

  • Süt: Stilles, suggestives und poetisches Coming-of-Age-Drama um einen jungen Mann und seine Mutter in einer anatolischen Kleinstadt.

    Stilles, suggestives und poetisches Coming-of-Age-Drama um einen jungen Mann und seine Mutter in einer anatolischen Kleinstadt.

    Wie Nuri Bilge Ceylan („Jahreszeiten“) und Yesim Ustaoglu („Waitung for the Clouds“), gehört Semih Kaplanoglu zu einer neuen Generation türkischer Autorenfilmer, die das Weltkino mit ihrer Filmsprache bereichern. Ist Ceylan auf die intellektuelle Mittelschicht konzentriert, so brechen Ustaoglu und Kaplanoglu von ländlichen Gebieten in Zentral-Anatolien aus, um ökonomische Veränderungen der Region zu beleuchten, von Tradition und Moderne zu sprechen, vor allem aber poetische und suggestive Reisen ins Innere ihrer Helden zu unternehmen. „Süt“ (Milch) ist Mittelteil einer Trilogie, die 2007 mit „Yumurta“ (Ei) begann.

    Yusuf ist 20 und lebt bei seiner Mutter Zehra, die von den Milchprodukten ihrer drei Kühe lebt, die sie als Frisch-, Salz- und Kräuterkäse auf dem Markt anbietet. Yusuf wird traditionellen Anforderungen des männlichen Familienoberhaupts nicht gerecht, er schreibt Gedichte, will sich künstlerisch verwirklichen. Zehra lernt durch Zufall - ihr Motorrad hat einen Platten - den örtlichen Stationsvorsteher kennen, entdeckt ihre Weiblichkeit neu. Zum Militär einberufen, wird Yusuf bei der Musterung in Izmir als untauglich ausgemustert. Er wird Grubenarbeiter.

    Mit Minimaldialog, in langen Einstellungen und ohne Musik, registriert „Süt“ die Veränderungen im Leben von Yusuf und Zehra, die im symbolischen Sinn des Originaltitels dem Sohn die Muttermilch absetzt, um ein eigenes Leben zu leben, wodurch er gezwungen ist, auf eigenen Füßen zu stehen. Das läuft parallel zur Veränderung in der Kleinstadt, in der Neubaugebiete mit Hochhäusern entstehen, in denen Yusuf täglich Milch verkauft. Eine lange Sequenz an einem See, in deren Verlauf er einen Fisch fängt, ist der entscheidende Wendepunkt. Filmhistorisch ist die Trilogie um Yusuf das türkische Pendant zu Satiyajit Rays indischer Trilogie „Apus Weg ins Leben“.

    Der dritte Teil „Bal“ (Honig) läuft im Wettbewerb der 60. Berlinale laufen. ger.

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