Filmhandlung und Hintergrund

Faszinierender Comic-Thriller, der im Wechsel aus konventioneller Krimihandlung und Animé-Sequenzen einer jungen deutschen Mangazeichnerin durch Tokio folgt.

Nachdem ihr der DJ Yamamoto (John Ng) aufregende Abenteuer und sicheres Einkommen versprach, sauste die 18-jährige Angela (Chloe Winkel) postwendend per Flugzeug nach Japan, nur um in Tokio erst einmal gründlich desillusioniert zu werden: Yamamoto ist nicht da, die Stadt ist fremd und die Mitbewohnerinnen geben sich feindselig. Dann jedoch stößt sie auf die Geschichte der spurlos verschwundenen Hostess Larissa und macht die Suche nach ihr zur Lebensaufgabe.

Comic und Teenagertagtraum, Thriller und Reisereport verbinden sich zu einer doppelbödigen, modernen Märchenmélange in dieser deutsch-italienisch-französisch-schweizerischen Koproduktion.

Die 18-jährige Angela zeichnet mit Leidenschaft Mangas und folgt der Idee eines japanischen DJs, nach Tokio zu gehen. Weil sie Geld braucht, jobbt sie in einem Nachtclub als Hostess. Sie wird Star des Etablissements, als sie die mächtigen finanzstarken Kunden beleidigt, statt sich zu unterwerfen. Von Kolleginnen angefeindet, entdeckt sie Glasscherben in der Nudelsuppe und Gift im Shampoo und geht unverdrossen Spuren eines Mädchens nach, das auf mysteriöse Weise aus dem Club verschwand.

Die 18-jährige Angela ist begeisterte Comic-Zeichnerin. Auf einer Reise nach Tokio entdeckt sie ihre Faszination für Mangas und die ihr vollkommen fremde japanische Kultur. Schon bald nimmt sie die neuen Einflüsse auf, sowohl ihre Zeichnungen als auch ihre Wahrnehmung scheinen hiervon gefangen. Zunehmend vermischen sich für die junge Frau, die, um Geld zu verdienen, nebenbei als Hostess arbeitet, die Grenzen von Realität und Fantasie, sie selbst mutiert zur Heldin ihrer mysteriösen Kriminalgeschichte.

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Kritikerrezensionen

  • Stratosphere Girl: Faszinierender Comic-Thriller, der im Wechsel aus konventioneller Krimihandlung und Animé-Sequenzen einer jungen deutschen Mangazeichnerin durch Tokio folgt.

    Auch wenn der Vergleich wegen der atmosphärischen Ähnlichkeiten nahe liegt: Der fast zeitgleich in Tokio entstandene stilistisch faszinierende und spannende Comic-Thriller von M. X. Oberg hat nur am Rande mit Sofia Coppolas „Lost in Translation“-Romanze zu tun. Begibt sich Coppola auf die Suche nach der schwebenden Zeit modernen Lebensgefühls, so wechselt „The Stratosphere Girl“ ständig zwischen Real- und Zeichentrickfilm und schwebt bereits in den Sphären, denen Coppolas Scarlett Johansson nachspürt. Auch gibt es bei Oberg keinen Bill Murray vergleichbaren Charakter, sein blondes „Stratosphere Girl“ Angela schlägt sich allein durch das Hostessenmilieu der japanischen Hauptstadt – und sie sucht ein mögliches Verbrechen aufzuklären.

    Wie in seinem mit dem Max-Ophüls-Preis 1995 ausgezeichneten Debütfilm „Unter der Milchstraße“, in dem ein Schlafwagenschaffner sich auf Zugfahrten durch Europa im Dschungel seiner Phantasien verliert, wird sich die 18-jährige Angela (Chloé Winkel, ein Model, das Oberg in Brüssel entdeckte), die mit Leidenschaft Mangas zeichnet und der Idee eines japanischen DJ, nach Tokio zu gehen, gefolgt ist, im Dschungel ihrer Kunst beinahe verlieren. Angela arbeitet, weil sie Geld braucht, in einem Nachtclub über den Dächern von Tokio als Hostess. Sie wird Star des Etablissements, weil sie mächtige finanzstarke Kunden beleidigt statt sich zu unterwerfen. Von zickigen Kolleginnen angefeindet, entdeckt sie Glasscherben in der Nudelsuppe und Gift im Shampoo, geht unverdrossen Spuren eines Mädchens nach, das auf mysteriöse Weise aus dem Club verschwand.

    Die Kriminalhandlung geht schnell in die Animé-Sequenzen des Films über, weil sich Realität und Fiktion vermischen und eine eigene Realität schaffen, die sich aus Angelas Kunst entwickeln, Erlebtes und Erdachtes zeichnerisch zu verschmelzen. Die unnachahmlich ätherisch wirkende Chloé Winkel geht als Mischung aus Jane Birkin und Ludivine Sagnier im Schulmädchen-Look tranceartig schwebend unberührbar und unglaublich cool sicher durch die Welt der krassen erotischen Obsessionen, bewegt sich traumwandlerisch in den Plüschsuiten und engen Garderoben der Clubs, ein Wesen, dem niemand etwas anhaben kann, vielleicht selbst eine Gestalt aus ihren Comics. Für Genrefreunde gibt es ein Wiedersehen mit Burt Kwouk, Clouseaus Diener Kato aus Blake Edwards‘ „Pink Panther“-Filmen, als Clubmanager. Die „Lost in Tokyo“-Sphärenreise sollte Avantgardefreunden in Arthouse-Kinos großes visuelles Vergnügen bereiten. ger.

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