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Stumme Zeugin

   Kinostart: 28.09.1995

Filmhandlung und Hintergrund

Es entwickelt sich zur lieben Tradition, daß man in Cannes vermeintliche Exoten als absolute Thriller-Geheimtips entdeckt. Als „Nightwatch - Nachtwache“ dieses Jahres entpuppte sich „Stummer Zeuge“, erneut ein Katz-und-Maus-Spiel, das unerwartete Haken schlägt, erneut eine vom Horrorfilm inspirierte Hatz, die von der Ankunft ei-nes echten Regietalents kündet. Anthony Wallers Debüt verblüffte jedenfalls nicht nur...

Die stumme Special-F/X-Spezialistin Billy arbeitet in Moskau am Set eines Filmes. Als sie spät nachts noch einmal zum Set zurückkehrt, um eine Arbeit zu vollenden, macht sie eine grauenhafte Entdeckung. Am gleichen Set wird ein Snuff-Film gedreht - ein Film, bei dem Morde nicht nachgestellt, sondern tatsächlich begangen werden - und Billy ist die einzige - stumme - Zeugin. Die Jagd beginnt.

Ein US-Team dreht in einer alten russischen Lagerhalle einen Horrorfilm. Am Ende eines Drehtages wird die stumme Requisiteurin Billy zufällig in der unheimlichen Fabrik eingeschlossen und dabei zur Zeugin eines grausamen Schauspiels: Zwei Russen aus der Crew drehen ein pornographisches snuff movie, an dessen Ende die Darstellerin vor laufender Kamera ermordet wird. Billy wird entdeckt und muß in die Katakomben der Fabrik fliehen. Ihre Verfolger beginnen ein grausames Katz-und-Maus-Spiel.

Die stumme Requisiteurin Billy arbeitet in Moskau am Set eines Horrorfilmes, beobachtet einen Mord und wird zur Gejagten. Anthony Wallers Regiedebüt ist ein wirkungsvoller kleiner Thriller, der mit hervorragendem Timing der Schockeffekte, interessanten Locations und einer verwickelten Story aufzuwarten weiß.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Es entwickelt sich zur lieben Tradition, daß man in Cannes vermeintliche Exoten als absolute Thriller-Geheimtips entdeckt. Als „Nightwatch - Nachtwache“ dieses Jahres entpuppte sich „Stummer Zeuge“, erneut ein Katz-und-Maus-Spiel, das unerwartete Haken schlägt, erneut eine vom Horrorfilm inspirierte Hatz, die von der Ankunft ei-nes echten Regietalents kündet. Anthony Wallers Debüt verblüffte jedenfalls nicht nur die Kritik, sondern auch einen Major- Verleih: Columbia TriStar sicherte sich die Verleihrechte und stellt die Flucht eines stummen Mädchens vor zwei gewissenlosen Killern nun beim Münchner Filmfest erstmals dem deutschen Publikum vor. Die Zeichen stehen gut, denn „Stummer Zeuge“ überzeugt mit Thrill ohne Atempause. Daß Waller dabei auf eine Geschichte im eigentlichen Sinne und Tiefe der Charaktere weitgehend verzichtet, fällt kaum ins Gewicht: Er erweist sich als virtuoser Meister im Entwickeln und Exekutieren von Spannungsszenarien, die er mit bestechender Präzision bis zum Extrem ausreizt. Augenzwinkernd siedelte er seinen Film bei einer amerikanischen Filmproduktion in Rußland an. Nach Drehschluß bleibt die stumme Requisiteurin Billy in einer alten Lagerhalle eingeschlossen. Sie wird Zeugin, wie zwei russische Mitglieder der Crew einen pornographischen Snuff-Film drehen, bei dem eine Darstellerin vor laufender Kamera getötet wird. Was folgt, ist eine Jagd durch das unheimliche Gemäuer, die fast die erste Hälfte des Films einnimmt. Mit grimmiger Konsequenz reiht Waller Spannungsmomente und Schocks in einem Tempo aneinander, das einem kaum Zeit läßt Luft zu holen: Ein Slasher-Movie im Pelz eines Slapstick-Films. Daß der junge Regisseur nach dem furiosen Auftakt die Zügel ein wenig schleifen läßt, ist verzeihbar. Obwohl er noch das eine oder andere Mal sein Können aufblitzen läßt (besonders effektiv ist eine erneut etwas ausgedehntere Sequenz, in der die Killer das Mädchen in ihrer Wohnung aufsuchen - „Warte bis es dunkel wird“ mit neuen Vorzeichen!), gelingt es Waller nicht, „Stummer Zeuge“ in ein packendes Ganzes zu formen. Ein spät eingeführter Spionageplot wirkt arg an den Haaren herbeigezogen und mag so gar nicht in das anfangs so ausgeklügelte Terrorkonzept passen. Dennoch, die Klaviatur des Suspense beherrscht Waller bereits jetzt so perfekt, daß „Stummer Zeuge“ ein Sleeper-Erfolg im Herbst zuzutrauen ist. Vor allem kann man sich schon auf den nächsten Film des Österreichers freuen, wenn auf die - sehr gute - Übung hoffentlich die Meisterleistung folgt. ts.
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