Filmhandlung und Hintergrund

Episodenhafte Geschichten rund um den New Yorker Szenetreff Stonewall zu Zeiten der legendären Gay Riots, die 1969 zur Gründung der organisierten Schwulenbewegung beitrugen.

Ende der 60er Jahre kommt der junge, homosexuelle Matty aus der Provinz nach New York, wo er ein liberales Paradies vermutet. Die Wirklichkeit holt ihn jedoch schnell aus den Träumen zurück, denn auch im Big Apple hat man(n) unter brutalen Cops und reaktionären Politikern wenig zu lachen. Als die Behörden eines Nachts mit besonderer Härte gegen die beliebte Stonewall-Bar vorgehen, schlagen die Schwulen erstmals effektiv zurück.

Als der homosexuelle Matty mit der Hoffnung, hier ein Paradies für sich zu finden nach New York zieht, wird er bitterlich enttäuscht. Auch in dieser Großstadt werden Schwule nicht toleriert. Episodenhaftes Drama, das auf authentischen Ereignissen der 60er Jahre basiert.

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    Kritikerrezensionen

    • Stonewall: Episodenhafte Geschichten rund um den New Yorker Szenetreff Stonewall zu Zeiten der legendären Gay Riots, die 1969 zur Gründung der organisierten Schwulenbewegung beitrugen.

      Ähnlich wie „Patient Zero“ ein in diesem Fall nicht unumstrittener Kultfilm für die schwul-lesbische Szene, dessen Komödienpotential und Musical-Einlagen sowie vitale Einarbeitung eines legendären historischen Stoffes den Film auch für andere Zuschauer attraktiv machen. Der während der Montage an AIDS gestorbene Nigel Finch („Paris is Burning“, „The Lost Language of Cranes“) erinnert betont subjektiv aus der Sicht einer Drag Queen an Personen, Situationen und Bedingungen, die am 27. Juni 1969 zu den Aufständen rund um das „Stonewall Inn“ führten und die Geburtsstunde des modernen Gay Rights Movement bedeuteten.

      Geschickt verbindet Finch die politischen Ereignisse (eine Mio. Schwule in New York waren die Basis der Gay Liberation Front) mit einer Liebesgeschichte: Matty Dean, Landei und Dylan für Arme, trifft im Stonewall, einer Mafia-kontrollierten Bar, während einer regulären Polizeirazzia auf die puertorikanische Transen-Lady LaMiranda (wunderbar exaltiert: Guillermo Diaz). Er schließt sich den konservativen, aber ohnmächtigen Mittelklasse-Schwulen und ihren friedlichen Bus-und-Marsch-Demos an, muß aber erkennen, daß der Assimilationsprozeß der falsche ist: Als am 27. Juni eine Razzia zuviel zündet, steht er an der Aufruhrfront.

      In der Szene ist „Stonewall“ wegen der fehlenden Beteiligung wichtiger Schwulen, Lesben und Transen umstritten, doch der Film macht das wett durch die stets aktuelle Streitfrage: Anpassung oder Protest. Facettenreich in den Liebesmöglichkeiten, z.B. ein Mafioso mit einer schwarzen schwulen Transe, hip in den Playbacks der Transen mit der Musik der Shirelles und Shangri-Las, grandios in der Einbeziehung des Todes von Judy Garland, der mehr Trauer auslöst als die Beziehungskrisen und erkennbar stolz auf seine amüsante Aufarbeitung homosexueller Emanzipation mit dem Resumee: „we’re all american as apple pie“. ger.

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