Filmhandlung und Hintergrund

TV-Liebesfilm vor arktischer Kulisse.

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Kritikerrezensionen

  • Sterne über dem Eis: TV-Liebesfilm vor arktischer Kulisse.

    Zunächst wirkt die Geschichte wie eine Antwort auf „Urlaub mit Papa“ (kürzlich im ZDF): Ausgerechnet unmittelbar vor einer Arktis-Expedition muss sich der angesehene Klimaforscher Martin Schell (Michael Fitz) um seinen Vater kümmern. Erschwerend kommt hinzu: Der alte Herr (Horst Sachtleben) ist im Umgang nicht ganz einfach, aber Tochter Karin (Barbara-Magdalena Ahren), die sich sonst um ihn kümmert, will endlich mal Ferien machen.

    Kurzerhand bringt Martin, dessen Verhältnis zum Vater seit Jahrzehnten gespannt ist, den alten Herrn in einer Seniorenresidenz unter. Der aber, nicht faul, reißt aus, mogelt sich unter einem Vorwand aufs Forschungsschiff und sorgt dort für Verwirrung der ganz besonderen Art: Ebenfalls mit an Bord ist die Wissenschaftsjournalistin Nina (Birge Schade), die Martin vor gut 15 Jahren innigst verbunden war, bis sie ihn beim Seitensprung ertappte. Schell senior macht keinerlei Hehl daraus, dass ihm Nina als potenzielle Schwiegertochter weitaus lieber wäre als Martins aktuelle Partnerin (Franziska Schlattner). Ein Herzanfall Kurts lässt die Komödie schließlich kippen, aber nicht etwa zum Melodram, sondern zur Romanze: Das einstige Paar kommt sich wieder näher, zumal es da noch ein 15 Jahre altes Geheimnis gibt.

    Natürlich ahnt man früh, dass Ninas Tochter Julia (Vanessa Krüger) Martins Tochter ist, und wie die Geschichte (Buch: Henriette Piper) enden wird, ist gleichfalls nicht gerade unvorhersehbar. Aber der Film wird erst spät zur Romanze. Zunächst steht der Zwist zwischen Vater und Sohn im Vordergrund, und diese Erzählebene ist vor allem dank Horst Sachtleben ein Genuss. Er versieht den alten Mann, der zum Leidwesen seiner Mitmenschen immer sagt, was er denkt, mit gerade so viel Verletzlichkeit, dass man den ewig nörgeligen Kurt Schell trotzdem mag; selbst wenn der frühere Installateur seinen Sohn jahrelang dazu überreden wollte, den Betrieb zu übernehmen. Schon allein wegen Sachtlebens gemeinsamer Szenen mit Michael Fitz ist der Film sehenswert.

    Und dann sind da noch die wunderbaren Bilder aus dem ewigen Eis; die Dreharbeiten auf dem Schiff und rund um Spitzbergen waren sicher nicht einfach. Regie führte Sigi Rothemund, der mit seinem Stammkameramann Dragan Rogulj auch die Brunetti-Romane von Donna Leon verfilmt. Möglicherweise haben die beiden angesichts der prachtvollen Landschaft ein bisschen Zeit im Eis vertrödelt, denn das Happy End wirkt schließlich etwas übers Knie gebrochen; die Geschichte ist noch gar nicht auserzählt, als schon der Abspann beginnt. Und dass Vater Schell nach seinem Anfall mit dem Hubschrauber aus dem Eis direkt nach Hamburg geflogen wird, ist mindestens ungewöhnlich. Und dann gibt es noch den bei Degeto-Filmen mittlerweile fast obligaten Rechenfehler: Wenn Martins und Ninas Tochter im Sommer 1994 gezeugt worden ist, kann sie unmöglich schon 15 sein. tpg.

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