Filmhandlung und Hintergrund

Schwarze Komödie um einen Versicherungsvertreter in Nöten.

Bäuerin Olivia träumt zwar von Australien, muss sich aber um ihren bettlägerigen Vater Adolf kümmern muss. Sie gibt sich als Hinterwäldlerin, verbirgt aber hinter wortkarg-unscheinbarer Fassade ihre Heimtücke. Als Versicherungsvertreter Rupert gemeinsam mit einigen Kollegen in Olivias Heimatort die Klinken putzen muss, wittert sie die Chance, ihr kümmerliches Dasein hinter sich zu lassen, und schließt eine teure Lebensversicherung für Adolf ab.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Storno - Todsicher versichert: Schwarze Komödie um einen Versicherungsvertreter in Nöten.

    Herrlich schräge Heimatgroteske von Jan Fehse über die haarsträubenden Erlebnisse eines Versicherungsvertreters in der niederbayerischen Provinz.

    Dieser Film ist ziemlich mutig, und das nicht nur, weil er seine Geschichte nicht als Krimi erzählt: Dank der schrägen Figuren und des makabren Humors wird „Storno - Todsicher versichert“ nicht jedermanns Sache sein. Im Grunde knüpft der BR mit der Heimatgroteske an seine nur im dritten Programm ausgestrahlten Niederbayernkrimis an. Wohlweislich hat der Sender dennoch auf das Etikett verzichtet, obwohl zwei Menschen erschlagen werden. Die Feststellung des Navigationssystems, das gewünschte Ziel existiere nicht, als der junge Versicherungsvertreter Rupert Halmer (Max Riemelt) in Bayern eintrifft, ist ein erster Hinweis darauf, dass er die nächsten Tage in einer Parallelwelt verbringen wird. Der großartige Country-Rock von Cowboys On Dope signalisiert zwar weiterhin, dass man die Darbietungen nicht so ernst nehmen soll, aber dank der nun folgenden Ereignisse wird sich das Leben diverser Beteiligter von Grund auf ändern; bei einigen für immer. Das Drehbuch von Georg Ludy und Nils-Morten Osburg bevölkert die Gegend mit allerlei skurrilen Gestalten, die aber überwiegend harmlos sind; bis auf Olivia. Jeanette Hain verkörpert die Bäuerin, die von Australien träumt, sich aber um ihren bettlägerigen Vater Adolf (Fred Stillkrauth) kümmern muss, als Hinterwäldlerin, die ihre Heimtücke hinter wortkarg-unscheinbarer Fassade verbirgt. Als Rupert, der gemeinsam mit einigen Kollegen im Auftrag seines schneidigen Chefs (Axel Stein) in dem Ort die Klinken putzen muss, auch Olivia seine Aufwartung macht, wittert sie die Chance, ihr kümmerliches Dasein hinter sich zu lassen, und schließt eine teure Lebensversicherung für Adolf ab. Nun fehlt nur noch die ärztliche Gesundheitsbescheinigung; Dorfdoktor Wedekind (Marcus Mittermeier) ist bei weitem nicht der letzte, der erkennen muss, dass man sich der Bäuerin besser nicht in den Weg stellt. Angesichts des sehr speziellen Humors dieses Films sind sogar Vergleiche mit Marcus H. Rosenmüllers bayerischen Komödien („Wer früher stirbt ist länger tot“) angebracht. Das gilt auch für die Inszenierung. Jan Fehses Stil ist ähnlich entspannt wie die Musik, aber da ständig was passiert, ist das Tempo völlig ausreichend. Gemeinsam mit Ausstattung und Kostümbild trägt auch die prominente Besetzung viel dazu bei, dass aus der anfänglichen Heimatgroteske eine Romanze wird, die sich erst zum Krimi wandelt und gegen Ende sogar Züge eines Thrillers trägt. tpg.

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