Stubbe - Von Fall zu Fall: Yesterday

  1. Ø 0
   2003
Stubbe - Von Fall zu Fall: Yesterday Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Stubbe - Von Fall zu Fall: Yesterday: Spannende Jubiläumsfolge des Samstagabendkrimis, in der Wolfgang Stumph alias Stubbe auf den Hamburger Spuren der Beatles wandelt.

Hauptkommissar Stubbe und sein Kollege Zimmermann werden in eine Hamburger Villa gerufen. Deren Besitzerin Martha Lennox wurde tot aufgefunden. Offenbar hat sie sich bei einer Auseinandersetzung mit einem Einbrecher tödlich verletzt. Während der Ermittlungen stellt sich heraus, dass in der Villa nichts gestohlen wurde – außer der Beatles-Sammlung von Marthas früh verstorbenem Sohn Bob.

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Kritikerrezensionen

  • Sichtliche Freude bereitet dem „Stubbe“-Team zum eigenen Jubiläum („Yesterday“ ist die 25. Folge) die Reise in die musikalische Vergangenheit des Schauplatzes Hamburg. Die Beatles sind nicht nur Titelgeber, sondern auch Mittelpunkt des interessant konstruierten Falls, den Stubbe und Zimmermann lösen müssen. Dabei entpuppen sich die beiden Kommissare selbst als große Fans der „Fab Four“.

    Zimmermann überrascht mit – offenbar gut recherchiertem – Detailwissen über Veröffentlichungsdaten, Plattencover, Konzertorte usw., während Stubbe sich an glückliche Zeiten mit seiner unlängst verstorbenen Frau erinnert. Indem er die alte „Collection of Beatles Oldies“ mit dem staatlichen Amiga-Label hervorkramt, liefert er im Vorbeigehen auch eine Portion Geschichtsunterricht: In der Tat waren die Beatles eine der wenigen westlichen Rock-Bands, die bereits in den 60er Jahren die Gnade des DDR-Regimes fanden und einige ihrer Platten dort veröffentlichen durften. Im übrigen pendelt das Drehbuch von Michael Illner zwischen solider Samstagabend-Krimiunterhaltung für ein breites Publikum und dezenten Reminiszenzen an die Geschichte der vier Erfolgsmusiker aus Liverpool. Geschickt wird etwa eine Tour an die Stätten der ersten Beatles-Auftritte in Hamburg eingeflochten, die Stubbes Tochter Christiane mit dem Verdächtigen Jochen Opalka unternimmt. Anspielungen gibt es u. a. auch mit dem Namen der Tochter der Ermordeten, Cynthia Lennox (John Lennons erste Frau hieß Cynthia), und mit der Figur des unfreiwillig komischen indischen Taxifahrers, die direkt aus dem zweiten Beatles-Kinofilm „Hi Hi Hilfe“ stammen könnte.

    Bob Lennox, dessen gestohlene Beatles-Sammlung zunehmend die Hauptrolle in den Ermittlungen von Stubbe und Zimmermann spielt, starb laut Drehbuch bei einem Autounfall im Sommer 1966. Der Legende nach geschah dies auch mit Paul McCartney, woraus vor vier Jahren bereits Henrik Handloegten die Grundlage zu seinem exzellenten Film „Paul Is Dead“ strickte. Stubbe, in der Inszenierung von Claudia Garde, muss hier zwangsläufig stärker an der Oberfläche bleiben, kann aber bei den Beatles-Fans unter seinen Zuschauern vor allem mit jeder Menge Originalmusik des legendären Quartetts und mit einem Gastauftritt von Tony Sheridan punkten. Sheridan ermöglichte den Liverpoolern 1961 als Begleitband die erste Plattenaufnahme. Zwar bewegt sich die Schauspielkunst des guten Tony in etwa auf dem Niveau des legendären Berti-Vogts-Auftritts im „Tatort“, dennoch kommt er rundum sympathisch über den Bildschirm. Und liefert letztlich den entscheidenden Hinweis zur Aufklärung des Mordes, die Stubbe in bester Edgar-Wallace-Manier vor versammelter Verdächtigen-Mannschaft in der Todesvilla vornimmt.

    Was bleibt ist die Musik, doch das Tonband mit angeblich unveröffentlichten Beatles-Aufnahmen aus der Hamburger Zeit, das sich die beiden Kommissare sichern, ist leer. Ein Glück für den „Yesterday“-Drehbuchautor, denn sonst wäre er in arge Erklärungsnot geraten: „Twist and Shout aus dem Indra-Club von 1960“, kündigt Zimmermann vor dem Anhören an – ginge leider auch historisch nicht, da der Song überhaupt erst ein Jahr später enstanden ist. Dies bleibt einer der ganz wenigen kleinen Detail-Fehler (z. B. gibt es auch die Single „Lucy in the sky with diamonds“, die in der Mordszene aufgelegt wird, im wirklichen Leben nicht), die der Stubbe-Jubiläumsfolge jedoch keinerlei Abbruch tun. Unter dem Strich bleibt ein launiges, kurzweiliges Tribut an eine große Band, das dem ZDF auch viele Zuschauer bringen könnte, die mit Stumphs Kommissar ansonsten weniger anfangen können. jl.

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