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Sue

Kinostart: 10.09.1998

Sue: Der soziale und sexuelle Niedergang einer Mittdreißigerin, getragen von einer großartigen Hauptdarstellerin.

Filmhandlung und Hintergrund

Der soziale und sexuelle Niedergang einer Mittdreißigerin, getragen von einer großartigen Hauptdarstellerin.

Die elegante Sue verliert ihren Arbeitsplatz als Sekretärin, auch ihre Beziehungen scheitern alle. Ein junger Journalist würde sie sehr schätzen, aber das bemerkt Sue erst zu spät. Ihre WG-Experimente fruchten ebenfalls nicht, und so muß sie ihr Appartement verlassen und in ein schäbiges Hotel ziehen, um fortan mitten unter Huren und Outcasts zu leben.

Der soziale und sexuelle Niedergang einer Mittdreißigerin, getragen von einer großartigen Hauptdarstellerin.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sue: Der soziale und sexuelle Niedergang einer Mittdreißigerin, getragen von einer großartigen Hauptdarstellerin.

    Filme über alleinstehende Frauen können leicht ins Sentimentale, Grüblerische oder Mitleidheischende verfallen. Zum Glück liegt Amos Kollek’s Ballade über den spiralförmigen Kurs ins Elend der eleganten New Yorkerin Sue nicht auf dieser Linie. Vielmehr gewinnt er in Regie, Buch und durch die einzigartige Interpretation seiner Hauptdarstellerin Anna Thompson dem delikaten Thema humorvolle, ironische und positiv-pathetische Töne ab, die den Film, der immerhin den sozialen und sexuellen downfall einer attraktiven Mittdreißigerin beschreibt, in einem wundervollen Trancezustand belassen - fast wie Sue selbst.

    Kollek setzt direkt mit dem Verlust von Sues Arbeitsplatz als Sekretärin ein, den sie trotz gediegener Kleidung und gewählter Worte bei Vorstellungsgesprächen nicht wieder erringen wird. Statt dessen kündigt sich Sues schleichende Verelendung durch kleine Griffe zur Flasche, abgebrochene Gespräche mit Nachbarinnen im Waschsalon oder Spontanfragen nach Jobs bei vorhersehbarem Resultat an. Die Beziehung zu dem Reisereporter Ben, der als Jüngerer die reifere Frau ernst nimmt, was Sue erst begreift, als es zu spät ist, scheitert ebenso wie Sues zeitweiliges WG-Experiment mit Lola (Tahnee Welch), die als ausgefuchster Straßenjunkie mit Sex und Colt schneller zur Stelle ist, als es Sue lieb sein kann.

    Als Sue ihr Apartment aufgeben und in ein schäbiges Hotel mitten unter Huren und Outcasts ziehen muß, blendet sich Kollek langsam aus ihrem Leben aus, jedoch nicht ohne jenen Funken Hoffnung, ohne den Sues Schicksal zu deprimierend wäre. Der Film liegt voll auf den Schultern der großartigen Anna Thompson (präzise Nebenrollen in Clint Eastwoods „Bird“ und „Erbarmungslos“, in „I Shot Andy Warhol“), die erwachsene Sexualität, Sinnlichkeit, Verletzlichkeit und spontane Wärme, gepaart mit Mutterwitz (die Szene auf der Parkbank, wo sie „ohne Rentnerrabatt“ ihre Brüste einem alten Schwarzen zeigt), als faszinierende Charakterstudie einer Manhattanite präsentiert. Für aufgeschlossene Programmkinos. ger.
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