Stubbe - Von Fall zu Fall: Gegen den Strom

Filmhandlung und Hintergrund

Der Ausflug mit Kollege Zimmermann in Stubbes Heimatstadt Dresden führt zu ungeplanten Ermittlungen...

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  • Stubbe - Von Fall zu Fall: Gegen den Strom: Der Ausflug mit Kollege Zimmermann in Stubbes Heimatstadt Dresden führt zu ungeplanten Ermittlungen...

    Schon die ersten beiden Filme aus dieser innerhalb von gut acht Wochen ausgestrahlten „Stubbe“-Trilogie waren überraschend ernst; die Geschichten über Rechtsextremismus in Ostdeutschland und Altersdemenz schlugen ungewohnte Töne an. Kein Wunder, dass der als Kurzurlaub geplante Trip des Titelhelden (Wolfgang Stumph) und seines Kollegen Zimmermann (Lutz Mackensy) nach Dresden prompt zu einer Reise in die Vergangenheit wird.

    An seiner früheren Arbeitsstelle erfährt der Sachse vom Hamburger LKA, dass sein früherer Chef kurz zuvor bei einer Gasexplosion ums Leben gekommen ist. Stubbe glaubt nicht an Selbstmord und stößt bei seinen Nachforschungen auf einen Fall, an dem er vor über zwanzig Jahren selbst beteiligt war: Damals ist ein Taxifahrer (Tim Wilde) nur aufgrund von Indizien für den Mord an seiner Freundin ins Gefängnis gekommen. Stubbes Chef hat die Ermittlungen geleitet. Mit schlechtem Gewissen, der Hilfe eines früheren Kollegen (Peter Prager) und sehr zum Unmut der Dresdener Kripochefin (Anne Kasprik) rollt Stubbe den Fall wieder auf und stellt als erstes fest, dass Seiten aus der Akte fehlen und Beweisstücke verschwunden sind. Die Tote, Kellnerin in einem Interhotel, galt als „Messe-Nutte“, die sich von Gästen aus dem Westen aushalten ließ. Tatsächlich aber gab es nur einen Verehrer, einen Unternehmer (Krystian Martinek), der kurz nach der „Wende“ in Dresden Karriere machte; und Stubbes einstigen Vorgesetzten nach dessen Pensionierung als Sicherheits-Chef einstellte.

    Trotz der wie immer humoristisch angelegten Frotzeleien zwischen Stubbe und Zimmermann, die sich dauernd in die Wolle kriegen, weil Stubbe lieber ermittelt, als sich seine Heimatstadt anzuschauen: „Gegen den Strom“ ist alles andere als komödiantisch angelegt (Buch: Michael Illner, Regie: Oren Schmuckler); dafür sorgen schon allein die nostalgischen Anwandlungen und die sentimentale Rückblende in die Anfangszeit der Serie, als Familie Stubbe noch zu dritt war. Immerhin gönnt Autor Illner der integren Hauptfigur eine leider wohl nur flüchtige, aber sehr hübsch eingefädelte und buchstäblich feuchtfröhliche Romanze mit einer Schwimmlehrerin (Mignon Rimé). Und natürlich spielt auch die DDR eine gewichtige Rolle, denn der republikmüde Taxifahrer ist offenbar das Opfer einer politisch motivierten Intrige gewesen; seine Verurteilung war Stasi-Sache. Die überraschende Lösung des Falls aber trägt melodramatische Züge und hat mit Politik allenfalls am Rande zu tun. Die Gründe für das Ableben des krebskranken Kripo-Chefs hingegen kann man zwar ahnen, doch der Todesfall bleibt ein ungelöstes Rätsel.

    Nicht minder interessant, aber dramaturgisch trotzdem ein Fremdkörper sind allein die gelegentlichen Ausflüge des Films nach Hamburg, wo Tochter Christiane (Stephanie Stumph) statt eines bestellten Porträts über eine Boutiquenbesitzerin einen bissigen Artikel über die arrogante Frau schreibt. tpg.

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